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Lieblingsprojekt: Dachsanierung statt Dachfensterreparatur

Manchmal reicht eine Reparatur nicht: In der Serie „Lieblingsprojekt“ berichten die Zimmermänner wie sie bei einer Vollsanierung alte Baumaterialien wiederverwenden konnten.

2 Min.05.08.2024, 10:31 Uhr
Von
Anna-Maja Leupold
Anna-Maja Leupold
Anna-Maja Leupold
Strahlt in neuem Glanz: Die Zimmermänner aus Spelle haben eine knapp 100 Jahre alte Villa saniert.
Strahlt in neuem Glanz: Die Zimmermänner aus Spelle haben eine knapp 100 Jahre alte Villa saniert. Privat

Zitiervorschlag

Lieblingsprojekt: Dachsanierung statt Dachfensterreparatur. In: /gewerke/lieblingsprojekt-dachsanierung-statt-dachfensterreparatur, 05.08.2024, /gewerke/lieblingsprojekt-dachsanierung-statt-dachfensterreparatur (abgerufen am: 04.11.2026)

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Anna-Maja Leupold
Anna-Maja Leupold

Redakteurin für Recht, Politik & Wirtschaft und Steuern & Finanzen

Eigentlich hatte sich die Kundin nur wegen eines undichten Dachfensters gemeldet. Doch für die Zimmermänner aus Spelle wurde es ein größerer Auftrag: „Vorort haben wir festgestellt, dass auch Dach und Schornstein der denkmalgeschützten Villa in keinem guten Zustand waren“, berichtet René Achteresch, der den Betrieb mit Swen Nordhoff führt. Zudem sei auch der Anbau der rund 100 Jahre Gebäudes undicht gewesen.

Es folgten zahlreiche Gespräche, bei denen die Handwerker zusammen mit der Kundin über die Optionen berieten. Laut Achteresch hatte sie zwei Möglichkeiten: Entweder eine Vollsanierung oder viele kleine Reparaturen, um Dach, Schornstein und Fenster zu flicken. „Teuer wäre auf Dauer beides gewesen“, sagt der Meister.

Letztendlich habe sich die Kundin daher für die Dachsanierung entschieden. Innerhalb von knapp fünf Wochen doppelten die Zimmermänner den Dachstuhl auf, dämmten das Dach, montierten gusseiserne Dachfenster und deckten das Dach neu.

Neue Dachfenster und neue Dachziege: Knapp fünf Wochen dauerte die Sanierung.
Die denkmalgeschützte Villa vor der Sanierung: Dach und Schornstein des Gebäudes waren in keinem guten Zustand.
Neue Dachfenster und neue Dachziege: Knapp fünf Wochen dauerte die Sanierung. Privat

Für die Handwerker aus Spelle ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema. Daher prüften sie vor der Sanierung, welche alten Materialien sie wiederverwerten können und stießen auf die alten Kupferdachrinnen: „Die waren noch in einem guten Zustand“, berichtet Achteresch. Daher hätten sie die Dachrinnen abmontiert, eingelagert und schließlich wieder an das sanierte Gebäude angebracht. „Die können sicher noch mal 50 bis 60 Jahre benutzt werden“, meint der Unternehmer.

Doch die Kupferdachrinnen sind nicht die einzigen Materialien, die weiter genutzt werden. „Auf dem Dach waren noch richtig alte Ziegel, von denen zumindest die Firstziegel gutem Zustand waren“, berichtet der Zimmerermeister. Genau solche Firstziegel suchte er für eine andere Baustelle: „Ich baue gerade einen Schuppen, dort werde ich sie verbauen“, freut sich Achteresch.

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