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Panorama

Starke Aktion: Tischler bauen Storchen-Nest

Kein Sex ohne Brutplatz. So ist das unter Störchen. Dumm nur, wenn dem Gatten jedes Stöckchen aus der Baumkrone rutscht. Zum Glück halfen zwei Tischler aus. Mit einer ungewöhnlichen Aktion.

Von Denny Gille

Auf den ersten Blick sieht die heruntergeschnittene Linde im Südharzer Örtchen Pöhlde nach einem ansprechenden Nistplatz aus. Etwas laut vielleicht, da sie auf dem Spielplatz der örtlichen Grundschule steht. Dafür bietet sie Platz in guter Bruthöhe und stabiles Astwerk für ein solides Storchennest. Theoretisch.

Nur ein paar armdicke Äste bilden die Krone, auf der der Storch bauen wollte, berichtet Anton Kovacs. Folge: „Das Nistmaterial fiel immer herunter.“ Kovacs führt mit seinem Sohn Johann einen Tischlereibetrieb – genau gegenüber dem glücklosen Nestbauer.

Schon im letzten Jahr hatten die Tischler den Storch beim Nestbauversuch beobachtet. Da war er allein und blieb erfolglos. Dieses Jahr brachte er noch ein Weibchen mit. Doch mit dem Nestbau wollte es erneut nicht klappen. Die Tischler fassten einen Entschluss: „Da müssen wir mal helfen.“

Mit Klettergeschirr, Werkzeug und einer Europalette bewaffnet, machten sie sich an die Arbeit. Vater Anton koordinierte die Arbeiten von unten, Sohn Johann – der als Hobbykletterer gut für derlei Arbeiten ausgerüstet ist – kletterte auf den Baum. Per Seil zogen sie die Europalette auf die Baumkrone. „Einen der längeren Äste haben wir auf gleiche Höhe geschnitten und dann alles ordentlich miteinander verschraubt“, erzählt der Senior.

Noch am selben Abend kehrten die Störche zurück. „Sie haben den neuen Nistplatz schnell angenommen“, sagt Kovacs. Inzwischen ist das Nest fertig – und es wird fleißig gebrütet.

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