Das Öklo macht sich gut bei ökologischen Bauprojekten.
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Dixie-Alternative: ein Kompostklo für die Baustelle

Das stille Örtchen mag nur Nebenschauplatz auf der Baustelle sein. Für Bauunternehmer Otto Rogge ist es jetzt mehr: Ein Aushängeschild, das zum ökologischen Bauen passt und mehr Komfort bietet.

Wenn beim ökologischen Bauen über Wochen ein Haus aufwendig mit Stroh und Lehm saniert wird, mag eines gar nicht ins Bild passen: das blaue Plastikhäuschen, in der die Arbeiter ihre Notdurft verrichten.

Auf Otto Rogges aktueller Baustelle gibt es dieses störende Bild nun nicht mehr. Der Bauunternehmer testet das Öklo, eine Kompost-Baustellen-Toilette. Das passt zu seiner Baunische: Otto Rogge hat sich auf ökologische Bauprojekte spezialisiert. Er plant Projekte, übernimmt die Bauleitung und lädt Studenten zu Praktika ein. So kam er auch mit dem Öklo-Team in Kontakt.

Seit einigen Wochen hat der gelernte Maurer das Öklo im Baustellen-Einsatz. Und es gefällt ihm richtig gut. „Es ist liebevoll gestaltet, praktisch entwickelt und absolut geruchlos“, sagt er. Die gesunde Baustelleneinrichtung passt zur gesunden Bauweise – das ist auch gut fürs Image.

Da das Toilettenhäuschen aus einzelnen Elementen für Wände, Dach und Boden besteht, sei es einfach zu transportieren und lasse sich auch in einem Hinterhof leicht aufbauen. „Durch die drehbaren Gerüstfüße kann ich es selbst auf unebenen Boden stellen“, sagt Rogge. Nach jedem Geschäft wird eine Handvoll Späne in die Toilette geworfen. Die Entsorgung bei einer Kompostierstelle übernimmt der Anbieter des Öklos.

Würde der Bauunternehmer das Kompost-Baustellen-Klo dauerhaft einsetzen? „Auf alle Fälle“, sagt Rogge. Wer es bisher genutzt hat, sei sehr davon angetan gewesen. „Ich glaube, man kann seinen Mitarbeitern damit etwas Gutes tun.“

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