Der größte Antreiber sitzt in Ihrem Kopf? Aber wer sich ständig überfordert, kann seine Kräfte nicht wieder auftanken.
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Work-Life-Balance

5 Warnzeichen, dass Sie zu streng zu sich selbst sind

Wer ständig Höchstleistungen von sich verlangt, kann seine Ressourcen nicht wieder auftanken. 5 Warnzeichen, dass Sie zu streng zu sich selbst sind.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Gerade in Zeiten der Krise glauben viele Chefs, Sie dürften keine Schwäche zeigen. Doch wer auf Dauer zu streng mit sich selbst ist, kann seine Kräfte nicht wieder auftanken.
  • Wichtige Warnsignale sind zu wenig Schlaf und Pausen, ein permanent schlechtes Gewissen oder Durcharbeiten trotz Krankheit.
  • Um Ihre Ressourcen wieder aufzutanken. sind Pausen und Erholung durch Schlaf wichtig. Schon kleine Änderungen – regelmäßig tief atmen und viel Wasser trinken – bewirken viel.
  • Seien Sie ihr eigener Freund. Dem würden Sie auch Freizeit und Erholung gönnen. Warum also nicht sich selbst?

Wer einen eigenen Betrieb führt, kennt lange und stressige Arbeitstage. Chefs sind gefordert – das gilt vor allem in Krisenzeiten. Denn zu den üblichen Aufgaben kommen die Sorgen um die Gesundheit von Familie und Mitarbeitern oder um die Zukunft des Betriebes. Deshalb müssen Sie jetzt alles geben und dürfen sich keine Schwäche erlauben, denken Sie? Doch wer die eigenen Ressourcen rücksichtslos aufbraucht, weil er zu streng mit sich selbst ist, kann leicht ganz ausfallen.

Doris Bogendörfer, Coach und Personalentwicklerin, nennt 5 Warnzeichen, dass Sie sich zu viel zumuten. Und sie gibt Tipps, wie Sie Ihre Ressourcen im Alltag ganz leicht auftanken.

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1. Warnzeichen: Sie machen keine Pausen

Wieder ohne Mittagspause durchgearbeitet, weil zu viele Termine anstanden und abends nur schnell im Büro gegessen? Wer abends feststellt, dass er den ganzen Tag über keine Pause gemacht hat, betreibt Raubbau an seinen Kräften. „Ohne Pause durchzuziehen, kann für Menschen mit viel Energie befriedigend sein“, sagt Borgendörfer. „Aber auf die Dauer tut das niemandem gut.“

Ihr Tipp: „Planen Sie größere Pausen genauso wie Ihre Arbeit und halten Sie sie ein“, rät Bogendörfer. „Man merkt sehr schnell, wie gut einem kleine Pausen tun.“

Zwischendurch sollte man öfter mal durchatmen, um wieder aufzutanken, so Bogendörfer. „Sechs oder sieben Mal tief aus- und einatmen – das entspannt und führt dem Körper wieder mehr Sauerstoff zu.“ Ebenso wichtig: regelmäßig Wasser trinken. „Für unser Gehirn ist Wasser der wichtigste Treibstoff“, betont Bogendörfer. Also nehmen Sie sich zu jeder Tasse Kaffee oder Tee ein Glas Wasser, um das Gehirn am Laufen zu halten. Ihren Autotank würden Sie ja auch nicht ständig bis auf den letzten Tropfen leerfahren.

2. Warnzeichen: Sie gönnen sich nicht genug Schlaf

Nicht jeder Mensch braucht gleich viel Schlaf – aber ausreichend Schlaf braucht jeder. Selbst wenn Sie mit wenig Ruhezeit auskommen: Wenn Sie feststellen, dass Sie nur noch drei bis vier Stunden pro Nacht schlafen, sollten Sie umsteuern.

„Ausreichend Schlaf sorgt dafür, die wichtigsten Ressourcen wieder aufzutanken“, betont Bogendörfer. „Sich auf Dauer zu wenig Schlaf zu gönnen, zehrt nachhaltig an Ihren Kräften.“

Ihr Tipp: Finden Sie heraus, wieviel Schlaf Sie wirklich brauchen. Ausreichend haben Sie geschlafen, wenn Sie erfrischt aufwachen – und sich nicht zerschlagen aus dem Bett quälen müssen. „Ob das acht oder fünf Stunden sind, ist individuell verschieden“, so Bogendörfer.

Sie können nicht einschlafen, weil sich nachts Ihr Gedankenkarussell dreht? Bogendörfer empfiehlt Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung, um abzuschalten. „Sehr hilfreich können auch Entspannungs-Apps wie wingwave sein.“ Beruhigende Musik und Gongklänge sorgten dafür, dass das Gehirn sich beruhigt und die Gehirnhälften wieder besser vernetzt sind.

3. Warnzeichen: Sie ignorieren körperliche Warnsignale

Sie kennen das: Während der Arbeit wird jeder Kopfschmerz, jedes Halskratzen ignoriert, aber im Urlaub werden Sie zuverlässig krank? Das ist kein gutes Zeichen für Ihren Umgang mit sich selbst. „Der Körper steckt wegen der täglichen Anforderungen voller Adrenalin“, erklärt Bogendörfer. Schließlich müssen ja wichtige Projekte abgeschlossen oder Aufträge bearbeitet werden. „Sinkt der Adrenalinspiegel, holt sich der Körper sein Recht.“

Ihr Tipp: Lassen Sie es nicht so weit kommen. „Körperliche Warnsignale zu ignorieren, ist nie eine gute Idee“, warnt Bogendörfer. Es besteht die Gefahr, komplett auszufallen, weil Sie sich und ihre Ressourcen dauerhaft überfordert haben. Also: Lieber ein paar Tage mit einem harmlosen Infekt zuhause bleiben, als wegen einer verschleppten Grippe im Krankenhaus zu landen.

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