Das wirkt sich laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft negativ auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter aus.
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IW-Studie

Zu viel Kontrolle macht Mitarbeiter unproduktiv

Mitarbeitern bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeiten freie Hand lassen? Das trauen sich viele Chefs nicht! Doch Vertrauen zahlt sich für Betriebe aus, so das Ergebnis einer Studie.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – so lautet eine bekannte Redewendung. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt jedoch, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Demnach können Chefs, die ihr Team weniger stark kontrollieren, sowohl die Zufriedenheit als auch die Produktivität ihrer Angestellten langfristig steigern.

Setzen Unternehmen auf weniger Kontrollen, sind rund 60 Prozent der Arbeitnehmer sehr zufrieden mit ihrer Arbeit. In Firmen mit strengen Kontrollen seien es nur 45 Prozent. Hinzu komme, dass dort ein Drittel der Arbeitnehmer über Konflikte mit dem Vorgesetzten klagt.

Auch den Einfluss der Kontrollen auf die Produktivität untersuchten die IW-Forscher. Doch der ist gering. So sei die direkte Kontrolle nur für 2 Prozent der Arbeitnehmer entscheidend dafür, wie schnell sie arbeiten. Dagegen hätten 35 Prozent angegeben, sich vor allem am Arbeitstempo der Kollegen zu orientieren. Die Forderungen der Kunden seien für 26 Prozent der Arbeitnehmer der wichtigste Treiber.

„Manche Unternehmen haben nach wie vor Angst, durch Homeoffice oder flexible Arbeitszeiten die Kontrolle zu verlieren“, sagt IW-Wissenschaftler Dominik Enste. Doch die Studie zeige ganz klar, dass es dafür keinen Grund gebe. Er ist überzeugt: „Vertrauen zahlt sich aus.“ (red)

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