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Festveranstaltung: Handwerkskammern und ZDH feiern Jubiläum

125 Jahre Handwerkskammern und 75 Jahre ZDH: Mit Rückblicken und Zukunftsvisionen feierten knapp 400 Gäste aus Handwerksorganisationen, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

2 Min.13.06.2025, 12:20 Uhr
Von
Martina Jahn
Martina Jahn
Martina Jahn
Im Gespräch auf der Bühne im Tipi am Kanzleramt: Moderatorin Judith Rakers und ZDH-Präsident Jörg Dittrich.
Im Gespräch auf der Bühne im Tipi am Kanzleramt: Moderatorin Judith Rakers und ZDH-Präsident Jörg Dittrich. ZDH / BILDSCHÖN / Boris Trenkel

Zitiervorschlag

Festveranstaltung: Handwerkskammern und ZDH feiern Jubiläum. In: /politik-und-wirtschaft/festveranstaltung-handwerkskammern-und-zdh-feiern-jubilaeum, 13.06.2025, /politik-und-wirtschaft/festveranstaltung-handwerkskammern-und-zdh-feiern-jubilaeum (abgerufen am: 05.11.2026)

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Martina Jahn
Martina Jahn

Redakteurin für Betriebsführung, Politik & Wirtschaft und Akademie & Events

Was das Handwerk ausmacht? Die herausragende Rolle der Selbstverwaltung und des Ehrenamts, der unermüdliche Einsatz für eine starke Demokratie und eine zukunftsfähige berufliche Bildung sowie das Engagement für die nachfolgenden Generationen. Das wurde nicht nur in den Festreden auf der Jubiläumsfeier in Berlin deutlich, sondern auch in vielen Gesprächen mit den Gästen in Berlin.

Mitbestimmung und Selbstverwaltung

„Verantwortung, Werte, Zukunft“ lautete das Motto der Feier im Tipi am Kanzleramt. In seiner Festrede erinnerte Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) an die Anfänge der Handwerkskammern und des ZDH. „Wenn wir auf 125 Jahre Handwerkskammern zurückblicken, dann schauen wir zurück auf eine Zeit, in der Mitbestimmung keine Selbstverständlichkeit war. Und doch war es genau diese Sehnsucht nach Teilhabe, nach Gestaltung, die unser Handwerk bis heute prägt“, sagte er.

Dittrich sprach aber auch über Verantwortung, Gemeinschaft und demokratischer Teilhabe als Kern des Handwerks. „Unsere Strukturen sind durchlässig, plural, pragmatisch. Wir leben die Demokratie in unseren Gremien, in der dualen Ausbildung, im Miteinander von Haupt- und Ehrenamt. Diese Form der Mitgestaltung ist keine nostalgische Idee, sie ist ein Zukunftsmodell.“

Er dankte den Menschen, die die Selbstverwaltung des Handwerks stark machen: „Es sind tausende Frauen und Männer in Innungen, Kammern und Verbänden, die mit ihrer Zeit, ihrem Wissen und ihrem Herzen für das Handwerk einstehen. Selbstständige und Arbeitnehmer bilden in diesem ehrenamtlichen Engagement gleichermaßen das Rückgrat unserer Demokratie“, betonte er.

Die Gastgeber: Holger Schwannecke, ZDH- Generalsekretär und Jörg Dittrich, ZDH-Präsident (v.l.)
Volles Haus: Knapp 400 Gäste kamen zu der Jubiläumsfeier.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender waren unter den Gästen.
Frank-Walter Steinmeier ehrte das Handwerk in seiner Festrede als starke Gemeinschaft und Fundament für die Zukunft.
Jörg Dittrich blickte zurück in die Geschichte des Handwerks und hob die Selbstverwaltung und das Ehrenamt hervor.
Immer wieder nahmen Gäste für Gespräche auf der Bühne platz.
Im Handwerksbattle trat eine Tischlermeisterin gegen Jörg Möller an, moderiert von Aaron Troschke.
Die Gastgeber: Holger Schwannecke, ZDH- Generalsekretär und Jörg Dittrich, ZDH-Präsident (v.l.) ZDH / BILDSCHÖN / Boris Trenkel

Handwerk als „Fundament für die Zukunft“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier lobte die „Erfolgsgeschichte“ der Handwerkskammern und des Zentralverbandes. „Ohne die Kammern wären heute Ausbildung und Qualität des Handwerks nicht auf dem hohen Niveau, auf dem sie sind. Ohne den Zentralverband wäre die Stimme des Handwerks leiser, hätte weniger Gewicht“, sagte er.

Das Handwerk stehe in besonderer Weise für die vielen Stärken unseres Landes. „Sie alle schrauben, hämmern, sägen, löten, planen und entwickeln den Weg zu einer lebenswerten Zukunft. Sie alle helfen mit, die großen Aufgaben unserer Zeit zu meistern, ob es um die Digitalisierung geht, um neue Technologien oder den Umbau hin zur Klimaneutralität. Sie alle sind miteinander ein wichtiger Grund dafür, dass wir in Deutschland selbstbewusst und zuversichtlich nach vorn schauen können“, sagte der Bundespräsident. Er sei sicher, dass das Handwerk eine kraftvolle Tradition und ein festes Fundament habe, „auf das sich eine gute, eine bessere Zukunft bauen lässt“.

Eingebettet wurden die Reden in thematischen Gesprächsrunden mit Wegbegleitern des Handwerks und Prominenten, in Talk-Formaten und künstlerischen Beiträgen. So trat beispielsweise Ralf Möller gegen die junge Tischlermeisterin Anna Huber im Handwerksbattle auf der Bühne an. Zum Abschluss des Abends gaben die „12 Tenors“ eine Gesangsprobe aus ihrem aktuellen Programm.

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