Verknüpft die Vorteile von beruflicher und akademischer Bildung.
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Politik und Gesellschaft

Duales Studium: Was im Handwerk alles möglich ist

Studium oder Ausbildung im Handwerk? Diese Entscheidung muss nicht sein, denn beides lässt sich miteinander kombinieren. Eine neue Publikation gibt erstmals einen Überblick, was alles möglich ist.

Im Handwerk gibt es vielfältige Möglichkeiten für ein duales Studium. Das geht aus der Publikation „Duales Studium in Zahlen – Sonderauswertung im Handwerk“ hervor, die der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erstellt hat.

Demnach gibt es bundesweit insgesamt 157 ausbildungsintegrierende duale Studiengänge mit Handwerksbezug. Davon richten sich 21 ausschließlich an Auszubildende, die einen Abschluss in einem Handwerksberuf anstreben. Weitere 136 Angebote stehen Auszubildenden sowohl in Handwerksberufen als auch in anderen Berufen offen.

Die meisten der 157 dualen Studiengänge werden in Kooperation mit Fachhochschulen angeboten. Insgesamt sind das 129. Es gibt aber auch 19 universitäre Angebote, die mit einer handwerklichen Ausbildung kombinierbar sind.

Bei den hochschulischen Fachrichtungen dominiert der Maschinenbau die ausbildungsintegrierenden Studiengänge mit Handwerksbezug. Dort gibt es 40 verschiedene Angebote (25,5 Prozent). Es folgen die Elektrotechnik mit 36 Studiengängen (22,9 Prozent) und das Bauingenieurwesen mit 27 Studiengängen (17,2 Prozent).

Mit insgesamt 106 Studiengängen gibt es zahlenmäßig die meisten Angebote für den Handwerksberuf des Elektronikers. Auch im Bauhauptgewerbe sind viele Möglichkeiten vorhanden. So gibt es für den Beruf des Maurers 29 Studienangebote, die mit einer Ausbildung kombinierbar sind. Bei den Zimmerern sind es 26.

Den vollständigen Überblick finden Sie auf der Webite des BIBB.

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