Videokonferenzen sparen Zeit, müssen aber auch gut organisiert sein. Vor allem ein Moderator ist wichtig.
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Corona

Videokonferenzen: Krisenkommunikation mit Nebeneffekt

Mehr Flexibilität, konzentrierte Gespräche, kürzere Wege: Dieser Handwerksbetrieb profitiert von Videokonferenzen – mit einem überraschenden Effekt im Team.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Peter Möhle nutzt Videokonferenzen für Baubesprechungen, Vorstandssitzungen in der Innung und auch für Gespräche mit Mitarbeitern.
  • Die Vorteile: Die Gespräche sind konzentrierter und persönlicher als am Telefon und sparen Zeit. Termine lassen sich flexibler finden. Positiver Nebeneffekt: Die Mitarbeiter arbeiten selbstständiger.
  • Sein Tipp: Auch Videokonferenzen brauchen einen Moderator, der den Hut auf hat.

Videokonferenzen gehören aufgrund der Corona-Krise zum Alltag. Manche mögen sie, andere tun sich damit schwer und warten ungeduldig auf die Rückkehr zum persönlichen Treffen. Auch Sanitär- und Heizungsbaumeister Peter Möhle (38) bevorzugt das persönliche Gespräch. Doch der Geschäftsführer der Hermann Möhle GmbH in Osnabrück sieht auch Vorteile, auf die er in seinem SHK-Betrieb nach der Krise nicht verzichten will.

Herr Möhle, seit wann nutzen Sie Videokonferenzen im Betrieb?

Peter Möhle: Die erste Videokonferenz haben wir am 31. März abgehalten. Auslöser war die Corona-Krise. Videokonferenzen sind eine gute Möglichkeit, in der Krise persönliche Kontakte zu reduzieren. Wir nutzen Zoom für Baubesprechungen, für Vorstandssitzungen in der Innung und teilweise auch für den Austausch mit unseren Monteuren. In Einzelgespräche mit Monteuren nutzen wir oft auch Facetime.

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Welche Vorteile haben Videokonferenzen aus Ihrer Sicht?

Möhle: Sie haben den Vorteil, dass man sich sieht und die Gespräche Auge in Auge führt. Dadurch ist die Kommunikation intensiver und konzentrierter als am Telefon. Am Telefon wird mehr durcheinander gesprochen als per Video. Natürlich spart es auch Zeit, wenn man nicht so oft zu den Baustellen fahren muss. Und manchmal ist es leichter, kurzfristig einen gemeinsamen Termin mit allen Gesprächspartnern zu finden, wenn der Zeitaufwand für die Anreise entfällt. Neulich mussten wir etwas im Innungsvorstand klären – das hätte so kurzfristig mit einem persönlichen Treffen nicht geklappt. Außerdem habe ich im Team einen positiven Nebeneffekt festgestellt: Mitarbeiter treffen öfter selbst Entscheidungen, statt sich darauf zu verlassen, dass wir ihnen diese Entscheidungen abnehmen. Natürlich sprechen wir immer noch miteinander, am Telefon oder per Facetime. Aber ich muss nicht mehr jede Frage beantworten.

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