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Meinung: Handwerker zur Energiewende

Wir brauchen Netzausbau - sofort

Die Energiewende bringt Aufträge für das Handwerk. Aber reicht das? Elektromeister Lothar Koopmann aus Cloppenburg kritisiert den stagnierenden Netzausbau – und allzu kurzfristige Entscheidungen der Politik. Eine Stimme aus dem Handwerk:

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"Das ganze Thema sollte breit diskutiert werden." Lothar Koopmann
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von Lothar Koopmann, Elektromeister aus Cloppenburg

Was nützen Handwerkerleistungen, wenn der Strom nicht eingespeist werden kann? Nicht nur in den großen Transportnetzen, wo es zum Beispiel um die Anbindung von Offshore-Anlagen geht, gibt es Probleme. Ich kenne Gegenden, wo bei entsprechendem Windaufkommen alle anderen regenerativen Energien abgeschaltet werden müssen.
Das Handwerk bringt immer mehr Leistungen nach EEG, die nicht mehr in die Netze eingespeist werden können. Das kann auf Dauer nicht so weitergehen, die Netze müssen dringend weiter ausgebaut werden.

Auch Befürworter der Energiewende behindern den Netzausbau
Viele Bürger – häufig Befürworter der Energiewende – verhindern den Leitungsausbau. Wer die Energiewende will, will noch lange keine Leitungen über seinem Haus oder Kabelgräben davor. Gerade in den dicht besiedelten Flächen wäre mehr Verständnis bei den Bürgern wünschenswert. Oder die Genehmigungsverfahren für den Netzausbau müssen sich ändern.

"Die richtigen Leute müssen mitreden" - lesen Sie die nächste Seite.

Wir brauchen einen langfristigen Kurs
Die Politik macht viel und trifft zu wenig langfristige Entscheidungen – die Solarförderung ist ein Beispiel dafür. Meine Empfehlung an die Politik? Das ganze Thema sollte breit diskutiert werden: Ein vernünftiger Mix aus Interessengemeinschaften sollte sich konstruktiv austauschen. Die Entscheidungen, die dann getroffen werden, sollten langfristig Bestand haben.

Teilen Sie die Auffassung von Lothar Koopmann? Woran mangelt es aus Ihrer Sicht bei der Energiewende? Schreiben Sie einen Kommentar.

Hier geht es zur Website von Lothar Koopmann.

(bw)

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