Seit Anfang 2019 gibt es neben „männlich“ und „weiblich“ mit „divers“ offiziell ein drittes Geschlecht.
Foto: krissikunterbunt - stock.adobe.com

Gesetzesänderung

Neuerung 2019: „Divers“ ist offiziell drittes Geschlecht

Männlich, weiblich und divers: Im Geburtenregister gibt es seit dem 1. Januar drei Geschlechtsoptionen. Auch für Arbeitgeber ist das dritte Geschlecht ein Thema.

Seit dem 1. Januar gibt es neben „männlich“ und „weiblich“ offiziell ein drittes Geschlecht. „Divers“ heißt die Bezeichnung, die nun als weitere Option im Geburtenregister zur Verfügung steht. Sie dient dazu, Personen zuzuordnen, die nicht eindeutig einem Geschlecht zuzurechnen sind.

Grund für diese Änderung ist das „Gesetz zur Änderung der in das Geburtenregister einzutragenden Angaben“, das Bundestag und Bundesrat Mitte Dezember beschlossen haben. Damit haben sie auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts reagiert. Das hatte 2017 entschieden, dass die bloße Unterscheidung zwischen männlich und weiblich gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht verstößt und ein drittes Geschlecht in das Personenstandsregister aufgenommen werden muss.

Das dritte Geschlecht ist auch für die Wirtschaft ein Thema – zum Beispiel bei Stellenausschreibungen. Viele Arbeitgeber haben bereits reagiert. In vielen Ausschreibungen ist deshalb neben den Abkürzungen für männlich (m) und weiblich (w) nun auch die Abkürzung „d“ für divers zu finden. „Ich rate dringend dazu, das dritte Geschlecht bei Stellenanzeigen zu berücksichtigen“, sagt Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht und Mitglied im Arbeitsrechtsausschuss des Deutschen Anwaltvereins. Mehr zum Thema erfahren Sie im Beitrag „Was Arbeitgeber über das dritte Geschlecht wissen müssen“.

Auch interessant:

Was Arbeitgeber über das dritte Geschlecht wissen müssen

Niemand darf wegen seines Geschlechtes diskriminiert werden – das gilt auch für Menschen, die weder männlich noch weiblich sind. Das hat Folgen für Ihren Betrieb.
Artikel lesen >

„Junges und dynamisches Unternehmen“ diskriminiert niemanden

Ein junges Unternehmen darf sich in einer Stellenanzeige auch so beschreiben, urteilte ein Gericht. Es wies die Klage einer abgelehnten Bewerberin zurück.
Artikel lesen >

Stellenanzeigen für Frauen attraktiver machen

Wollen Sie mehr Frauen für Ihren Betrieb gewinnen? Dann sollten Sie unbedingt einen kritischen Blick auf Ihre Stellenausschreibungen werfen.
Artikel lesen >
18 Stuckateure schafften mit ihrem Stuckstab einen Eintrag in Guinness Buch der Rekorde.
Foto: Argus - stock.adobe.com

Panorama

Weltrekord: Stuckateure fertigen 105-Meter-Stuckstab

Azubis und Profis arbeiteten für einen Eintrag ins Guinness-Buch Hand in Hand. Handwerker wollten so auch für die Attraktivität der Bauberufe werben.

Laut einer Befragung der KfW-Bankengruppe planen 52,2 Prozent fest, in den kommenden 2 Jahren in Digitalisierung zu investieren.
Foto: opolja - stock.adobe.com

Unternehmensbefragung der KfW

Digitalisierung: Jeder zweite Betrieb plant Investitionen

Im Handwerk wollen viele Betriebe digitalisieren. Doch wofür planen sie, Geld auszugeben, und was sind die größten Hemmnisse? Eine Studie liefert Antworten.

Dann hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und schließen Sie keine Verträge am Telefon ab. Und achten Sie auf Hinweise, die deutlich machen, dass vielleicht ein Betrüger an der Strippe sein könnte.
Foto: olly - Fotolia.com

Marketing und Werbung

5 Tipps: Werbeanrufer erkennen und ihre Tricks gezielt nutzen

In der Flut der täglichen Anrufe ist es schwer, ernst gemeinte von unseriösen Angeboten zu unterscheiden. So erkennen Sie lästige Anrufer und nutzen ihre Tricks.

Er will demnächst die Fahrzeuge mit GPS-Ortung ausstatten und eine digitale Zeiterfassung einführen.
Foto: Privat

Digitalisierung + IT

Serie: Genial digital! So nutzen Handwerker die Digitalisierung

Was sind die beliebtesten Handwerker-Apps, welche Social-Media-Strategie hat sich im Betrieb bewährt? Das verraten Handwerker in dieser Kurzinterview-Reihe.