Die Krankschreibungen ihrer Mitarbeiter sollen Betriebe bald elektronisch bei der Krankenkasse abrufen können.
Foto: mpix-foto - stock.adobe.com
Die Krankschreibungen ihrer Mitarbeiter sollen Betriebe bald elektronisch bei der Krankenkasse abrufen können.

Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Aus für den gelben Schein: Das müssen Betriebe zur eAU wissen

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sollte noch 2022 digital werden, nun verzögert sich der Start der sogenannten eAU für Betriebe und Mitarbeiter erneut.

Die gedruckte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sollte ab Mitte 2022 verschwinden und durch ein elektronisches Verfahren abgelöst werden. Doch jetzt zeichnet sich ab, dass die verpflichtende Einführung der elektronischen Krankschreibung (eAU) frühestens Anfang 2023 kommen wird.

Zwar läuft seit Jahresanfang ein Pilotprojekt, bei dem der Datenaustausch zwischen Krankenkassen und Arbeitgebern getestet wird. Der Bundestag hat allerdings beschlossen, dass diese Pilotphase wegen der Corona-Pandemie um ein halbes Jahr – also bis zum 31. Dezember 2022 – verlängert wird. Die elektronische Übertragung der Arbeitsunfähigkeitsdaten von den Ärzten an die Krankenkassen habe sich erheblich verzögert, heißt es im Gesetzentwurf. Nicht alle Ärzte hätten bis zum 1. Juli 2022 die technischen Voraussetzungen, um die Daten an die Krankenkassen zu übertragen.

Was Arbeitgeber zu Krankschreibungen wissen müssen

Beim Thema Arbeitsunfähigkeit halten sich hartnäckig einige Irrtümer. Hier sind die 9 wichtigsten Fragen und Antworten für Arbeitgeber.
Artikel lesen

Durch die eAU sollen Betriebe künftig die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ihrer Mitarbeiter bei der Krankenkasse abrufen können. Dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zufolge haben Mitarbeiter im Krankheitsfall dann aber weiter Pflichten. So müssten sich Versicherte zu Beginn der Arbeitsunfähigkeit weiterhin bei ihrem Arbeitgeber abmelden und ihm die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit mitteilen.

Einen neuen Austauschkanal benötigten Arbeitgeber für den Abruf der eAU nicht, so der GKV-Spitzenverband. Es werde ein Austauschverfahren genutzt, über das bereits etablierte Prozesse zwischen Krankenkassen und Arbeitgebern laufen.

Tipp: Sie interessieren sich für politische Entscheidungen, die das Handwerk betreffen? Mit dem Newsletter von handwerk.com bleiben Sie auf dem Laufenden. Jetzt anmelden!

Auch interessant:

Digitale Krankschreibung wird ab Herbst 2021 eingeführt

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird digital: Im Herbst 2021 beginnt die Umstellung. Auch auf Betriebe kommen Änderungen zu – aber deutlich später als ursprünglich geplant.
Artikel lesen

Bundesrat beschließt Aus für den gelben Schein

Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat das Bürokratieentlastungsgesetz abgesegnet. Eine der Folgen: Der gelbe Schein wird abgeschafft.
Artikel lesen

Bürokratieabbau: Wird der gelbe Schein abgeschafft?

Die Bürokratie bremst viele Handwerksbetriebe aus. In diesen Punkten will die Große Koalition für Entlastung sorgen.
Artikel lesen

Wir haben noch mehr für Sie!

Praktische Tipps zur Betriebsführung und Erfahrungsberichte von Kollegen gibt es dienstags und donnerstags auch direkt ins Postfach: nützlich, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an - schnell und kostenlos!
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.
arbeitsunfaehigkeitsbescheinigung-web.jpeg

Politik und Gesellschaft

Digitale Krankschreibung wird ab Herbst 2021 eingeführt

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird digital: Im Herbst 2021 beginnt die Umstellung. Auch auf Betriebe kommen Änderungen zu – aber deutlich später als ursprünglich geplant.

    • Politik und Gesellschaft

Die 9 wichtigsten Fragen und Antworten

Was Arbeitgeber zu Krankschreibungen wissen müssen

Beim Thema Arbeitsunfähigkeit halten sich hartnäckig einige Irrtümer. Hier sind die 9 wichtigsten Fragen und Antworten für Arbeitgeber.

    • Recht, Arbeitsrecht

Personal

2,5 Millionen: Immer mehr Arbeitnehmer melden sich „kinderkrank“

In den letzten zehn Jahren haben sich die Arbeitsunfähigkeitsmeldungen von Mitarbeitern wegen einer Erkrankung ihrer Kinder mehr als verdoppelt. Der Arbeitgeber-Präsident begrüßt die Entwicklung.

    • Personal

Statt persönlicherm Arztbesuch

Krankschreibung künftig per Videosprechstunde möglich

Ärzte dürfen künftig die Arbeitsunfähigkeit von Arbeitnehmern per Videosprechstunde feststellen. Aber nur unter diesen Voraussetzungen.

    • Personal