In einer E-Mail-Rechnung wird die Bankverbindung vom Handwerker zum Kunden verändert. Wie reagieren Betriebe darauf und wie schützen sie sich davor? 4 Tipps von einem IT-Experten.
Immer wieder gelangen sensible Daten wie Bankverbindungen in die Hände von Hackern und Betrügern. So auch in dem Fall eines Handwerksbetriebs, in dessen digitaler Rechnung an den Bauherren die IBAN gefälscht wurde. Wie kann es zu einem Rechnungsbetrug wie diesem kommen? Und wie können Handwerker sich davor schützen?
„Der häufigste Fehler ist, dass Menschen unbemerkt auf einen unbekannten Link klicken oder einen E-Mail-Anhang öffnen“, sagt der Experte für Netzwerksicherheit, Marco Hoffmeier. Das habe zur Folge, dass sich Malware (Schadsoftware) selbst installiert und beispielsweise Daten aus Outlook ausliest und gefälschte Dokumente weiterversendet. Einfallstor für Malware könnten laut Hoffmeier auch Sicherheitslücken in Programmen sein, Fehler bei der Programmierung des Exchange-Servers oder überfällige Updates von Programmen.
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Fällt dem Betrieb, dem Kunden oder einem Dritten auf, dass eine gefälschte Rechnung vorliegt, rät Hoffmeier so vorzugehen:
Marco Hoffmeier von net.e aus Aurich rät Betrieben, auf folgende Punkte in Sachen IT-Sicherheit zu achten:
Für den digitalen Rechnungsversand eignen sich Hoffmeier zufolge PDF-Dateien am besten. Echte Alternativen zur PDF-Datei gebe es nicht.
Sicherer werde der Rechnungsversand jedoch durch weitere Maßnahmen, wie Verschlüsselung oder Codierung von Dokumenten. Konkret hätten Unternehmen folgende Möglichkeiten, Dateien zusätzlich zu sichern:
Beim Versenden von E-Mails mit sensiblen Daten rät IT-Experte Hoffmeier von Office-Dateien wie Excel- und Word-Dokumenten ab. „Das sind ausführbare Dateien, sie sind leicht veränderbar und in ihnen können sich Makros befinden“, fasst er die Gründe zusammen. Auch in Zip-Dateien werde häufig Spam verschickt. Bei diesen Dateien rät er besonders beim Empfang zur Vorsicht.
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