Der unabhängiger Versicherungsberater Michael Jander weiß, wo Sie Geldreserven freimachen können.
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Unternehmensfinanzierung

Corona: Geldreserven aus Versicherungen freimachen

Das Coronavirus belastet die Betriebskasse. Mit diesen Kniffen bei Ihren Versicherungen, können Sie die Belastung um einige Tausend Euro senken.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Beiträge reduzieren, stunden, Zahlungsintervalle besser verteilen: Mit diesen einfachen Kniffen können Sie jetzt Geld sparen.
  • Sparen können Sie zum Beispiel bei Ihrer Inhaltsversicherung, der Betriebshaftpflicht und der Lebensversicherung. Im Fall Ihrer KFZ-Versicherung ist sogar eine Erstattung drin.
  • Hier ist Vorsicht geboten: In der sogenannten „Beitragsfreistellung“ schlummern mehrere Gefahren, die weit mehr Unheil anrichten können, als sie Ihnen Vorteile bringen.

Wenn Sie Ihre Versicherungen jetzt überprüfen, können Sie in den nächsten Monaten leicht mehrere tausend Euro sparen. Ihre Optionen reichen von reduzierten Beiträgen, Beitragsstundungen bis zu Beitragserstattungen: Wie das geht, erklärt der unabhängige Versicherungsberater Michael Jander. Er erklärt zudem, worauf Sie unbedingt achten sollten, um nicht in eine teure Falle zu laufen.

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Rückgänge melden, Beiträge reduzieren während der Corona-Krise

Verringern sich Ihre Umsätze, Mitarbeiterzahlen, Lohn- und Gehaltssumme und Warenwerte im Zuge der Corona-Krise, rät Versicherungsberater Michael Jander: „Informieren Sie rechtzeitig Ihre Versicherung!“ Grund: Haben Sie zum Beispiel in Ihrer Inhaltsversicherung einen Warenbestand über 1 Million Euro versichert, aber nur einen realen Bestand von über 300.000 Euro, zahlen Sie umsonst die höhere Versicherungssumme für den höheren Warenwert. „Gleiches gilt für die Betriebshaftpflicht, die sich nach den Umsätzen oder der Lohnsumme berechnet“, erklärt Michael Jander. Nur eines sollten Sie nicht vergessen: Wenn die Geschäfte anziehen, müssen Sie Ihren Versicherungsschutz wieder nach oben korrigieren.

Änderung des Zahlungsintervalls

Haben Sie für einige Versicherungen jährliche oder halbjährliche Zahlungen vereinbart und die nächste große Zahlung wird bald fällig? „Ändern Sie die Zahlung jetzt auf monatliche Zahlweise“, rät Jander. So vermeiden Sie, dass eine große Rechnung Ihre Liquidität zusätzlich belastet. Je nach Versicherungsart und Zahlungsintervall kann das mehrere Tausend Euro ausmachen.

Tipp: Viele Versicherungen haben laut Jander aufgrund der aktuellen Situation durch das Coronavirus kulante Regelungen bei Beitragsrückständen angekündigt. Sein Rat: „Wenn Sie Zahlungsprobleme haben, warten Sie nicht auf die erste Mahnung sondern gehen Sie aktiv auf die Versicherung zu, um nicht Ihren Versicherungsschutz zu riskieren.“

Liquidität erhöhen durch Beitragserstattung

Eine kleine Geldquelle kann im Fuhrpark Ihres Unternehmens schlummern, wenn Sie Fahrzeuge etwa aufgrund eines Auftragsrückgangs erstmal nicht benötigen. „Die lassen sich vorübergehend außer Betrieb setzen“, erklärt Jander. Der Vorteil: So sparen Sie nicht nur KfZ-Steuer und Kasko-Versicherung, Sie können auch den häufig bereits im Winter gezahlten Jahresbeitrag anteilig von der Versicherung erstattet bekommen. „Erst wenn ich die Fahrzeuge wieder zulasse, werden wieder Beiträge fällig“, erklärt Michael Jander.

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Nicht unüberlegt aussteigen

Wenn Ihr Haushaltsbudget kleiner wird, sollten Sie Ihre Lebensversicherung nicht leichtfertig kündigen. Diese Lösung ist immer dann die denkbar schlechteste, wenn Sie spürbare Verluste hinnehmen müssen. Lassen Sie sich vorher diese Varianten berechnen:

Vertrag ruhen lassen

Dies funktioniert, wenn Sie mindestens ein Jahr lang Beiträge gezahlt haben. Vorteil: Sie müssen nichts nachentrichten.

Beitragsfreistellung

Sie erhalten keinen Rückkaufswert und zahlen keine weiteren Prämien mehr. Nachteil: Die Leistungen reduzieren sich deutlich.

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