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Kooperation

„Air Craft“ bringt den Reparaturschub

Das Hamburger Airbus-Werk kann künftig Reparaturleistungen elektronisch ordern. Zwanzig Handwerksbetriebe werden dazu über ein Lieferantenportal mit ihrem Auftraggeber vernetzt.

Das Hamburger Airbus-Werk kann künftig Reparaturleistungen elektronisch ordern. Zwanzig Handwerksbetriebe werden dazu über ein Lieferantenportal mit ihrem Auftraggeber vernetzt.

Der Titel des dreijährigen Forschungsprojektes: Air Craft. Beteiligt sind neben der Airbus GmbH auch das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN), die Handwerkskammer Hamburg, die kammereigene Zukunftswerkstatt sowie die Kooperationsstelle Hamburg.

Unser Ziel ist es, die Beschaffung häufig wiederkehrender Leistungen durch ein katalog- und netzgestütztes Bestellsystem zu ersetzen, sagt Projektkoordinator Andreas Rönnau von der Handwerkskammer Hamburg.

Reparaturen aus dem Katalog

Als Versuchskaninchen dienen das Hamburger Werk der Airbus GmbH auf Einkäuferseite sowie ein Pool von 20 Handwerksbetrieben aus dem Bau- und Baunebengewerbe auf Lieferantenseite. Die Airbus GmbH will über das Lieferantenportal ihre Prozesskosten in der Gebäudeinstandhaltung senken. Um das zu erreichen, entwickeln die Projektpartner für jedes Gewerk einen Dienstleistungskatalog.

Als Basis dienen Rönnau zufolge die Standardleistungsbücher der öffentlichen Hand. Jeder Arbeitsschritt wird im neuen Katalog detailliert beschrieben und mit vorher ausgehandelten Preisen versehen. Alle beteiligten Firmen bieten die im Katalog aufgeführten Leistungen zu diesen einheitlichen Konditionen an. Ist dann bei Airbus eine Reparatur fällig, bekommt einer der Handwerksbetriebe eine elektronische Order mit genauer Ortsangabe zugemailt.

Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass der Betrieb keine feste Leistungsbeschreibung, sondern nur eine Störmeldung bekommt. Was genau gemacht werden muss, kann er ohne Rücksprache vor Ort entscheiden, erläutert Koordinator Rönnau.

Raum für Kooperationen

Außerdem habe der Betrieb auch die Freiheit, andere Gewerke hinzuzuziehen, wenn er das für erforderlich hält. Das schafft Raum für Kooperationen, hebt er hervor. Damit die Mitarbeiter der Handwerksunternehmen mit den Katalogen auch zurecht kommen, wollen die Beteiligten Weiterbildungsmodule entwickeln, wobei sie insbesondere auf E-Learning setzen.

In einem weiteren Schritt will Rönnau einen Grundkatalog entwerfen, den die Betriebe für verschiedene Auftraggeber verwenden können und der dann an deren spezifische Bedürfnisse angepasst wird. Über diesen elektronischen Katalog, so die Vision, könnten auch Privatkunden problemlos ordern. Der Handwerksbetrieb wird so in die Lage versetzt, eine ansehnliche Dienstleistung mit anzubieten.

Um die Grundidee von Air Craft leichter greifbar zu machen, wollen die Initiatoren im September 2003 einen Film ins Netz stellen. Sie zeigen darin anhand von Bodenbelagsarbeiten, wie die elektronischen Geschäftsprozesse genau gestaltet sind. Der Film wird auf der Website des Projektes laufen, die Adresse lautet www.projekt-air-craft.de.

Daten amp; Fakten zum Projekt Air Craft

Forschungsprojekt Air Craft E-Business für Handwerk und Industrie

Projektziel: Anbindung von Handwerksbetrieben aus dem Bereich Gebäudebewirtschaftung an E-Business-Plattformen. Die Kunden können dort auf elektronischem Wege handwerkliche Leistungen abrufen.

Projektpartner: Airbus GmbH, Werk Hamburg, DIN Deutsches Institut für Normung e.V., Handwerkskammer Hamburg, Kooperationsstelle Hamburg, Zukunftswerkstatt e.V. der Handwerkskammer Hamburg

Laufzeit: 1. August 2001 bis 31. Juli 2004

Kontakt: Andreas Rönnau, Handwerkskammer Hamburg, Tel. (040) 3 59 05-326

Internet: www.projekt-air-craft.de

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