Der Zentralverband des Deutschen Handwerks befürchtet wegen des Rentenpakets Mehrkosten von 290 Milliarden Euro.
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Politik und Gesellschaft

290 Milliarden Mehrkosten: ZDH kritisiert Rentenpaket

Ein stabiles Rentenniveau und ein stabiler Beitragssatz in der Rentensicherung – das hat der Bundestag beschlossen. Der ZDH hält von diesen Plänen nichts.

Der Bundestag hat das Rentenpaket der Bundesregierung verabschiedet. Das sieht vor, dass das Rentenniveau bis zum Jahr 2025 stabil bei 48 Prozent gehalten wird. Von dieser Maßnahme sollen laut Bundesregierung rund 21 Millionen Rentner profitieren.

Weiterer Beschluss des Bundestags: Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung steigt bis zum Jahr 2025 nicht über 20 Prozent. Dadurch werde die jüngere Generation entlastet, teilt die Bundesregierung mit.

Eine Einschätzung, der der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) widerspricht. „Das beschlossene Rentenpaket bedeutet eine unverantwortlich schwere Hypothek für die junge Generation wie auch für künftiges Wachstum und Beschäftigung“, betont ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer. Er fürchtet milliardenschwere Zusatzbelastungen für die jetzigen und künftigen Beitragszahler.

Wollseifer rechnet mit schneller steigenden Rentenbeiträgen und verweist dabei auf eine Studie der Prognos AG. Demnach sollen sich die Zusatzbelastungen aus dem jetzt beschlossenen Rentenpaket bis zum Jahr 2045 für die Beitragszahler auf 164 Milliarden Euro und für den Bundeshaushalt auf 126 Milliarden Euro belaufen.

Nach Einschätzung des ZDH-Präsidenten weisen die jetzt beschlossenen Maßnahmen in die falsche Richtung: „Anstatt durch strukturelle und grundsätzliche Reformen das Rentensystem für die Zukunft fit zu machen, erzeugt dieses Rentenpaket eine generationenungerechte Schieflage“. Es könne nicht sein, dass künftige Generationen stärker belastet werden, um Leistungsverbesserungen für die jetzigen Rentner zu finanzieren.

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