Wie diese kleinen Roboter im Team komplexe Strukturen errichten können, wurde in einem Forschungsprojekt untersucht.
Foto: ICD/ITKE University of Stuttgart, Leder, Weber

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Können diese Mini-Roboter bald Bauwerke errichten?

Diese Maschinchen haben nur zwei Greifer und eine Rotationsachse. Doch wenn sie als Team auftreten, sollen sie komplexe Konstruktionen bauen können.

Können diese Roboter Bauprozesse revolutionieren? Auf sich allein gestellt sind sie doch einigermaßen bewegungsunfähig: Mit einem Greifer oben und einem unten ist ein einzelner Roboter in der Lage, Holzlatten zu greifen. Seine einzige Rotationsachse erlaubt es ihm, links- oder rechtsherum zu rotieren.

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Doch von der vermeintlichen Bewegungseinschränkung ist nichts mehr übrig, wenn sechs dieser sogenannten robotischen Knoten im Zusammenspiel mit standardisierten Holzleisten ihr Werk verrichten. Wie das funktioniert, haben Samuel Leder und Ramon Weber von der Universität Stuttgart untersucht. Im Projekt „Distributed Robotic Assembly System for In-Situ Timber Construction“ zeigen sie unter anderem, wie sechs dieser robotischen Knoten im richtigen Zusammenspiel alle Freiheitsgrade eines Sechs-Achs-Industrieroboters nachbilden können.

Entwicklungsziel: Die Mini-Roboter sollen sich dezentral einsetzen lassen, um autonom komplexe Bauten direkt auf einer Baustelle zu errichten. Mehrere dieser Systeme könnten dabei parallel arbeiten. Auch feste Schraubverbindungen sind vorgesehen. Dazu wurde eine Art Bohraufsatz für die Mini-Roboter entwickelt.

Im Rahmen der Forschungsarbeit sind insgesamt vier Prototypen entstanden, die das Funktionsprinzip zunächst noch auf einer einzigen Ebene demonstrieren. Die Prototypen entstanden aus günstigen Bauteilen und können daher bisher nur eine Latte plus einen weiteren Roboter halten. Das Konzept soll aber im Rahmen der Exzellenzstrategie – gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft – weiterentwickelt werden.

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