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Aus der Praxis

"Zeitarbeit ist seit Jahren ein Thema"

Mit rund 50 Mitarbeitern zählt die Firma Biermann Holzbau im hannoverschen Stadtteil Hainholz nicht mehr zu den kleinen Handwerksbetrieben. Doch im Spätsommer, wenn das Geschäft mit den Sanierungen gut läuft, stößt der Betrieb immer wieder an seine Kapazitätsgrenzen. Dann setzen Andreas Biermann und Frank Schmutte, die technischen und kaufmännischen Leiter des Familienunternehmens, auf Zeitarbeiter.

Mit rund 50 Mitarbeitern zählt die Firma Biermann Holzbau im hannoverschen Stadtteil Hainholz nicht mehr zu den kleinen Handwerksbetrieben. Doch im Spätsommer, wenn das Geschäft mit den Sanierungen gut läuft, stößt der Betrieb immer wieder an seine Kapazitätsgrenzen. Dann setzen Andreas Biermann und Frank Schmutte, die technischen und kaufmännischen Leiter des Familienunternehmens, auf Zeitarbeiter.

"Zum ersten Mal kamen wir bereits in den frühen 80-er Jahren mit der Zeitarbeit in Kontakt", erinnert sich Andreas Biermann im Gespräch mit dem Norddeutschen Handwerk. Seinerzeit sei der Fahrer der Firma krankheitsbedingt für einen längeren Zeitraum ausgefallen und das Unternehmen stand vor der Misere, schnell einen geeigneten Ersatz zu finden, der während des Ausfallzeitraums die Aufgaben übernehmen konnte. Damals entstand der Kontakt zur Wollny-Personalvermittlung. Ohne großen bürokratischen Aufwand wurde so eine geeignete Kraft gefunden, sagt Biermann.

Seitdem sind immer wieder Zeitarbeitskräfte in der Tischlerei des Unternehmens beschäftigt. Meistens handele es sich dabei um ausgelernte Gesellen, zum Teil mit mehrjähriger Berufserfahrung. Im Laufe der Zeit habe sich ein fester Stamm an Zeitarbeitern entwickelt, den das Unternehmen immer wieder ordert. Einige seien mittlerweile sogar fest im Hause Biermann angestellt worden - Fachleute sprechen hier vom so genannten Klebeeffekt.

Probezeit

"Neue Leute durchlaufen bei uns meistens erst eine zweimonatige ,Probezeit' als Helfer", erzählt der Tischlermeister aus der Praxis. Während dieser Zeit lernen sie die Abläufe im Unternehmen kennen und werden entsprechend der an sie gestellten Anforderungen geschult. Anschließend werden sie eingesetzt wie jeder andere "normale" Mitarbeiter auch. Sogar zu Kunden schickt Biermann die Zeitarbeitskräfte, wenn die "Chemie stimmt".

Natürlich gebe es auch immer wieder mal Probleme mit dem einen oder anderen. Aber auch da biete die Zusammenarbeit mit Zeitarbeitsunternehmen Vorteile: "Sind wir mit einer Kraft nicht zufrieden, genügt ein Anruf und wir bekommen Ersatz." Gleiches gelte auch für krankheitsbedingten Arbeitsausfall und sogar für die Urlaubszeit. Entscheidend für den Erfolg des Einsatzes von Zeitarbeitern sei es aber auch, den eigenen Mitarbeitern klar zu machen, dass durch die Externen keinesfalls die eigenen Arbeitsplätze gefährdet sind, spricht Biermann aus Erfahrung.

Vertraute Zusammenarbeit

Bewährt hat sich aus Biermanns Sicht die mittlerweile über Jahre hinweg andauernde Zusammenarbeit mit einem einzelnen Zeitarbeitsunternehmen. Dadurch seien die Anforderungen an die Zeitarbeitskräfte bei den Vermittlern bekannt, so dass es nur selten zu Fehlbesetzungen kommt. Weiterer Vorteil: Die Zeitarbeitsfirma habe sich, wie viele andere auch, auf die Anforderungen des Handwerks spezialisiert und wisse, worauf es den Betrieben ankommt.

Aus inzwischen langjähriger Erfahrung ist Biermann überzeugt, dass der Einsatz von Zeitarbeitern gerade auch im Handwerk ein gutes Mittel ist, um Auftragsspitzen abzufedern. Fest steht für ihn aber auch, dass dieses Instrument auf keinen Fall eine zuverlässige Stammmannschaft ersetzen kann.

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