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Politik und Gesellschaft

Elementarschäden versichern: die 7 wichtigsten Antworten

Starkregen und Hochwasser können im Betrieb erhebliche Schäden anrichten. Doch diese Naturereignisse sind über die klassische Gebäudeversicherung nicht abgedeckt.

Inhaltsverzeichnis

  • Über die Gebäudeversicherung sind Schäden in Folge von Naturereignissen wie Starkregen, Erdrutsch und Schneedruck nicht automatisch abgedeckt.
  • Gegen diese Risiken können sich Unternehmer absichern. Entsprechende Policen bieten alle Versicherer an, die auch Gebäudeversicherungen im Portfolio haben.
  • Ob Betriebe eine solche Versicherung brauchen, hängt von der Risikobereitschaft ab. Versicherungsberater Michael Jander rät Unternehmern, zu überlegen, ob sie einen Schaden im Ernstfall aus eigener Tasche zahlen können und wollen.
  • Wer sich für eine Absicherung gegen Elementarschäden entscheidet, benötigt zwei Zusatzbausteine zu bestehenden Versicherungen. Das kann zum Beispiel die Gebäude- oder die Inhaltsversicherung sein.

Ob Starkregen oder massiver Schneefall – Wetterextreme sind auf dem Vormarsch und nicht selten richten Naturkatastrophen hohe Schäden an. Wer im Schadensfall nicht auf den Kosten sitzenbleiben möchte, muss sich dagegen absichern – mit einer Elementarschadenversicherung. Versicherungsberater Michael Jander erklärt, was Elementarschäden genau sind, welche Betriebe sich absichern sollten und worauf beim Abschluss einer Police zu achten ist.

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#1: Was sind Elementarschäden?

Eine Versicherung dient grundsätzlich dazu, ein bestimmtes Risiko abzusichern. Eine Elementarschadenversicherung schützt Handwerksunternehmer vor den finanziellen Folgen von bestimmten Naturereignissen. Dazu gehören laut Michael Jander:

  • Rückstau infolge Starkregen
  • Überschwemmungen
  • Erdrutsch
  • Erdbeben
  • Vulkanausbrüche und
  • Schneedruck

„Diese Schäden sind nicht automatisch über die klassische Gebäudeversicherung des Betriebs abgesichert“, erläutert der Versicherungsberater. Häufig würden Versicherungen nur die Gefahren Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel anbieten. „Im Gegensatz zu Elementarschäden sind diese Versicherungen relativ günstig“, so Jander.

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#2: Wer braucht eine Elementarschadenversicherung?

„Philosophieren Sie nicht, ob Sie ein hohes Schadensrisiko haben oder nicht“, rät Michael Jander Unternehmern, die über eine Elementarschadenversicherung nachdenken. Stattdessen empfiehlt er, zu überlegen, wie stark ein Schaden den Betrieb finanziell bedrohen würde und ob Betriebsinhaber dafür allein aus eigener Taschen zahlen wollen.

In diesem Zusammenhang gibt der Versicherungsberater Folgendes zu bedenken: „Gerade bei Wasserschäden kommt schnell eine hohe Schadenssumme zustande.“ Als Beispiel nennt er einen Versicherungsfall aus dem Jahr 2013, der auf ähnliche Weise auch im Handwerk denkbar wäre:

  • Das Firmengebäude: Eine Maschinenhalle mit einer Größe von rund 300 Quadratmetern wurde überschwemmt. Die Wasserhöhe betrug etwa 150 Zentimeter.
  • Der Schaden für das Unternehmen: 650.000 Euro. Darunter waren Kosten für die Trocknungen, das Reinigen der Halle, das Verputzen und Streichen der Wände sowie die Instandsetzung der defekten Leitungen.

#3: Wer bietet Elementarschadenversicherungen an?

Eine Absicherung gegen Elementarschäden bieten laut Versicherungsberater Michael Jander alle Versicherer an, die auch Gebäudeversicherungen anbieten. Denn bei der Elementarschadenversicherung handelt es sich immer um einen optionalen Zusatzbaustein zu einer bestehenden Versicherung – das kann die Gebäude- oder die Inhaltsversicherung sein.

„Wer seinen Betrieb gegen Elementarschäden absichern möchte, braucht daher zwei Zusatzbausteine – einen für das Geschäftsgebäude und einen für den Inhalt“, erläutert Jander. Mehr Aufwand müssen Unternehmer betreiben, wenn sich Betrieb und Privatwohnung unter einem Dach befinden. Dann müssen Sie sich doppelt absichern – den Betrieb und die Privatwohnung.

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