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Sie haben offene Stellen? Bewerber informieren sich im Netz über potenzielle Arbeitgeber.
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Freie Jobs?

Darum brauchen Sie eine Karriereseite im Netz

3 Argumente, warum Sie sich diese Chance bei der Suche nach Fachkräften nicht entgehen lassen sollten.

  • Potenzielle Bewerber werden sich auf jeden Fall auf Ihrer Website über Ihren Betrieb informieren. Eine Karriereseite zeigt, dass die Mitarbeitersuche bei Ihnen ein zentrales Thema ist.
  • Eine Karriereseite gibt Ihnen die Möglichkeit, sich detailliert als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Die meisten Bewerber kommen aus einem Arbeitsverhältnis, Sie müssen also besser sein als der jetzige Betrieb.
  • Über eine Jobseite schaffen Sie die Möglichkeit für eine niedrigschwellige und vertrauliche erste Kontaktausnahme.

Wer Fachkräfte oder Azubis sucht, sollte jede Möglichkeit nutzen, mit potenziellen Bewerbern in Kontakt zu kommen. „Viele Handwerksbetriebe verzichten aber leider auf eine eigne Karriereseite in ihrem Webauftritt“, sagt Daniel Dirkes, Bauunternehmer und Inhaber der Agentur „Auf Kurs“. Er hat drei Argumente, warum sich auch kleinere Betriebe diese Chance auf Fachkräfte und gute Azubis nicht entgehen lassen sollten.

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1. Ihre Website ist der Dreh- und Angelpunkt bei der Mitarbeitersuche

Egal, auf welchen Kanälen Sie trommeln – Social Media, Stellenanzeige in der Zeitung oder Werbung auf der Brötchentüte – gute potenzielle Bewerber werden sich vor einer Bewerbung immer auf Ihrer Website informieren. „Die Bewerber wollen sich ein Bild von dem Betrieb machen, bei dem sie sich bewerben. Diese Möglichkeit sollte deshalb unbedingt genutzt werden“, sagt Dirkes.

Deshalb sollte die Karriereseite prominent zu finden sein, mit einem direkten Link von der Startseite. „Ich kann mich nicht beklagen, dass ich keine neuen Leute finde, wenn die auf meiner Website gar nichts über Jobmöglichkeiten finden“, so Dirkes.

Mittlerweile sei in den Handwerksbetrieben das große Thema nicht mehr unbedingt, Kunden zu gewinnen, sondern Fachkräfte. „Die Websites sind trotzdem auf Kundengewinnung optimiert. Ich empfehle deshalb jedem, sich mal seine eigene Startseite daraufhin anzuschauen, ob sich Bewerber schnell angesprochen fühlen.“

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2. Mit einer Karriereseite präsentieren Sie sich als Arbeitgeber

Der erste Schritt ist geschafft, der mögliche neue Mitarbeiter hat von Ihrer Startseite auf die Karriereseite geklickt. Nun haben Sie eine gute Möglichkeit, sich und Ihren Betrieb als Arbeitgeber zu präsentieren. „Unsere Auswertungen zeigen, dass sich Besucher 1,5 bis zwei Minuten auf einer Jobseite aufhalten – im Internet ist das viel“, sagt Dirkes. „Die User informieren sich also gründlich über den Betrieb.“

Diese Möglichkeit gilt es zu nutzen, und zwar nicht mit langen Anforderungsprofilen, was der Kandidat alles mitbringen muss. „Zuerst muss ich dem Bewerber zeigen, was ich zu bieten habe, und zwar möglichst konkret“, betont Dirkes. Denn wer sich bei Ihnen bewirbt, tut das in der Regel aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus. „Sie müssen zeigen, dass Sie besser sind als der aktuelle Arbeitgeber.“ Auf leere Worthülsen (gutes Betriebsklima) sollte man dabei seiner Ansicht nach verzichten. „Das schreibt jeder. Besser, Sie beschreiben genau, was das bei Ihnen heißt.“

Auch kleinere Betriebe sollten sich diese Möglichkeit nicht entgehen lassen, so Dirkes. „Im Kampf um die Fachkräfte konkurrieren die kleinen mit den größeren Betrieben – und die haben oft gute Karriereseiten.“

Erst im zweiten Schritt können Sie Anforderungen an den Bewerber stellen. „Auch hier sollte man möglichst konkret werden und sich auf das Wichtigste beschränken“, rät Dirkes. Lange Listen mit erforderlichen Fertigkeiten schreckten Bewerber eher ab.

3. Eine Karriereseite ermöglicht schnelle und vertrauliche Kontaktaufnahme

Wer sich aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis auf einen neuen Job bewirbt, tut das oft mit einem leicht schlechten Gewissen gegenüber dem aktuellen Arbeitgeber. „Umso wichtiger ist es, dass die Karriereseite eine niedrigschwellige und vertrauliche Möglichkeit bietet, mit dem Betrieb in Kontakt zu kommen“, sagt Dirkes.

Verzichten Sie also auf komplizierte Bewerbungsformulare mit zahllosen Pflichtfeldern und geben Sie als Kontakt nicht die zentrale Mailadresse an. „Sichern Sie ausdrücklich Vertraulichkeit zu“, sagt Dirkes. „Das betonen Sie, indem Sie eine spezielle Mailadresse einrichten oder der Kontakt direkt zum Chef über die Handynummer aufgenommen werden kann.“ Wichtig sei die erste Kontaktaufnahme. „Lebenslauf oder Arbeitszeugnisse können Sie auch später noch anfordern“, ist Dirkes überzeugt.

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