Handwerksbetriebe haben Probleme, neue Mitarbeiter zu finden.
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Ran an die Fachkräfte

5 Tipps: So finden und binden Sie Mitarbeiter

Suchen Sie gute Fachkräfte? Wollen Sie Ihre Top-Mitarbeiter an sich binden? Hier 5 praktische Tipps für Ihren Alltag!

Auf einen Blick:

  • Verlassen Sie sich in Stellenanzeigen nicht auf allgemeine Adjektive wie „familiär“, sondern beschreiben Sie Ihr Unternehmen.
  • Nutzen Sie Ihre Website, um Ihren Betrieb als Arbeitgeber zu präsentieren und fordern Sie Initiativbewerbungen an.
  • Geben Sie Ihren Mitarbeitern das Gefühl, einen wichtigen Beitrag zu leisten, indem Sie ihre Arbeit wertschätzen.

Die Suche nach Mitarbeitern ist nicht leicht, und wer eine gute Fachkraft gefunden hat, will sie an seinen Betrieb binden. Doch wie geht das? Tipps für die Praxis gab es während der Veranstaltung „Blickpunkt Personal“, zu der die Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim eingeladen hatte. Gute Tipps gab’s unter anderem von den Handwerksexperten Jörg Mosler und Daniel Dirkes.

# Tipp 1: Werden Sie in Stellenanzeigen konkret

Fragen Sie sich, was Ihr Unternehmen ausmacht, aber werden Sie dabei ganz konkret. „Wenn in einer Stellenanzeige steht ,familiäre Atmosphäre‘, dann heißt das noch nicht viel. Sie müssen es erklären“, sagt Daniel Dirkes, Inhaber der Artland-Marketing Agentur, die sich auf die Beratung von Handwerksunternehmen spezialisiert hat. Gibt es bei Ihnen am Freitag einen gemeinsamen Grillabend zum Wochenausklang? Beschäftigen Sie Ihre Leute im Winter weiter, auch wenn die Baustellen ruhen? Lassen Sie die Bewerber wissen, was Sie für die familiäre Atmosphäre tun.

# Tipp 2: Nutzen Sie Ihre Website

Natürlich hat Ihr Betrieb eine Website. Aber haben Sie auch eine Jobseite? „Viele Unternehmen schöpfen die Möglichkeiten nicht aus“, sagt Handwerksexperte Dirkes. Dabei bietet Ihre Website viel Potenzial: Zeigen Sie, wer bei Ihnen arbeitet und warum. So weiß jeder Bewerber, was ihn erwartet. „Stellen Sie nicht nur die offenen Stellen auf Ihre Seite“, so Dirkes, „sondern fordern Sie auch Bewerber zu Initiativbewerbungen auf.“ Und ganz wichtig: Sichern Sie Vertraulichkeit zu! Die guten Leuten haben meist schon einen Job und wollen in der Regel nicht, dass ihr aktueller Arbeitgeber von ihren Wechselwünschen erfährt.

# Tipp 3: Bleiben Sie dran am vielversprechenden Nachwuchs

Zukunftstag, Schulpraktikum, Azubi-Messen – es gibt viele Möglichkeiten, mit potenziellen Azubis in Kontakt zu kommen. Und wenn ein Teilnehmer sich geschickt anstellt, dann bleiben Sie dran. „Wenn jemand ein Praktikum bei Ihnen gemacht hat, können Sie der Bescheinigung gleich einen Brief beilegen: 7 Gründe, warum Du bei uns anfangen solltest!“, sagt Berater Daniel Dirkes.

# Tipp 4: Erleichtern Sie neuen Mitarbeitern den Start

Wissen Sie noch, wie Sie sich am ersten Schultag gefühlt haben? Oder am ersten Arbeitstag in einer neuen Firma? Nervös, aufgeregt, unsicher, voller Vorfreude? Wahrscheinlich von allem etwas. Sie wussten ja nicht, was Sie erwartet. Machen Sie es neuen Mitarbeitern, gerade auch Azubis oder Berufsanfängern, einfach. „Sie können zum Beispiel am Tag vor dem Arbeitsbeginn eine Mail oder eine Whatsapp-Nachricht schicken, in der Sie ankündigen, was am ersten Tag passieren soll“, rät Jörg Mosler, Dachdeckermeister und Experte für Mitarbeitergewinnung im Handwerk. Wie wird der Tag aussehen, wer wird sich um den Neuen kümmern? „Ihr neuer Mitarbeiter fühlt sich gesehen und erlebt Wertschätzung“, so Mosler. „Mit positiven Emotionen binden Sie Ihre Fachkräfte an Ihren Betrieb.“

# Tipp 5: Machen Sie Ihre Leute zu Helden

Handwerker sind Helden. „Vielleicht ist das Ihnen und Ihren Leuten noch nicht klar, aber hinter jeder Arbeit steckt auch eine Heldengeschichte“, sagt Jörg Mosler. „Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, welchen wichtigen Beitrag sie leisten.“ Das können Sie nicht, weil ihre Leute nur Beulen aus Autos entfernen? Auch hier sind Helden gefragt, denn ein Familienalltag auf dem Land kann ganz schön aus den Fugen geraten, wenn das Auto lange in der Werkstatt steht. Aber wer es schnell und sorgfältig repariert und damit den Familienfrieden rettet, ist was? Na bitte!

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