Ideenexpo 2026: Hier können Besucher die Vielfalt des Handwerks erleben
Mitmachen und ausprobieren: Vom 20. bis 28. Juni wird das Messegelände in Hannover zum Treffpunkt für junge Menschen. Das Handwerk ist Partner der Messe und bietet zahlreiche Workshops an.
Die Berufe im Handwerk sind vielfältig, die Tätigkeiten abwechslungsreich und die Einsatzorte manchmal auch außergewöhnlich. Ein Beispiel dafür ist der neu gestaltete Eingangsbereich des Erlebnis-Zoos Hannover. Auf einer großen Holz-Fassade sind Tierfiguren und andere Gestaltungselemente eingearbeitet. Umgesetzt haben die Arbeiten die Zimmerer von Holzbau Cordes aus Rotenburg / Wümme (Niedersachsen).
„Solche Projekte machen deutlich, wie viel Kreativität, technisches Know-how und handwerkliches Können in unserem Beruf stecken. Genau diese Bandbreite wollen wir jungen Menschen zeigen und ihnen vermitteln, welche spannenden Perspektiven das Handwerk bietet“, sagte Nele Cordes beim Pressetermin der Ideenexpo. Sie ist seit zweieinhalb Jahren im Familienbetrieb tätig und hat zuvor Bauwirtschaft mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Auch ihre Schwester Nina arbeitet in der Zimmerei mit. Ihr Vater Ulf Cordes ist Inhaber des Betriebs mit 70 Mitarbeitenden. Projekte wie im Zoo Hannover zeigten anschaulich, wie vielseitig und gestalterisch anspruchsvoll Handwerk sein kann, betonten die Schwestern.
Handwerk ist Partner der Ideenexpo

“Die Ideenexpo bringt junge Menschen und Handwerksunternehmen und ihren Auszubildenden zusammen und macht Berufe nicht nur erklärbar, sondern vor allem erlebbar.”
Die Ideenexpo ist Europas größte Technologie- und Innovationsmesse für junge Menschen und findet alle zwei Jahre statt. Sie hat sich in den vergangenen Jahren als Plattform für Nachwuchsförderung in sogenannten MINT-Berufen entwickelt. Das Handwerk war von Beginn an als Partner mit dabei. „Das Handwerk bietet jungen Menschen hervorragende berufliche Perspektiven – von klassischen Gewerken bis hin zu hochspezialisierten Tätigkeiten mit modernster Technik“, sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne. Deshalb sei es so wichtig, Orte zu schaffen, an denen Berufsorientierung ganz praktisch und greifbar werde. „Wenn junge Menschen erleben, wie kreativ, vielfältig und zukunftsorientiert handwerkliche Berufe sein können, wächst auch die Begeisterung für diesen Weg“, so Tonne.
Diese Chance sieht Volker Schmidt, Aufsitzratsvorsitzender der Ideenexpo GmbH: „Die Ideenexpo bringt junge Menschen und Handwerksunternehmen und ihren Auszubildenden zusammen und macht Berufe nicht nur erklärbar, sondern vor allem erlebbar.“
Vielfältige Möglichkeiten zur beruflichen Orientierung bieten den Jugendlichen auch die Handwerksorganisationen. „Das Handwerk steht für Innovation, Qualität und regionale Wertschöpfung. Entscheidend ist, dass junge Menschen das am besten dort erkennen, wo Handwerk sichtbar wird. Wenn sie sehen, was mit handwerklichem Können alles möglich ist, verstehen sie, dass ihnen das Handwerk tolle Karrierechancen bietet“, betonte Mike Schneider, Vorsitzender des Niedersächsischen Handwerkstages.
Weitere Infos und das Rahmenprogramm der Ideenexpo finden Sie hier: https://www.ideenexpo.de/
Ideenexpo 2026: Diese Workshops und Mitmach-Aktionen bietet das Handwerk an


Mit zahlreichen Mitmach-Exponaten, Workshops und Praxisbeispielen wird das Handwerk mit einem Gemeinschaftsstand jungen Besucherinnen und Besuchern direkte Einblicke in handwerkliche Berufe ermöglichen. Dabei soll auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Gewerke deutlich werden.
So gibt es in diesem Jahr beispielsweise eine Kreativstation, an der mit dem Baustoff Beton gearbeitet werden kann. Beton ist stabil, formbar und vielseitig – er wird in unterschiedlichen Bauphasen eingesetzt. Schülerinnen und Schüler erfahren, wie man Beton richtig mischt und wie man ihm mit Farben einen persönlichen Look verpassen kann. Sie können ihre eigenen Deko-Stücke als Kerzenständer oder kleine Häuser gießen und mit nach Hause nehmen.
Ein Holzhaus können Besucherinnen und Besucher aus millimetergenau zugeschnittenen Balken entstehen lassen. Gebraucht wird hier vor allem räumliches Vorstellungsvermögen, Teamgeist und Lust am Selbermachen. Es geht um Schnelligkeit: Wer schafft das Haus in weniger als einer Minute zusammenzubauen?
Ein kleines Gründach aus Holz kann am Gemeinschaftsstand nachgebildet werden. Nach dem Einsatz des Akkuschraubers beim Zusammenbauen wird eine Folie verklebt. Substrat und Kressesamen für Zuhause bekommt jeder mit. Mit den E-Zubis aus dem Elektrohandwerk folgt dann die Installation eines Feuchtsensors als Gießkontrolle. Hierzu müssen Kabel verlegt und gesteckt werden, zudem werden Sensor und Kontrolllampen installiert. Wer zuhause auf den Sensor achtet, wird sehen, wie die Kresse wächst, geerntet und gegessen werden kann.

Einen Eindruck vom Dachdeckerhandwerk vermittelt eine Fahrt mit dem E-Dachkran. In einem Arbeitskorb – sicher angeschnallt, mit Helm geschützt und von Profis begleitet – fahren Interessierte bis auf 30 Meter Höhe. So testen sie ihre Höhentauglichkeit und bekommen einen Einblick in die Arbeit am Kran – und können ein Foto vom Expo-Gelände machen. Ein Erlebnis aus anderer Perspektive.
Das Augenoptikerhandwerk erfordert Geschick, Geduld, Sinn für Gestaltung und technisches Verständnis. Dazu bietet diese Branche mehrere Stationen an, unter anderem wird die Fingerfertigkeit getestet, ein Führerschein-Sehtest gemacht, ein Kaleidoskop gebaut oder eine funktionsfähige Brille hergestellt.

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