Tarifvertragsparteien

Ab Mai 2026: Detlef Scheele wird Schlichter im Baugewerbe

Neuer Vermittler für künftige Tarifrunden im Baugewerbe, die schwierig werden: Detlef Scheele folgt als Schlichter ab Mai 2026 auf Rainer Schlegel.

2 Min.24.04.2026, 17:57 Uhr (Aktualisiert am 30.04.2026, 16:42 Uhr)
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Detlef Scheele wird neuer Schlichter der Tarifvertragsparteien im Baugewerbe.
Detlef Scheele wird neuer Schlichter der Tarifvertragsparteien im Baugewerbe. Wellnhofer Designs - stock.adobe.com
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Die Tarifvertragsparteien des Baugewerbes haben einen neuen Schlichter benannt: Detlef Scheele übernimmt die Aufgabe zum 1. Mai 2026 für zunächst drei Jahre. Das gaben der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB), der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und die Industriegewerkschaft Bauen‑Agrar‑Umwelt (IG BAU), der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) gemeinsam bekannt.

Schlichtung im Baugewerbe: Wechsel an der Spitze

Der 69-Jährige Detlev Scheele folgt auf Rainer Schlegel als Schlichter im Baugewerbe. Schlegel hatte das Amt seit 2020 inne. In dieser Zeit hat er nach Angaben der Tarifpartner insgesamt fünf Tarifrunden im Baugewerbe geschlichtet. Dabei ging es sowohl um den Branchenmindestlohn im Baugewerbe als auch um Entgelttarifverhandlungen der Branche.

Laut ZDB, HDB und IG Bau moderierte Schlegel außerdem Spitzengespräche der Tarifpartner. Diese Gespräche hätten den Weg für Regelungen zur Wegezeitentschädigung geebnet, die zum 1. Januar 2023 im Baugewerbe eingeführt wurde und die vom Bundesarbeitsministerium rückwirkend für allgemeinverbindlich erklärt wurde. Die Tarifvertragsparteien danken Schlegel ausdrücklich für seine unabhängige und ausgleichende Arbeit. Gerade in schwierigen Verhandlungen habe er dazu beigetragen, tragfähige Lösungen zu finden.

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Mit Detlef Scheele übernimmt aus Sicht der Verbände nun eine „eine Persönlichkeit, die den deutschen Arbeitsmarkt und dessen soziale Sicherungssysteme“ gut kennt. Beispielsweise habe er seit 2015 dem Vorstand der Bundesagentur für Arbeit angehört und war von 2017 bis 2022 deren Vorstandsvorsitzender. Zuvor arbeitete Scheele unter anderem als Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium sowie als Senator für Arbeit, Soziales, Familie und Integration in Hamburg.

In der gemeinsamen Pressemitteilung heißt es zum Schluss: „Über Jahrzehnte hinweg hat er bewiesen, dass er auch in spannungsgeladenen Situationen einen kühlen Kopf bewahrt. Seine Fähigkeit, zwischen unterschiedlichen Interessengruppen tragfähige Brücken zu bauen, ist eine ideale Voraussetzung für die anspruchsvolle Aufgabe der Bauschlichtung.“

Der Bundestag in Berlin.

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