Aber ist es immer ein Arbeitsunfall?
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Recht

Arbeitsunfall: Diese 7 Urteile sollten Chefs kennen!

Gegen Arbeitsunfälle sind Mitarbeiter zwar gesetzlich versichert. Doch wann ist es ein Arbeitsunfall? 7 Urteile, die Sie kennen sollten.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Unfälle bei der Arbeit sind über die gesetzliche Krankenversicherung abgesichert.
  • Zwischen Unfallopfer und Berufsgenossenschaft kommt es jedoch öfter zum Streit: Handelt es sich um einen Arbeits- oder um einen privaten Unfall?
  • Gerichte entscheiden dabei nach Einzelfall. Wichtig ist vor allem, ob der Unfall in direktem Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit steht.

Unachtsamkeit, ungenügende Kenntnis von Maschinen oder einfach Pech – die Ursachen von Arbeitsunfällen sind vielfältig. Nicht immer ist jedoch eindeutig, ob es sich tatsächlich um einen Vorfall handelt, der über die gesetzliche Versicherung abgedeckt ist. Im Streitfall müssen Gerichte entscheiden, ob es sich um einen Arbeitsunfall handelt oder nicht. Dabei wird vor allem eines klar: Es kommt auf den – manchmal kuriosen – Einzelfall an. Sieben Urteile, die Sie als Arbeitgeber kennen sollten.

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Sind alle Beschwerden Folgen des Arbeitsunfalls?

Auch die Folgeerkrankungen von Arbeitsunfällen sind gesetzlich versichert. Im Falle einer Malers kam es indes zum Streit: Der Mann stürzte von einem Gerüst, weil er wegen Schmerzen in der Schulter mit seiner Last aus dem Gleichgewicht geriet. Er verletzte sich an der Hüfte.

Warum das Sozialgericht Karlsruhe zwar die Hüftverletzung als Arbeitsunfall ansah, nicht aber die Schulterprobleme, lesen Sie hier.

Zahlen trotz vorgeschädigter Zähne?

Eine Frau verletzte sich bei der Arbeit, als ihr aus einem Regal ein schweres Paket ins Gesicht fiel. Die erlittene Prellung war nur leicht. Wochen später jedoch bekam die Frau Vereiterungen an den Zähnen, zwei wurden gezogen. Die Berufsgenossenschaft wollte dafür nicht zahlen.

Das Sozialgericht Karlsruhe sah das trotz Vorschädigung der Zähne anders. Die Gründe lesen Sie hier.

Arbeitsunfall bei zwei Promille?

Bei einem Grillabend mit Freigetränken, zu dem der Arbeitgeber einlud, feierte eine Mitarbeiterin so heftig mit, dass sie mit 1,99 Promille im Blut auf dem Weg zur Toilette stürzte. Dabei brach sie sich das Sprunggelenk.

Warum das Sozialgericht Dortmund diesen Vorfall als Arbeitsunfall einstufte, lesen Sie hier.