Tischlerhandwerk

Insel-Reise für den Riesenhobel

Ausbildung und Tischlerhandwerk sichtbar machen: Die Baugewerke- und Tischlerinnung Sylt wirbt an Hotspots der Urlaubsinsel.

2 Min.27.04.2026, 11:46 Uhr (Aktualisiert am 30.04.2026, 16:42 Uhr)
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Innungstischlereien und Touristen-Hotspots auf Sylt: Rund 20 Stationen hat der Hobel auf seiner Reise besucht.
Innungstischlereien und Touristen-Hotspots auf Sylt: Rund 20 Stationen hat der Hobel auf seiner Reise besucht. Baugewerke- und Tischlerinnung Sylt/Manfred Gerth
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Die Nordsee, weißer Sand, Dünen, auf denen sich das Gras im Wind wiegt und ein Hobel so groß wie ein Sprinter. Ein ungewöhnlicher Anblick auf dem Parkplatz an der Sturmhaube. Der rund zwei mal drei Meter große Hobel in Holzoptik hat eine spannende Reise unternommen. Die Aufgabe: Die Insel Sylt von Süd nach Nord erkunden und gleichzeitig für das Tischlerhandwerk werben. Um die lokalen Handwerksbetriebe in den Fokus zu rücken, hat sich Manfred Gerth, Obermeister der Baugewerke- und Tischlerinnung Sylt, den Riesenhobel ausgeliehen. Dieser wird vom Fachverband Tischler Nord für die angeschlossenen Innungen kostenlos zur Verfügung gestellt.

Eigens für die Sylt-Reise wurde der Hobel mit einem Banner ausgestattet. Der Slogan „Wir sind für euch vor Ort“ soll für die Vielfalt der Inseltischlereien sensibilisieren. Gleichzeitig soll auch potenzieller Nachwuchs für die Ausbildung angesprochen werden. „Uns ist es wichtig, den jungen Leuten zu zeigen, dass wir etwas tun“, betont Gerth. Das Tischlerhandwerk sei ein Beruf mit Zukunft, auf den man aufmerksam machen müsse. „Eine Ausbildung hier auf der Insel ist besonders interessant, da gerade die Vielfalt der individuellen Objekte den Azubis und den ausgebildeten Fachkräften sehr viele Möglichkeit bieten sich kreativ zu entwickeln“, wirbt der Obermeister für sein Handwerk. Die Herstellung von hochwertigen Möbeln und die Vielfalt an Materialien mache den Beruf so interessant.

Der Riesenhobel wirbt vor den Dünen der Insel Sylt für das Tischlerhandwerk.
Auch vor der Innungstischlerei Lasse Gerth hat der Hobel Halt gemacht.
Der Riesenhobel wirbt vor den Dünen der Insel Sylt für das Tischlerhandwerk. Baugewerke- und Tischlerinnung Sylt
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Diese Stationen hat der Hobel auf Sylt besucht

Ausgestellt wurde der Hobel nicht nur vor den 14 Innungsbetrieben auf der Insel, sondern auch bei den gut besuchten Touristen-Hotspots. Darunter vor der Sansibar, List auf Sylt oder Westerland. Insgesamt hat der Hobel rund 20 Stationen besucht. So wurde ein breites Spektrum an Orten abgedeckt, an denen sich viele Leute aufhalten und Werbung für das Tischlerhandwerk gemacht werden konnte.

Die Aktion wurde auf der beliebten Urlaubsinsel sehr positiv aufgenommen. „Besonders die Kinder fanden den Hobel faszinierend “, berichte Björn Sievers von der Tischlerei Kühl. Auch vor seiner Tischlerei hat der Hobel haltgemacht. „Einige Kinder wussten nicht, was ein Hobel ist, also haben wir ihnen einen echten Hobel gezeigt und was man damit macht“, erzählt der Meister.

Die Aktion soll auch den guten Zusammenhalt der Inseltischler in der Innung zeigen. „Vielleicht überlegt sich der ein oder andere doch noch, der Innung beizutreten“, hofft Gerth. Am 24. April hat der Riesenhobel seine Inselreise beendet und geht zurück auf das Festland. Björn Sievers könnte sich vorstellen, in Zukunft so eine Aktion noch mal zu machen.

Ein Tischler schleift ein Holzbrett in seiner Werkstatt ab.

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