Banking-Trojaner haben es direkt auf Ihre Finanzen abgesehen.
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IT-Sicherheit

Banking-Trojaner in Angriffslaune

Sie haben es direkt auf die Konten ihrer Opfer abgesehen: Banking-Trojaner haben in Deutschland Konjunktur, meldet der Antivirenanbieter Kaspersky.

Sie fangen Einmal-Passwörter beim Bezahlvorgang ab oder stehlen Anmeldedaten für elektronische Bezahldienste und Online-Banking-Konten: 2018 nahm die Zahl der Angriffe durch Banking-Trojaner allein unter den Anwendern der Antivirendienste von Kaspersky um 16 Prozent zu. Demnach seien knapp 890.000 Anwender Ziel von Banking-Trojaner geworden.

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21 Prozent der Angriffe haben Deutschland zum Ziel, schreibt der Antivirenhersteller. Die Bundesrepublik liegt damit auf Platz 2 unter den Zielen der Cyberkriminellen – einen Prozentpunkt hinter dem beliebtesten Ziel Russland.

Wesentlich für die Zunahme der Banking-Angriffe 2018 sei laut Kaspersky eine einzige Malware: Der RTM-Banking-Trojaner habe es vor allem auf die Finanzen kleiner und mittelständischer – derzeit überwiegend russischer – Unternehmen abgesehen. Auf ihn allein gingen letztes Jahr Angriffe auf 130.000 Nutzer zurück. Zum Vergleich: 2017 seien es weniger als 2500 Nutzer gewesen.

Der Schädling werde über E-Mail-Phishing verbreitet, wo er als Anhang oder Link häufig Nachrichten beiliegt, die als alltägliche Finanz- oder Buchhaltungskorrespondenz getarnt seien. Hat er einen Opferrechner infiziert, verschaffe er den Angreifern volle Kontrolle auf das System.

Unternehmen schützen sich laut Kaspersky unter anderem wirkungsvoll, indem sie:

  • Mitarbeiter und Verantwortlich gezielt schulen, Phishing-Angriffe zu erkennen.
  • Ihre verwendete Software stets auf dem neuesten Stand halten.
  • Die Installation von Programmen aus unbekannten Quellen verbieten.
  • Eine robuste Software-Sicherheitslösung einsetzen.

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