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Recht

Arbeitszeugnisse: Diese 7 Urteile sollten Arbeitgeber kennen

Arbeitszeugnisse sind oft Anlass für Streit. Doch was können Sie als Arbeitgeber machen und was nicht? Diese 7 Urteile sollten Sie kennen.

Inhaltsverzeichnis

  • Für das berufliche Vorankommen von Arbeitnehmern haben Arbeitszeugnisse eine große Bedeutung. Deshalb ringen die mit Betrieben manchmal erbittert um Inhalt und Aussehen.
  • Gerichte müssen sich deshalb immer wieder mit der Frage befassen, was im Arbeitszeugnis zulässig ist und was gegen arbeitsrechtliche Vorgaben verstößt.
  • In diesem Beitrag finden Sie Urteile zu Arbeitszeugnissen. Darin geht es unter anderem um die Zulässigkeit von gelochten, getackerten oder geknickten Zeugnissen. Aber auch um überschwängliches Lob, Schulnoten und die Schlussformel.

Verlässt ein Mitarbeiter den Betrieb, hat er Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Doch was da drin steht, gefällt nicht jedem. Und so gibt es manch erbitterten Streit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer um Formulierungen, Beurteilungen oder Form. Aber was dürfen Chefs machen und was nicht? Das müssen im schlimmsten Fall Richter entscheiden. Hier sind 5 Urteile, die Sie als Arbeitgeber kennen sollten.

Darf ein Zeugnis gelocht sein?

Ein Handwerksbetrieb verfügt lediglich über gelochtes Geschäftspapier. Deshalb stellt er einer ehemaligen Mitarbeiterin darauf ein Arbeitszeugnis aus. Sie wittert ein Geheimzeichen und klagt. Doch vor dem Landesarbeitsgericht Nürnberg scheitert sie mit ihrem Vorhaben. Das Gericht war davon überzeugt, dass der Handwerksbetrieb ausschließlich über gelochtes Geschäftspapier verfügt. Daher entschieden die Richter, dass er sich für die Erteilung des Zeugnisses kein ungelochtes Papier anschaffen muss.

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Dürfen Schulnoten ins Arbeitszeugnis?

Ein Betrieb stellt einem Elektriker ein Arbeitszeugnis in Tabellenform aus und gibt dem ehemaligen Mitarbeiter Schulnoten für seine Leistung und sein Verhalten. Damit ist der Mann nicht einverstanden und klagt erfolgreich vor dem Bundesarbeitsgericht. Die Karlsruher Richter entschieden, dass der Betrieb mit der tabellarischen Darstellung und der Bewertung nach „Schulnoten“ den Zeugnisanspruch des Arbeitnehmers nicht erfülle. Die erforderlichen individuellen Hervorhebungen und Differenzierungen in der Beurteilung ließen sich nur durch ein im Fließtext formuliertes Arbeitszeugnis angemessen herausstellen.

Zu viel Lob im Arbeitszeugnis – ist das ok?

Ob Leistungsbeurteilung oder Bedauernsformel – ein Arbeitszeugnis besteht aus bestimmten Elementen. Kritisch wird es, wenn die einzelnen Bestandteile inhaltlich nicht zusammenpassen, wie in diesem Fall: Mit einer besseren Note als „sehr gut“ hätte dieser Arbeitgeber seinen ehemaligen Mitarbeiter am liebsten bewertet. Gleichzeitig schreibt er ihm ins Zeugnis, dass sein Ausscheiden keinen Verlust für das Unternehmen bedeute. Das lässt das Landesarbeitsgericht Hamm nicht durchgehen und entscheidet, Ironie hat in einem Arbeitszeugnis nichts zu suchen.

Das müssen ehemalige Mtarbeiter nicht akzeptieren.

So vermeiden Sie 5 große Fehler im Arbeitszeugnis

Manche Fehler im Arbeitszeugnis fallen Mitarbeitern besonders schnell auf. Wer sie als Arbeitgeber vermeidet, kann einige Anwaltskosten sparen!
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Im Fall eines Handwerksbetriebs entschied das LAG Nürnberg, dass gegen ein Arbeitszeugnis auf gelochtem Geschäftspapier nichts einzuwenden ist.
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LAG-Urteil

Darf ein Arbeitszeugnis gelocht sein?

Zu Geheimzeichen in Arbeitszeugnissen gibt es viele Urteile. In diesem Fall musste ein Gericht entscheiden, ob ein gelochtes Zeugnis zulässig ist.

Es muss mit der Maschine geschrieben, lesbar und fehlerfrei sein.
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Urteil

Gelochtes Arbeitszeugnis enthält kein Geheimzeichen

So mancher Arbeitnehmer vermutet im Arbeitszeugnis versteckte Geheimzeichen. Gelochtes Papier muss keines sein, wie ein Gericht entschied.

Als Zeugnisdatum ist das Datum der rechtlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu nehmen.
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Recht

Welches Datum muss ein Arbeitszeugnis haben?

Nur mit dem Ausstellungsdatum ist ein Arbeitszeugnis formal korrekt. Ein Landesarbeitsgericht musste klären, was das richtige Datum ist.

Ja, sagen die Richter am Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz. Allerdings muss das Zeugnis noch kopierfähig sein.
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Recht

Darf ein Arbeitszeugnis geknickt und getackert werden?

Bei einem Arbeitszeugnis ist nicht nur der Inhalt wichtig, sondern auch die Form. Aber haben Arbeitnehmer deshalb auch Anspruch auf ein ungeknicktes und ungetackertes Zeugnis?

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