Dort gab es im 1. Halbjahr 2019 laut Creditreform insgesamt 1.430 Fälle von Zahlungsunfähigkeit.
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Analyse der Creditreform

Baugewerbe: Zahl der Insolvenzen sinkt weiter

Im Baugewerbe brummt es. Trotzdem gibt es Insolvenzen – aber auf niedrigem Niveau, wie eine Untersuchung der Creditreform zeigt.

Die Zahl der Insolvenzen ist in Deutschland weiter rückläufig. Das geht aus einer Analyse der Creditreform 2019 hervor. Demnach sank die Zahl aller registrierten Insolvenzfälle im 1. Halbjahr um 3,1 Prozent auf 54.300 Fälle – darunter 9.900 Unternehmen.

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Auch im Baugewerbe ging die Zahl der Insolvenzen im 1. Halbjahr zurück. Insgesamt waren dort in den ersten sechs Monaten des Jahres 1.430 Betriebe zahlungsunfähig, das sind 20 Unternehmen weniger als im Vorjahreszeitraum.

Damit lag das Baugewerbe bei den Insolvenzen im Branchenvergleich auf Platz drei. Auf den vorderen beiden Rängen landeten das Dienstleistungsgewerbe mit 5.660 Insolvenzen und beim Handel zählte die Creditreform 2.090 Fälle.

Die Insolvenzquote ist im Baugewerbe weiterhin am höchsten. Allerdings befindet sie sich dort – ebenso wie in anderen Branchen – auf einem niedrigen Niveau. So lag die Insolvenzquote im Baugewerbe im 1. Halbjahr 2019 bei 0,78 Prozent.

Die Creditreform hat auch die Zahl der Insolvenzen nach Umsatzklassen untersucht. Demnach sind vor allem kleinere Unternehmen von Zahlungsunfähigkeit betroffen. Unter den 9.900 Insolvenzfällen waren zu 65,5 Prozent Betriebe mit einem Umsatz bis zu 500.000 Euro. 29,8 Prozent der Insolvenzen entfiel auf Unternehmen in der Umsatzklasse von 500.000 bis 5 Millionen Euro. Und in 4,7 Prozent der Fälle waren Großunternehmen mit einem Umsatz von mehr als 5 Millionen Euro von einer Insolvenz betroffen.

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