Drei Unternehmensberater sagen, was Sie im Idealfall über Ihren Wettbewerb wissen sollten, damit Sie sich gut positionieren können!
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Strategie

7 Dinge, die Handwerker über ihren Wettbewerb wissen sollten

Auf dem Markt sind Sie mit Ihrem Betrieb nicht alleine unterwegs. Da schadet es nicht, die Konkurrenz im Blick zu haben. Drei Unternehmensberater verraten, worauf Sie achten sollten.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Märkte und Branchen entwickeln sich. Aber sind Sie im Vergleich zur Konkurrenz gut aufgestellt? Und haben Sie überhaupt Konkurrenz? Ein Blick auf den Wettbewerb gibt Ihnen Aufschluss.
  • Drei Unternehmensberater erläutern, was Sie deshalb idealerweise über Ihre Wettbewerber wissen sollten.
  • Ob Stärken und Schwächen des Wettbewerbs oder die allgemeine Branchenentwicklung – die Berater geben Tipps, welche Bereiche Sie im Blick haben sollten und warum Ihnen diese Informationen nützlich sein können.

Wettbewerb gehört zur Marktwirtschaft dazu. Mit Ihrem Betrieb wollen Sie Geld verdienen – genau das wollen andere auch. Im Wettbewerb um Kunden und Aufträge ist es daher gut, zu wissen, was die Konkurrenz macht. Doch welche Fragen sollten Sie sich stellen?

#1: Womit Wettbewerber ihr Geld verdienen

Gleiches Gewerk und gleiche Stadt – aber ist ein anderer Betrieb deshalb wirklich ein Wettbewerber, mit dem Sie um die gleichen Aufträge konkurrieren? „Das muss nicht sein“, sagt Berater Werner Broeckmann. Um Klarheit zu schaffen, rät er Unternehmern, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, womit ein vermeintlicher Wettbewerber sein Geld verdient. „So stellen Sie eventuell fest, dass gar keine Wettbewerbssituation besteht.“ Was er damit meint, erläutert er am Beispiel von zwei Metallbauern:

  • Betrieb 1 hat eine Werkstatt, die mit vielen, teuren Maschinen ausgerüstet ist. „In diesem Metallbaubetrieb wird die Auslastung der Maschinen eine große Rolle spielen“, sagt Broeckmann. Der Fokus dürfte daher auf hohen Stückzahlen liegen.
  • Betrieb 2 verfügt zwar über Maschinen, die sind aber nicht so modern. „Dieser Betrieb bietet eventuell Leistungen an, die andere Metallbauer weniger gerne anbieten“, sagt der Berater. Der Fokus könne daher möglicherweise auf eher ausgefallenen Leistungen liegen.

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#2: Was Wettbewerber besonders gut machen

Sie wollen Ihren Betrieb weiterentwickeln und suchen Inspiration? „Dann schauen Sie sich an, wie sich andere Betriebe am Markt positionieren und was sie besonders gut machen, davon können Sie lernen“, sagt Berater Edmund Cramer. Das könne beispielsweise die Angebotserstellung, der Internetauftritt oder der eingesetzte Fuhrpark sein.

Sollten Ihnen Best-Practice-Beispiele aus Ihrem Gewerk nicht reichen, dann hat Cramer noch einen Tipp für Sie: „Suchen Sie sich vergleichbare Branchen und gucken Sie, wie die vorgehen.“

#3: Welche Schwächen Wettbewerber haben

Jeder hat Schwächen – auch Ihre Wettbewerber. „Wenn Sie die kennen, können Sie das unter Umständen zu ihrem Vorteil nutzen“, sagt Strategie- und Krisenmanager Olaf Marticke. Vielleicht hat Ihr Wettbewerb trotz guter Auftragslage unzufriedene Mitarbeiter. Möglicherweise hat er sich mit einem Kundenauftrag „verhoben“ und dadurch Probleme.

Nach Einschätzung des Beraters ist es oft gar nicht so schwer, an solche Informationen zu kommen: „Wenn Sie mit offenen Augen durch die Welt gehen, bekommen Sie Vieles mit“, sagt er. So könnten Sie auf einer Baustelle etwa aufschnappen, dass Mitarbeiter eines Wettbewerbers unzufrieden sind. Und dann? „Solche Kollegen können Sie durchaus motivieren, sich bei Ihnen zu bewerben“, meint Marticke.

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