Mit 16 Jahren ein Reichweitern-Star auf Tiktok: Der angehende Bestatter Luis Bauer klärt in Kurzvideos über den Tod auf.
Foto: Bestattungen Burger
Mit 16 Jahren ein Reichweitern-Star auf Tiktok: Der angehende Bestatter Luis Bauer klärt in Kurzvideos über den Tod auf.

Millionen sehen Videos im Netz

Junger Bestatter klärt auf TikTok über den Tod auf

Bis zu sieben Millionen Klicks für seine TikTok-Videos sind bei diesem jungen Bestatter keine Seltenheit. Locker und selbstbewusst erklärt er sein Handwerk in kurzen Clips im Netz.

  • Luis Bauer ist wegen seiner millionenfach geklickten TikTok-Videos der wahrscheinlich bekannteste angehende Bestatter Deutschlands.
  • Das Medium nutzt der 16-Jährige, um über den Beruf des Bestatters aufzuklären und Menschen die Angst vor dem Tod zu nehmen.
  • Die Reichweite seines Kanals ist enorm, die Themen sind für Laien schlecht vorstellbar – aber er erklärt viele Kuriositäten rund um das Thema Tod in einer ruhigen und natürlichen Art.
  • Bauer erzählt auch, warum Bestatter sein Traumberuf ist und was ihm seine Arbeit persönlich gibt – und wie er mit seinen Videos bekannt wurde.

An die Reichweiten, die der 16-jährige Luis Bauer mit seinen Kurzvideos auf TikTok erzielt, müssen so manche Promis erst einmal rankommen. Bis zu sieben Millionen Mal wurde ein einzelner TikTok-Film schon geklickt. Die Themen seiner Videos: Der Tod. Ja, Sie haben richtig gelesen.

Bestatter-Themen mit Superlativen machen Zuschauer neugierig

Was für Normalbürger unvorstellbar klingt, ist für Luis mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. „Ich habe schon als kleines Kind mitbekommen, dass sich der Beruf meines Vaters um den Tod dreht“, sagt Bauer. Das Thema sei nie ein Tabu in der Familie gewesen. Er habe sogar sein Abitur abgebrochen hat, um im elterlichen Betrieb mitzuarbeiten. Deshalb sind einige Themen für ihn zwar immer neu, aber er scheut nicht, sie beim Namen zu nennen.

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Seine TikTok-Videos heißen beispielsweise so: „Was, wenn ein Toter aufwacht?“ (7,1 Millionen Klicks), „Heftiges Erlebnis als Bestatter“ (3,7 Millionen), „Kopf von Toten ab“ (3,1 Millionen) oder „Kann ich mal ´nen Toten sehen?“ (2,8 Millionen). Zahlreiche Videos mit markanten Titeln und recht ungewöhnlichen Themen sind auf dem Kanal @bestattungenburger zu finden. „Als das erste Video im Februar 2021 über Nacht viral gegangen ist, hat es mich gepackt“, berichtet er. Nicht nur technisch, auch thematisch meistere er immer neue Herausforderungen, habe Spaß bei den Drehs – und freue sich über die große Resonanz.

Ich übertreibe bei den Titel-Themen nicht, das gibt es wirklich alles“, betont Luis. Er wolle Zuschauern die Angst vor dem Tod nehmen und aus seinem Alltag berichten.

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Werbung für den Beruf des Bestatters

Noch andere Ziele verfolgt der junge Mann aus Fürth mit seinen Aufnahmen: „So viele junge Menschen nutzen das Medium TikTok, warum sollen wir Bestatter es nicht auch nutzen, um über unseren Beruf aufzuklären?“ Jugendliche in seinem Alter wüssten meist gar nicht, was ein Bestatter macht und würden niemals auf die Idee kommen, diesen Beruf zu erlernen. Deshalb macht er nebenbei auch Werbung für den Beruf.

Bei Bestattungen Burger ist er nun schon ein Jahr im „Außendienst“. Zu seinen Aufgaben gehören beispielsweise das Waschen von Verstorbenen und das „Aufbereiten“ für den letzten Abschied der Angehörigen am Sarg. „Ich ziehe die Toten an und mache sie ansehnlich für die Hinterbliebenen“, erklärt er. Zudem nehme er an Bestattungen und Trauerfeiern teil und lerne jeden Tag dazu.

Dankbarkeit der Menschen macht den Beruf liebenswert

Noch ist Luis zwar kein ausgebildeter Bestatter, will aber zeitnah in dem Familienbetrieb die Ausbildung beginnen. Vorher plant er noch eine Ausbildung zum Thanatologen. Was er dort lerne, diene der Vorbereitung des Verstorbenen auf die Bestattung und vertiefe sein jetziges Wissen.

Und was begeistert den 16-Jährigen an seinem angestrebten Beruf? „Das Herzblut, das ich in die Arbeit investiere, bekomme ich Eins zu Eins von den Familien der Verstorbenen zurück. Die Dankbarkeit für die Arbeit ist enorm – das gibt es nicht in vielen Berufen“, sagt Bauer. Ihm bedeute es viel, Menschen die gerade am Ende ihrer Kräfte sind, zu helfen und für einen Moment glücklich zu machen.

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Bekanntheit jenseits der Arbeit

Auch über die sozialen Medien hinaus ist Luis Bauer mittlerweile bekannt. In der Kölner Innenstadt oder auf Mallorca im Urlaub wurde er schon erkannt. „Die Leute auf der Straße sprechen mich an. Jugendliche haben sogar schon gefragt, ob sie ein Selfie mit mir machen dürfen“, berichtet er.

Gutes Feedback für seine Arbeit bekomme er auch auf Trauerfeiern. Und der Betrieb profitiere von seiner Medienbekanntheit: „Es rufen auch Kunden bei uns an, weil sie im Fernsehen oder im Netz von mir gehört haben, das macht mich und meine Familie stolz“, sagt Bauer.

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