Der neue Tarifvertrag im Dachdeckerhandwerk sieht eine Gehaltserhöhung in zwei Stufen vor.
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Politik und Gesellschaft

Neuer Tarifvertrag: 5,6 Prozent mehr für Dachdecker

Die Tarifpartner im Dachdeckerhandwerk haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Die erste Gehaltssteigerung steht im Dezember an.

Dachdecker bekommen in zwei Stufen mehr Geld. So sieht es der neue Tarifvertrag vor, auf den sich der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) geeinigt haben. Demnach steigen die Löhne und Gehälter zum 1. Dezember um 2,7 Prozent. Eine weitere Erhöhung um 2,9 Prozent steht zum 1. Oktober 2019 an.

Diese Mindestlöhne gelten 2019 im Handwerk

Abweichend vom gesetzlichen Mindestlohn gelten in einigen Handwerksberufen höhere Branchenmindestlöhne. 2019 steigen die Lohnuntergrenzen in 5 Gewerken.
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Alle Gewerkschaftsmitglieder unter den gewerblichen Mitarbeitern im Dachdeckerhandwerk können sich im April 2019 zudem über eine Einmalzahlung von 360 Euro freuen.

Auch bei der Vergütung von Azubis ändert sich etwas. So steigen die Ausbildungsvergütungen in allen Ausbildungsjahren vom 1. Dezember an um monatlich 80 Euro. Ab dem 1. September 2019 erhöht sich die Ausbildungsvergütung monatlich um weitere 30 Euro.

Auf den neuen Tarifvertrag, der bis zum 30. September 2020 läuft, haben sich ZVDH und die Gewerkschaft im Schlichtungsverfahren geeinigt. Zuvor hatten sie zwei Verhandlungsrunden ergebnislos abgebrochen. „Schwierig war es, der Gewerkschaft zu verdeutlichen, dass der Bau zwar boomt, aber beileibe nicht alle Dachdeckerbetriebe davon profitieren“, kommentiert ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk das Verhandlungsergebnis. Gerade für die kleinen Betriebe mit bis zu fünf Mitarbeitern bedeute das Ergebnis einen Kraftakt.

Positiv bewertet Bollwerk die Einigung zur Ausbildungsvergütung: „Das hilft den Betrieben, die ausbilden wollen und dringend Nachwuchs suchen.“

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