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Wirtschaftskriminalität wuchert

Bestechung, Unterschlagung, Spionage – fast jeder zweite Betrieb wird durch Wirtschaftskriminalität geschädigt. Das Risiko ist je nach Region unterschiedlich groß.

Bestechung, Unterschlagung, Spionage fast jeder zweite Betrieb wird durch Wirtschaftskriminalität geschädigt. Das Risiko ist je nach Region unterschiedlich groß.

Kriminalität macht Betrieben schwer zu schaffen. Das zeigt eine repräsentative Studie der Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse-Coopers (PWC). Beispiel Korruption: Sie ist der Studie zufolge vor allem in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen verbreitet. Ein Viertel der in diesen Ländern befragten Unternehmen klagt darüber, Aufträge zu verlieren, weil Wettbewerber Schmiergelder zahlen. In Schleswig-Holstein und Niedersachsen sind 15, in Berlin-Brandenburg zehn Prozent betroffen.

Nirgends wuchert das Geschwür Wirtschaftskriminalität so wie im Westen. Die meisten Opfer gibt es in Hessen, 60 Prozent der Firmen dort haben Probleme. Es folgen Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils 52 Prozent und Nordrhein-Westfalen mit 47 Prozent. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erwischt es 35 Prozent.

Die finanzielllen Folge sind beträchtlich. In Nordrhein-Westfalen büßt im Durchschnitt jedes Unternehmen 2,43 Millionen pro Jahr ein. In Bayern beträgt der Schaden 1,9 Millionen, in Hessen 1,3 Millionen. Vergleichsweise glimpflich kommen Betriebe andernorts davon. In Norddeutschland bluten sie durchschnittlich 0,93 Millionen, in Baden-Württemberg und in Mitteldeutschland rund 0,6 Millionen Euro.

Große regionale Unterschiede gibt es bei der Bekämpfung der Kriminalität. Bundesweit landen im Schnitt 59 Prozent aller Fälle vor Gericht. In Norddeutschland und Nordrhein-Westfalen mahlen in zwei von drei Fälle die Mühlen der Justiz. Die Bayern und Hessen bringen nicht einmal die Hälfte der Kriminellen vor den Kadi.

Warum wuchert das Geschwür regional so unterschiedlich stark? PWC-Experte Steffen Salvenmoser führt dies auf "die spezifische Unternehmens- und Wirtschaftsstruktur der Länder" zurück: In Hessen etwa, wo viele Finanzdienstleister angesiedelt seien, gebe es überdurchschnittlich häufig Geldwäsche, im exportorientierten Baden-Württemberg hingegen sei die Korruption im China-Geschäft ein großes Problem, erklärt er.

(mfi)

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Krise der Kriminellen

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Gute Nachricht in schwierigen Zeiten: Die Zahl der Unternehmen, die Opfer von Wirtschaftskriminalität geworden sind, ist nach einer Studie des Wirtschaftsdienstes PricewaterhouseCoopers (PwC) im Vergleich zu 2001 um acht Prozent zurückgegangen.

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Blühende Wirtschaftskriminalität

Um 21 Prozent ist die Zahl der entdeckten Fälle von Wirtschaftskriminalität gestiegen. Das geht aus dem frisch veröffentlichten „Jahresbericht Wirtschaftskriminalität 2001“ hervor. Mehr Straftaten und höhere Schäden, so lautet die Bilanz des Berichts.

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