97 Prozent der Betriebe haben demnach mittlerweile eine Website. Social Media nutzen hingegen nur knapp ein Drittel.
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Studie von ZDH und Bitkom

So digital sind Handwerksbetriebe im Jahr 2020

Die meisten Handwerksbetriebe sehen die Digitalisierung als Chance, wie eine Studie zeigt. Sie deckt auch auf, worauf Betriebe setzen und was sie hemmt.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • 66 Prozent der Handwerksbetriebe sehen die Digitalisierung laut einer Studie von ZDH und Bitkom als Chance.
  • Bei den digitalen Anwendungen sind im Handwerk vor allem Cloud Computing und smarte Software verbreitet. Der Einsatz von kostenintensiven Technologien wie Künstlicher Intelligenz und Robotern bewegt sich auf einem niedrigen Niveau.
  • Online sind die meisten Betriebe präsent: Fast alle haben mittlerweile eine Website, Social Media ist nur bei knapp einem Drittel im Einsatz.
  • Als größtes Hemmnis bei der Digitalisierung nennen Handwerksbetriebe die Investitionskosten sowie die Sorge um IT- und Datensicherheit.

Ob Drohnen, 3D-Drucker oder Cloud Computing – die Digitalisierung durchdringt das Handwerk zunehmend. Mittlerweile setzen 53 Prozent der Betriebe auf digitale Technologien und Anwendungen, das sind 8 Prozentpunkte mehr als noch 2017. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und der Bundesverband Informationswirtschaft (Bitkom) gemeinsam in Auftrag gegeben haben. 502 Handwerksbetriebe wurden befragt. Hier einige Ergebnisse im Überblick.

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Wie stehen Handwerker zur Digitalisierung?

Die Studie zeigt, dass Handwerker der Digitalisierung mit gemischten Gefühlen gegenüberstehen:

  • 66 Prozent nehmen sie als Chance wahr und 13 Prozent als Risiko.
  • 54 Prozent sind der Meinung, dass die Digitalisierung zur Existenzsicherung beiträgt.
  • 56 Prozent betrachten sie als Herausforderung.
  • 36 Prozent räumen ein, dass sie Probleme haben, die Digitalisierung zu bewältigen.

Welche digitalen Anwendungen nutzen Betriebe?

Mit Abstand am weitesten verbreitet ist im Handwerk das Cloud Computing. 27 Prozent der Betriebe nutzten die Technologie. Weniger verbreitet ist Smarte Software (13 Prozent), die zum Beispiel Arbeitszeiten automatisch nach Projektstatus einteilt, gleiches gilt für Trackingsysteme (12 Prozent). Die vorausschauende Wartung von Anlagen haben 10 Prozent der Betriebe im Einsatz.

Auf noch niedrigerem Niveau liegt die Nutzung von kostenintensiven Technologien wie Robotern (5 Prozent) und Künstlicher Intelligenz (2 Prozent). Aber auch 3D-Technologie (7 Prozent), Drohnen (5 Prozent) und Virtual Reality (2 Prozent) werden relativ wenig genutzt.

Was wird im digitalen Handwerksbüro genutzt?

Digital aufgestellt sind Handwerker vor allem im Büro: Bei der Organisations- und Verwaltungsarbeit setzen 64 Prozent der Betriebe mittlerweile auf digitale Anwendungen, das ist ein Plus von 7 Prozentpunkten gegenüber 2017. Mit Abstand am häufigsten sind sogenannte CRM-Systeme im Einsatz: 52 Prozent erfassen und verwalten damit die Kundenaufträge. Eine ECM-Software zur digitalen Organisation von Dokumenten nutzen 31 Prozent der Handwerksunternehmen. Die Personalplanung erfolgt bei 20 Prozent mit einer digitalen Anwendung.

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