Für Handwerker, die ihr Fahrzeug auf einer jetzt veröffentlichenten Liste des Kraftfahrt-Bundesamtes finden, können unter Umständen für die Umrüstung eine staatliche Förderung in Anspruch nehmen.
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Diesel-Nutzfahrzeuge

KBA genehmigt Hardware-Nachrüstung für leichte Nutzfahrzeuge

Ein Förderprogramm für die Hardware-Nachrüstung von Diesel-Nutzfahrzeugen gibt es schon länger. Jetzt gibt es auch das erste zugelassene System.

Diverse Nutzfahrzeugmodelle der Hersteller Daimler und Volkswagen können ab sofort mit einem Abgasreinigungssystem nachgerüstet werden. Denn das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat das erste Nachrüstsystem für leichte Handwerker- und Lieferfahrzeuge mit Dieselantrieb zugelassen.

Die Zulassung des Nachrüstsystems gilt für Nutzfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von 2,8 bis 3,5 Tonnen. Welche Modelle des Mercedes Sprinter, des Crafter und des T5 konkret davon erfasst sind, zeigt diese Liste.

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Handwerker, die ihre Diesel-Nutzfahrzeuge umrüsten lassen, können damit eine staatliche Förderung bekommen. Ein entsprechendes Programm hatte die Bundesregierung Ende 2018 auf den Weg gebracht. Eine der Voraussetzungen für den Erhalt der Förderung: Handwerker müssen sich für ein Stickoxidminderungssystem entscheiden, das vom KBA zugelassen ist.

Kritik am Programm kommt vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Präsident Hans Peter Wollseifer moniert, dass die Höchstförderung abgesenkt wurde, ehe überhaupt erste Nachrüstsätze zugelassen wurden. Er fordert, die Absenkung der Höchstförderung zurückzunehmen. Denn nur so könne die von der EU ermöglichte 80-Prozent-Förderung auch von den Betrieben genutzt werden.

Die Förderrichtlinie des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) sieht aktuell zwar eine maximale Förderquote von 80 Prozent vor, allerdings ist die Fördersumme auf 3.000 Euro gedeckelt. Dem BMVI zufolge kostet die Umrüstung von leichten Nutzfahrzeugen zwischen 4.000 bis 8.000 Euro.

Details zum Förderprogramm finden Sie auf der Website der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen.

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