Das fordert ZDH-Präsident Wollseifer für Auszubildende und ihre Betriebe.
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Mehr Wertschätzung für Ausbildung

Wollseifer will Sozialabgaben für Azubis streichen

Handwerkspräsident fordert Gleichstellung mit der akademischen Ausbildung und mehr Wertschätzung für Ausbildungsbetriebe.

Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, will Auszubildende und die Ausbildungsbetriebe von Sozialabgaben entlasten. Durch diesen Schritt solle die akademische mit der betrieblichen Ausbildung gleichgestellt werden.

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Im Gegensatz zu Auszubildenden seien Studenten bis zum 25. Lebensjahr in der gesetzlichen Krankenversicherung über ihre Eltern mitversichert, das Gleiche gelte für die Pflegeversicherung, so Wollseifer. „Die Kosten für den Unfallversicherungsschutz von Studenten werden aus Steuermitteln getragen“, sagt der ZDH-Präsident. „Warum also nicht auch bei Auszubildenden?“

Das verspricht sich Wollseifer von der Angleichung: Neben mehr Wertschätzung für die betriebliche Ausbildung hätten so die Betriebe und die Lehrlinge mehr Geld zur Verfügung. Als Beispiel nennt der Handwerkspräsident ein Azubi-Gehalt von 685 Euro brutto. „Davon gehen ab: Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung. 546 Euro bleiben ihm dann netto“, rechnet Wollseifer vor. „Wir müssen die jungen Leute von Sozialabgaben entlasten, konkret schlagen wir vor, Azubis bei der Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung wie Studierende zu behandeln.“

Mit dem Abschaffen der Sozialabgaben legt der Handwerkspräsident einen neuen Vorschlag vor, um die Anerkennung für die berufliche Ausbildung zu steigern. Erst jüngst hatte er eine „Ablösesumme“ für Azubis vorgeschlagen, die direkt nach der Lehre den Betrieb verlassen.

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