Premiere in Stuttgart

Mercedes-Benz VLE: Was der neue Elektro-Van kann

Mit dem VLE bringt Mercedes erstmals einen elektrischen Van auf neuer Plattform. Doch für welche Einsätze ist er gedacht und was zeichnet ihn aus?

3 Min.19.03.2026, 15:55 Uhr
Von
Mercedes-Benz präsentierte auf der Weltpremiere in Stuttgart erste Details zum neuen elektrischen VLE.
Mercedes-Benz präsentierte auf der Weltpremiere in Stuttgart erste Details zum neuen elektrischen VLE. © Mercedes-Benz AG
Anzeige

Auf einen Blick

Weltpremiere in Stuttgart: Mercedes-Benz hat den neuen VLE vorgestellt. Den Van gibt es mit zwei verschiedenen Antriebsvarianten.

Der Einstiegspreis soll bei etwa 60.000 Euro liegen. Abhängig von Ausstattung und Konfiguration kann der Preis aber auch deutlich höher sein.

Der Van ist mit acht Sitzen ausgestattet, die sich beliebig ein- und ausbauen lassen. Damit dürfte das Modell insbesondere für Handwerker mit Familie interessant sein

Anzeige

Es ist der erste elektrische Van auf Basis der neu entwickelten Van-Architektur, die flexibel skalierbar sein soll. Der VLE deckt zwar ähnliche Einsatzgebiete wie die V-Klasse ab. Mercedes positioniert ihn allerdings nicht als direkten Nachfolger, sondern als Teil einer neuen Generation elektrischer Vans. Er soll Fahrkomfort und Dynamik einer Limousine mit der Vielseitigkeit eines MPV (Multi-Purpose Vehicle) vereinen. Entsprechend stellt Ola Källenius, CEO von Mercedes-Benz, das Modell auch als „Grand Limousine“ vor.

Auf der Weltpremiere in Stuttgart gab Mercedes-Benz-Pressesprecher Benjamin Oberkersch erste Einblicke in Zahlen, Daten und Fakten. „Zum Start werden die Fahrzeuge im spanischen Vitoria gebaut. Später werden wir auch in unserem Werk in China produzieren.“ Zunächst soll der VLE in Europa auf den Markt kommen, ab 2027 sei auch ein Vertrieb in den USA und China geplant. 

Ola Källenius, CEO von Mercedes-Benz, bei der Weltpremiere des  VLE  in Stuttgart.
Ola Källenius, CEO von Mercedes-Benz, bei der Weltpremiere des  VLE in Stuttgart. Ina Zukina

Antrieb und Reichweite des neuen Mercedes-Modells

Zum Marktstart stehen nach Angaben von Mercedes zwei Varianten zur Wahl: der VLE 300 elektrisch mit 203 kW und Frontantrieb sowie der VLE 400 4Matic elektrisch, der mit bis zu 305 kW, einem zusätzlichen Elektromotor an der Hinterachse und Allradantrieb ausgestattet sein soll. Beide Modelle nutzen eine 115-kWh-Batterie und sollen eine Reichweite von mehr als 700 Kilometern nach WLTP ermöglichen (vorläufige Werte).

Wie effizient lädt und fährt der VLE?

Das Modell kann mit mehr als 300 kW an DC-Schnellladesäulen geladen werden. In 15 Minuten sollen sich so bis zu 355 Kilometer Reichweite nachladen lassen. „Somit spielt Reichweitenangst im Alltag praktisch keine Rolle mehr“, betont Oberkersch. Über das System lasse sich bei längeren Strecken festlegen, mit welchem Restakku das Fahrzeug am Ziel ankommen soll. Die Navigation berechne daraufhin automatisch passende Ladepunkte.

Auch mit Blick auf die TCO (Total Cost of Ownership) soll der Energieverbrauch je nach Ausstattung zwischen 18,6 und 20,4 kWh pro 100 Kilometer liegen. „Das entspricht einem Dieseläquivalent von etwa zwei Litern auf 100 Kilometer – damit sind wir deutlich effizienter unterwegs als ein klassischer Verbrenner“, so der Pressesprecher.

Welche Ausstattung eignet sich für wen?

Den VLE gibt es in der Basisausstattung sowie in den Linien Amg Line, Amg Line Plus und Exclusive. Ergänzt wird das Angebot durch verschiedene Individualisierungsoptionen.

In klassischen Handwerksfuhrparks dürfte der Van eher selten anzutreffen sein. Interessanter dürfte der VLE vor allem für Handwerker mit Familie sein, die auf Komfort und einen gehobenen Standard legen.

Das Modell hat bis zu acht Sitzplätze. Wer im Innenraum mehr Platz schaffen möchte kann diese laut Pressesprecher „beliebig ein- und ausbauen“. Schließlich handele es sich um mechanische Sitze, wie man sie aus der V-Klasse und dem EQV kennt.

Bei den höherwertigen Ausstattungen lässt sich der Innenraum über eine App oder das Mbux-Infotainmentsystem automatisch konfigurieren. 

Anzeige
Der VLE in der Basisausstattung: funktional ausgelegt mit markentypischem Stern.
VLE in der Amg Line: Variante mit markanterem Design und zusätzlichen Ausstattungsdetails.
VLE in der Amg Line Plus: erweitert die Amg Line um weitere Komfort- und Designmerkmale sowie optional größere Räder bis 22 Zoll.
VLE in der Exclusive Line: auf Komfort und hochwertige Ausstattung ausgelegte Variante, mit dem markentypischen Stern.
Das Mbux-Infotainmentsystem ermöglicht unter anderem die Steuerung von Sitzkonfigurationen und unterstützt die Routenplanung mit Ladeoptionen.
Der VLE in der Basisausstattung: funktional ausgelegt mit markentypischem Stern. © Mercedes-Benz AG

Mit welchem Preis soll der VLE starten?

Zur Preisgestaltung macht Mercedes bislang noch keine finalen Angaben. Laut Oberkersch soll der Einstieg jedoch perspektivisch bei rund 60.000 Euro liegen. Abhängig von Ausstattung und Konfiguration kann der Preis deutlich nach oben gehen. Die Verkaufsfreigabe soll in den kommenden Wochen erfolgen.

Für Anfang 2027 plant der Hersteller neben der aktuellen 115-kWh-Batterie zudem eine Variante mit 80 kWh. „Voraussichtlich werden wir damit auch unter der Marke von 60.000 Euro bleiben“, ergänzt der Pressesprecher.

Tipp: Sie interessieren sich für das Thema Fuhrpark und betriebliche Mobilität? Im handwerk.com-Newsletter finden Sie aktuelle Infos dazu. Jetzt kostenlos anmelden!

Anzeige

Relevante Themen