Im Navara N-Guard vereinen sich Handwerk und Wochenendtrip.
Foto: Dennis Gauert

Fahrbericht

Unterwegs mit dem Nissan Navara N-Guard

Nissan putzt den Navara weiter heraus: Trendiges schwarz für die „Kriegsbemalung“ und viel Komfort im Inneren. Wir waren mit dem N-Guard auf Tour.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick

  • Der Spaß am Nutzfahrzeug hat die Konstrukteure geleitet: Das Sondermodell N-Guard des Pick-ups Navara setzt auf SUV-Tugenden und gibt sich edel. Klimaautomatik, anklappbare Spiegel, Kamera in Bug und Heck sind ebenso an Bord wie Teilledersitze und ein Schiebedach.
  • Rauer Charme: All diese Komfortmerkmale verhehlen aber nicht die Herkunft des Navara N-Guard aus dem Nutzfahrzeugsegment: Ein solider Leiterrahmen dient dem Pick-up als stabile Basis. Allradprogramme und eine Differenzialsperre lassen auch mittleres Gelände zu sanften Hügeln werden.
  • Nehmerqualitäten: 2,46 Quadratmeter Ladefläche, 966 Kilogramm Nutzlast und 3,5 Tonnen am Haken – der Japaner mit französischen Genen ist ein bärenstarker Lastesel.
  • Und der Preis: Unter dem Strich stehen beim Sondermodell N-Guard mindestens 36.729 Euro (zzgl. MwSt.). Damit bietet der Japaner viel für einen im Vergleich noch durchaus moderaten Preis.

Mit moderner Kriegsbemalung und einem Entenbürzel als Abrisskante hebt sich der Navara rein optisch von seinen Modellbrüdern ab. Die Ausstattung umfasst auch schwarz lackierte Leichtmetallfelgen sowie den Verzicht auf sämtliche Chromteile. Grillumrahmung, Einstiegleisten, Außenspiegel und Heckstoßstange sind nämlich ebenso in Schwarz getaucht. Damit stehen dem N-Guard die Farbkombinationen moderner Trendsportartartikel Modell. Ein Mountainbike im Partnerlook dürfte jedenfalls schnell gefunden sein.

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Spaß am Nutzfahrzeug

In der N-Guard-Ausstattung geht es vor allem um Spaß am Nutzfahrzeug. Der stärkste im Navara erhältliche 2.3-Liter-Turbodiesel leistet 190 PS und wird mit einem Sieben-Gang-Automatikgetriebe gekoppelt. Ab da führen die Wellen die Kraft nach Bedarf auf alle vier Räder. Auf rutschigem Untergrund dürfen die Allradfahrprogramme und die Differenzialsperre laufen. Für den Normalbetrieb reicht auch der Heckantrieb aus, der den Freizeitcowboy auf bis zu 180 km/h beschleunigt. In knapp elf Sekunden ist der Sprint bis auf 100 Kilometer pro Stunde absolviert. Zusammen mit der Automatik reitet der Navara an der Ampel also kräftig los.

Zwischen Lastesel und SUV

Die Fahreigenschaften sind halb Lastenesel halb SUV. Durch den Leiterrahmen und die Schraubenfedern an der Hinterachse dringen die üblichen Hoppler zwar zum Fahrer durch, insgesamt fährt sich der N-Guard unaufgeregt und gutmütig. Ist er unbeladen, meldet sich bei Regen aber schnell das Heck zu Wort, das auch mit nach vorne will. Hier bremst das ESP zuverlässig, wenn auch etwas ruppig ein und hält den 2,1 Tonnen schweren Pick-up in der Spur. Die Lenkung ist komfortabel abgestimmt, gibt aber wenig Rückmeldung. Ein voll ausgestatteter Pritschenwagen ist eben kein stadtfeines SUV.

Edler Innenraum

Dabei spricht der Innenraum diese Sprache fließend: Teilledersitze, Türverkleidungen und Armlehnen sind mit gelben Doppelziernähten durchzogen. Das modellspezifische Fußmattendesign tut sein Übriges, um die Kanzel erfrischend wohnlich zu gestalten. Das große Highlight im N-Guard ist aber das Schiebedach, das man bei Pick-ups für gewöhnlich vermisst. Die Ausstattungslinie ist also das, was Reklamespezis heute als „Active“ proklamieren würden: nämlich freizeitorientiert.

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