Berufsbekleidung oder Corporate Fashion - was stärkt Markenidentität und Teamgefühl wirklich? Die Anschaffung gezielt planen – so funktioniert’s.
Berufsbekleidung ist in erster Linie funktional – sie soll sicher, bequem und praktisch sein. Corporate Fashion geht darüber hinaus: Sie verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen, also Funktionalität mit einem einheitlichen, markentypischen Erscheinungsbild. Durch Logo, Farben und Design entsteht ein professioneller Auftritt, der das Team optisch vereint und das Wir-Gefühl stärkt. Maren Ulbrich, Beraterin für Personal- und Veränderungsprozesse, sieht darin eine doppelte Wirkung: Zum einen stärkt einheitliche Kleidung die Zugehörigkeit des Betriebspersonals. Zum anderen erkennen potenzielle Mitarbeitende den Betrieb sofort – auch aus Kundensicht ein klarer Vorteil.
Ein strukturierter Ablauf hilft bei der Einführung von Corporate Fashion. Schritt eins: eine verantwortliche Person ernennen, die das Projekt koordiniert. Schritt zwei: ein realistisches Zeitfenster definieren. Ulbrich empfiehlt drei Monate mit klaren Zwischenzielen und einem Endtermin.
Ein Koordinator begleitet den Prozess, Zwischenziele werden regelmäßig überprüft, das Projekt ist klar terminiert und das Team wird aktiv eingebunden.
Beim Thema Logo sollte laut Maren Ulbrich der „Reifegrad“ des Betriebs bedacht werden. Sind in den nächsten fünf Jahren keine Änderungen geplant, kann das Logo direkt berücksichtigt werden. Bei anstehenden Veränderungen wie Nachfolge oder Rebranding ist es sinnvoll, noch zu warten.
Die günstigste Variante sei laut Sabine Anton-Katzenbach, die schon seit Jahren in der Textilberatung tätig ist, ein T-Shirt mit dem Logo des Betriebes. Optimalerweise spiegelt die Farbe der Bekleidung den gesamten Auftritt des Handwerksunternehmens wider.
Wichtig dabei ist: Mindestens drei Shirts pro Person sollten eingeplant werden – eines wird getragen, eines ist in der Wäsche, eines in Reserve. Im Lebensmittelhandwerk müsse mit einem T-Shirt pro Arbeitstag gerechnet werden.
Bei einem beispielhaften Handwerksbetrieb von zehn Personen ergibt das 30 T-Shirts zu je rund neun Euro, also ca. 270 Euro. Der Druck kostet etwa sechs Euro pro Shirt, das ergibt rund 180 Euro. Hinzu kommt eine einmalige Rüstkostenpauschale von etwa zwölf Euro für die Einrichtung des Logos beim ersten Druckauftrag. Insgesamt liegen die Kosten bei etwa 465 Euro brutto – rund 16 Euro pro Shirt.


Wer das gesamte Team ausstatten möchte, muss mit höheren Ausgaben rechnen. Für zehn Personen ergeben sich beispielhaft folgende Kosten:
Gesamt: rund 3.900 Euro brutto – etwa 390 Euro pro Person.
Maren Ulbrich rät, bei begrenztem Budget den Bestand nach und nach aufzubauen. Sabine Anton-Katzenbach verweist auf die Möglichkeit, einen Reservepool in den typischen Mitarbeitergrößen anzulegen. Aus diesem können sich die Mitarbeiter dann bei Bedarf bedienen. Ebenfalls empfiehlt sie, auf Qualität, Verarbeitung und Materialien zu achten. „Entscheidet sich ein Handwerksbetrieb für einen einheitlichen Look im Corporate Design, sollte er nicht am falschen Ende sparen“, rät Anton-Katzenbach.
Fazit: Einheitliche Kleidung schafft Wiedererkennung und Zusammenhalt!
Corporate Fashion kann einen wertvollen Beitrag zur Identifikation, zum Teamgeist und zum professionellen Auftritt eines Handwerksbetriebs leisten.
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