Handwerker-Spieltag der RECKEN

Handwerk goes Handball: Networking, Wissen und Spannung pur

Beim Handwerker-Spieltag von Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf gab es nicht nur ein spannendes Handballspiel, sondern auch nützliche Infos für die Betriebsführung.

3 Min.19.03.2026, 15:39 Uhr
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Handwerker-Spieltag bei den Recken: Thomas Gehre (Präsident der Handwerkskammer Hannover) und Eike-Christian Korsen (Geschäftsführer der TSV Hannover-Burgdorf) begrüßt rund 280 Handwerkerinnen und Handwerker (v.r.n.l.).
Handwerker-Spieltag bei den Recken: Thomas Gehre (Präsident der Handwerkskammer Hannover) und Eike-Christian Korsen (Geschäftsführer der TSV Hannover-Burgdorf) begrüßt rund 280 Handwerkerinnen und Handwerker (v.r.n.l.). Ann-Christin Weber
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Das Handballbundesligaspiel TSV Hannover-Burgdorf gegen den Handball Sport Verein Hamburg stand ganz im Zeichen des Handwerks: Der Bundesligist aus Hannover veranstaltet regelmäßig Motto-Spieltage, jetzt gab es erstmals einen Handwerker-Spieltag – in einer ausverkauften ZAG Arena.

Schon vor Spielbeginn gegen den Nordrivalen aus Hamburg trafen sich rund 280 Handwerkerinnen und Handwerker in der Expo Corner auf dem Messegelände. Thomas Gehre (Präsident der Handwerkskammer Hannover) und Eike-Christian Korsen (Geschäftsführer der TSV Hannover-Burgdorf) begrüßten dort die Gäste. Und auf die wartete ein gleichermaßen informatives wie sportlich spannendes Programm.

„KI verändert die Welt, aber das Handwerk bleibt“

Im Impulsvortrag von Michael Kessler, Geschäftsführer von HERO Software, ging es zunächst um Künstliche Intelligenz (KI). Welche Bedeutung die Technologie für die Wirtschaft hat, veranschaulichte er anhand von zwei Zahlen: Die Konzerne OpenAI und Antropic, die hinter den KI-Lösungen ChatGPT und Claude AI stehen, seien aktuell mit 1100 Milliarden Euro bewertet, so Kessler. Diese Zahl stellte er der Bewertung der 40 größten deutschen Unternehmen gegenüber, die im Deutschen Aktienindex (DAX) notiert sind. Sie kämen aktuell auf eine Bewertung von 1.860 Milliarden Euro.

„Das verändert die Welt“, betonte Kessler. Doch er stellte auch klar: „KI verändert die Welt, aber das Handwerk bleibt.“ Allerdings habe das Handwerk aktuell ein Problem: Die vielen administrativen Prozesse fressen im Arbeitsalltag viel Zeit. Genau hier setze Hero an: „Wir bieten Betriebssysteme für Handwerksbetriebe an, mit denen wir Prozesse bis zu 100 Mal schneller machen“, sagte Kessler. Dabei setze das Softwareunternehmen auch KI – zum Beispiel beim Telefonassistenten Zorro.

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Beleuchtung: Was gutes Licht auszeichnet

Im Vortrag von Christian Olte, Geschäftsführer von The Light Group, ging es um Licht und Beleuchtung: „Licht ist ein wichtiger Faktor im Leben“, sagte Olte. Er erklärte, was gutes Licht ausmacht: „Es lässt uns Farben richtig sehen.“ Beispielsweise lasse sich mit Hilfe von guter Innenbeleuchtung ein schwarzes von einem nachtblauen Sakko problemlos unterscheiden.

Eine neue Website, während der Kaffeepause erstellen?

Eine neue Website erstellen – das klingt nach viel Arbeit. Doch Christian Linde von der Schlüterschen Mediengruppe – zum Unternehmen gehört auch die Medienmarke handwerk.com – zeigte in seinem Impulsvortrag, dass das nicht so sein muss. Mit dem All-in-One-Marketing-System COCO könnten Betriebe die eigene Website innerhalb einer Kaffeepause „von Grund auf modernisieren“, so Linde.

Es gab noch zwei weitere Impulsvorträge, in denen es um digitale Lösungen für das Handwerk ging. Thies Hansen, Geschäftsführer von Autarc, stellte eine All-in-one-Software für Wärmepumpen und PV-Anlagen vor. Im Vortrag von Florian Krappel, Geschäftsführer von KRPL Consulting, ging es darum, wie sich bei der Baustellendokumentation Zeit sparen lässt. „Bei vielen Betrieben landet die in Whatsapp-Chats“, so Krappel. Er erklärte, wie man diese Chats mithilfe eines Whatsapp-Assistenten mit der Branchensoftware verbinden und somit im Arbeitsalltag Zeit sparen könne.

Currywurst, Networking und ein torreiches Spiel

Beim Handwerker-Spieltag gab es in der Expo-Corner allerdings nicht nur Vorträge: Nach knapp einer Stunde hatten die Handwerkerinnen und Handwerker Gelegenheit, sich bei Currywurst und kühlen Getränken auszutauschen.

Gut gestärkt ging es wenig später zum Spiel in die ZAG Arena: Nach dem Anpfiff um 19 Uhr durften die mehr als 10.000 Besucher ein spannendes Handballspiel mit vielen Toren verfolgen. In der ersten Halbzeit fielen 36 Tore, beim Stand von 18:18 ging es für die Spieler in die Kabine. Zurück auf der Platte, fielen auch in der zweiten Halbzeit 36 Tore. Allerdings spielten die Gäste aus Hamburg in der zweiten Hälfte konzentrierter. In einem nervenaufreibenden Finish setzten sie sich letztendlich mit 37:35 gegen die Recken durch.

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