Handwerksunternehmer sollten auch darauf achten, dass ihr Team noch ausreichend Urlaub dafür hat.
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Urlaubszeit

4 Tipps: So organisieren Sie Ihre Betriebsferien

Sommerzeit – Urlaubszeit. Einige Handwerker machen ihren Betrieb für ein paar Wochen dicht. Laufen da nicht die Kunden weg? 4 Dinge, die Sie beachten sollten.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Kommunikation ist alles: Wer Betriebsferien macht, sollte Kunden mindestens zwei Wochen im Voraus informieren.
  • Kanäle dafür gibt es viele: Schaufenster, Website, Flyer, Social Media – all diese Kommunikationskanäle können Betriebe nutzen, um Kunden nicht zu verprellen.
  • Aber auch das Team sollte entsprechend früh informiert werden. Dann können alle besser planen.
  • Arbeitsrechtlich sitzt der Chef am längeren Hebel und kann Betriebsferien anordnen. Allerdings müssen dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Ferienzeit ist auch für Handwerker Urlaubszeit – in einigen Unternehmen auch die Zeit für Betriebsferien. Viele Chefs schließen den Betrieb für zwei oder drei Wochen komplett ab. Sie gönnen sich und dem Team eine längere Auszeit am Stück.

So gehen Arbeitgeber die Urlaubsplanung richtig an

Die Urlaubsplanung birgt Konfliktpotenzial – besonders begehrt sind Brückentage. Durch ein geschicktes Vorgehen und die Beachtung wichtiger Grundsätze können Sie mögliche Probleme aus dem Weg räumen.
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Doch was ist mit den Kunden? Wenn dort der Wasserhahn tropft oder das Dach undicht ist, erreichen sie den Handwerker ihres Vertrauens nicht. Damit das nicht passiert, sollten Sie diese Tipps von Betriebsberater Karsten Gäde von der Handwerkskammer Magdeburg beherzigen:

1. Kunden rechtzeitig informieren – auf allen Kanälen

„Nutzen Sie alle Kanäle, mit denen Sie sonst auch mit den Kunden kommunizieren“, sagt Gäde. Er rät, über Aushänge im Schaufenster, auf der Website und über die Social-Media-Kanäle den Zeitraum der Betriebsferien mindesten zwei bis drei Wochen im Voraus bekanntzugeben. So könnten sich Kunden darauf einstellen.

Wenn Betriebe rechtzeitig auf die zeitweilige Schließung aufmerksam machten, würden Kunden das auch nicht übel nehmen – im Gegenteil. „Die Akzeptanz, besonders der Stammkunden, für Betriebsferien ist hoch“, weiß Gäde aus Gesprächen mit Handwerksunternehmern.

Selbst wenn die Kundschaft für eine kurze Zeit an Kollegen verwiesen wird, sei sie noch lange nicht weg. „Kommunikation und Offenheit ist wichtig“, sagt Gäde. Auch dann, wenn der Betrieb wieder offen ist, sollte das veröffentlicht werden. „Dann wissen Kunden, dass Sie wieder da sind.“

2. Chance auf regionale Kooperation nutzen

Nicht nur Kunden seien heutzutage eher bereit, zu akzeptieren, wenn Handwerksbetriebe Betriebsferien machen. Kollegen untereinander verstehen es laut Karsten Gäde auch eher als Chance, sich gegenseitig zu vertreten. „Der Konkurrenzkampf um jeden Kunden wird weniger“, sagt er. Gerade in Zeiten voller Auftragsbücher seien manche Unternehmer froh, wenn sie Kunden an Kollegen weiterempfehlen könnten. Das gelte auch für die Urlaubszeit.

„Betriebe helfen sich in den meisten Fällen gern untereinander aus. Sie bilden Kooperationen und arbeiten auf vielschichtige Weise zusammen“, betont der Betriebsberater. Daraus entstehen Netzwerke und partnerschaftliche Geschäftsbeziehungen, die jedem Betrieb nutzen, weiß Gäde. Denn niemand wolle seine Kunden verprellen, sondern glücklich machen.

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