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Selbstständiger Handwerker? Arbeiten Sie doch für Obi

Naturgemäß ist der beste Kunde des Baumarkts der Heimwerker. Doch Obi sucht jetzt auch Unterstützung bei den Profis. Für 45 Euro pro Stunde. Kann das gutgehen?

Sie bauen Terrassen, Treppen, ganze Häuser – in der Baumarktwerbung sind Heimwerker Naturtalente im Umgang mit Werkzeug und Werkstoff. So heißt es auch bei Obi: „Dein Wunsch, dein Plan, dein Projekt.“ Und bei manch einem begabten Laien gelingt das Vorhaben bestimmt wie erhofft.

Doch da gibt es noch die andere Klientel: die mit wenig Zeit, zwei linken Händen oder anderen Hemmnissen. Diese Leute könnten einen teuren Handwerker beauftragen – oder sich vertrauensvoll an Obi wenden: Seit 2017 vermittelt der Baumarkt günstige Handwerker, die die Projekte der Kundschaft umsetzen sollen. „Obi Macher“ heißt das. Ähnliche Dienste bieten auch andere Baumärkte.

„1200 geprüfte, qualifizierte“ Macher hat Obi laut eigenen Angaben aktuell im Einsatz. Jeder Obi Macher muss sich mit Dokumenten wie Gewerbeschein und Handwerkskarte registrieren.

Knapp kalkulierte Stundensätze

Bei den Aufträgen ist die Baumarktkette nur Vermittler. Endkunde und Handwerker sind direkte Vertragspartner. Die Arbeit folgt festen Stundensätzen: 35 Euro pro Stunde für Kleinmontagen, 45 Euro pro Stunde für Innenraum- und Gartenbauprojekte – inklusive Anfahrt und Umsatzsteuer.

Kann das gutgehen, wenn man von solchen Beträgen Betriebskosten, Krankenversicherung und Altersvorsorge begleichen muss? Anders gefragt: Würden Sie als Obi Macher arbeiten? Oder sind die Baumarkt-Dienste nur eine unnötige Konkurrenz? Kommentieren Sie hier oder schreiben Sie uns an gille@handwerk.com.

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