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Bauprojekte

KfW-55-Förderung für Neubau wieder aufgelegt

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat weitere Millionen für die Förderung des Effizienzhausstandards freigegeben – mit einer Einschränkung.

2 Min.17.09.2025, 16:17 Uhr (Aktualisiert am 15.09.2026, 11:22 Uhr)
Von
Martina Jahn
Martina Jahn
Martina Jahn
Ein freistehendes Haus in der Natur, dessen Wände mit großen Euro-Scheinen bedruckt ist.
Reicht das Geld für die Fertigstellung der begonnenen Bauprojekte? Die Bauverbände reagieren verhalten auf die Neuauflage der Förderung. KB3 - stock.adobe.com

Zitiervorschlag

KfW-55-Förderung für Neubau wieder aufgelegt. In: /politik-und-wirtschaft/kfw-55-foerderung-fuer-neubau-wieder-aufgelegt, 17.09.2025, /politik-und-wirtschaft/kfw-55-foerderung-fuer-neubau-wieder-aufgelegt (abgerufen am: 07.11.2026)

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Martina Jahn
Martina Jahn

Redakteurin für Betriebsführung, Politik & Wirtschaft und Akademie & Events

Nach dem Beschluss des Bundestages sollen kurzfristig 59 Millionen Euro für die KfW-55-Förderung freigemacht werden. Die Bundesregierung setzt damit eine im Koalitionsvertrag vereinbarte Maßnahme um. Der Haushaltsausschuss im Bundestag hat dem nun zugestimmt. 2022 war die Förderung gestoppt worden, daher konnten einige Neubauprojekte nicht mehr realisiert werden. Die Förderung sei allerdings nur befristet für das Jahr 2025 und für bereits genehmigte Projekte vorgesehen, diese sollten nun zügig abgeschlossen werden.

Bauhandwerk reagiert verhalten

Die Einführung der im Koalitionsvertrag enthaltenen befristeten EH55-Förderung zur Aktivierung des Bauüberhangs sei zwar richtig und wichtig. Ob das Volumen von 59 Millionen Euro jedoch ausreiche, ist laut dem Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) fraglich. „Wir haben derzeit rund 631.000 Wohnungen im Bauüberhang, davon 301.000 noch nicht begonnen“, rechnet Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des ZDB vor. Viele dieser Projekte seien unter anderen Finanzierungsbedingungen geplant worden und heute nicht mehr wirtschaftlich. „Eine befristete EH55-Förderung würde diese Wohnungen wieder realisierbar machen und damit den dringend benötigten Wohnraum sichern.“

„Tropfen auf den heißen Stein“

Auch der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) reagiert verhalten auf die Rückkehr der Förderung. Die geplante Summe sei „angesichts der Dimension der Baukrise ein Tropfen auf den heißen Stein“, so ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Daniel Föst. Denn die eigentlichen Bremsklötze liegen seiner Meinung nach nicht im Bereich der Förderung allein, sondern bei massiv gestiegenen Baukosten, hohen Zinsen und unsicheren Rahmenbedingungen. „Hier hilft auch die temporäre Rückkehr zu EH55 nicht über die strukturellen Probleme hinweg“, betont Föst.

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