Tischlermeister Christian Koopmann baut Tiny Houses, die für verschiedene Zwecke genutzt werden.
Foto: Privat
Tischlermeister Christian Koopmann baut Tiny Houses, die für verschiedene Zwecke genutzt werden.

Kurzinterviews

Serie: Gut gemacht! Handwerker verraten ihre Erfolgsrezepte

Viele Wege führen zum Erfolg. Aber welche? In der Fortsetzung der Kurzinterview-Reihe erzählen Selbstständige, was ihren Betrieb ausmacht. Teil 15: Tiny Houses – Eigenheime aus ökologischen Materialien.

  • In der Interview-Serie "Gut gemacht!" berichten Handwerker, welche Entscheidungen sie zu erfolgreichen Unternehmern gemacht haben – die Lesedauer beträgt maximal 60 Sekunden.
  • Die Selbstständigen erzählen, welche Entscheidungen für sie spielentscheidend waren, worin sie ihre Alleinstellungsmerkmale sehen und was sie künftig noch erreichen wollen.

Teil 15: Tiny Houses als individuelle Eigenheime 

Jungunternehmer Christian Koopmann baut Tiny Houses nach individuellen Wünschen und nutzt vorwiegend ökologische Materialien. Seine größte Hürde auf dem Weg zum marktfähigen Produkt waren die Behörden. 

1.    Was war Ihre wichtigste Entscheidung als Unternehmer? Die wichtigste Entscheidung bisher war, den Schritt einer eigenen Produktionshalle zu wagen. Die damit verbundenen Kosten sind gerade für mich als Jungunternehmer eine große Herausforderung.

2.      Was bieten Sie Kunden, das Ihre Mitbewerber nicht haben? Mir ist es wichtig, dass jeder Kunde genau das bekommt was er möchte. Somit stellen wir ausschließlich individuelle Tiny Häuser her. Dabei spielt die Qualität natürlich eine große Rolle. Außerdem werden unsere kleinen Häuser überwiegend mit ökologischen Materialien hergestellt.

3.      Welches Ziel wollen Sie als Unternehmer noch erreichen? Mein Ziel ist es zu wachsen. Weitere Mitarbeiter gewinnen und im Unternehmen integrieren. Wir werden weitere Nischen, wie den Sauna-Bau oder den Bau mobiler Büros, umsetzen.

4.      Was war Ihre härteste Bewährungsprobe? Am härtesten war der Kampf mit den Behörden (Gemeinden, Bauamt, TÜV/DEKRA, Architekten, Statiker…). Wie muss ich das Tiny House bauen, damit ich eine Genehmigung bekomme? Anfangs wusste niemand, was überhaupt ein Tiny House ist.

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Teil 14: Designte Möbel, die besonders nachhaltig sind

Der Oldenburger Betrieb Claus + Claus hat sich auf die Fertigung von nachhaltigen Büromöbeln spezialisiert. Das Team um Geschäftsführer Florian Schön will Möbel fertigen, die kreislauffähig, schadstofffrei reparabel und leicht sind.

Unternehmer Florian setzt auf Kreislaufwirtschaft und nutzt alte Spanplatten, um daraus neue Möbel zu bauen.
Foto: Privat
Florian Schön

1. Was war Ihre wichtigste Entscheidung als Unternehmer? Wir setzen auf Kreislaufwirtschaft. Das heißt, dass wir gerettete Rohstoffe in Produkte integrieren, die andere entsorgen würden.

2. Was bieten Sie Kunden, das Ihre Mitbewerber nicht haben? Unsere Kunden können bei uns zum Beispiel ausrangierte Möbel oder Spanplatten abgeben. Wir designen und fertigen daraus dann für sie neue Möbelstücke.

3. Welches Ziel wollen Sie als Unternehmer noch erreichen? Ich möchte mit meinem Betrieb zu einer Transformation der Wirtschaft beitragen – hin zu einem ökologischen und sozialen Unternehmertum.

4. Was war Ihre härteste Bewährungsprobe? In einem Start-Up sind die personellen und finanziellen Ressourcen begrenzt. Daher muss ich oft viele Dinge gleichzeitig machen, das ist manchmal eine echte Herausforderung.

5. Wie halten Sie sich und Ihren Betrieb leistungsfähig? Wir setzen im Betrieb auf die Methode der gewaltfreien Kommunikation. Wir nehmen uns Zeit, um miteinander zu reden und achten darauf, wie wir miteinander umgehen. Ziel dabei ist es, die menschlichen Beziehungen im Team zu stärken.

Teil 13: Visionen entwickeln – und gezielt umsetzen

Bei der Sonnensegel Manufaktur in Nordstemmen werden Visionen groß geschrieben. Tanja Hartmann und ihre Geschäftspartnerin Lydia Horst arbeiten an einer Solarfolie für Sonnensegel, die Strom erzeugen kann.

Tanja Hartmann
Foto: Martina Jahn
Tanja Hartmann

1. Was war Ihre wichtigste Entscheidung als Unternehmerin? Verantwortung mit meiner Geschäftspartnerin zu teilen und uns nach unseren Stärken die verschiedenen Bereiche aufzuteilen.

2. Welches Ziel wollen Sie als Unternehmer noch erreichen? Wir wollen Visionen umsetzen: Ganz oben steht die Verbindung von einer Solarfolie mit dem Sonnensegelstoff, um damit Strom zu erzeugen. Und in Sachen Nachhaltigkeit haben wir uns vorgenommen, mehr auf Recycling zu setzen und ein Lastenrad anzuschaffen.

3. Was war Ihre härteste Bewährungsprobe? Körperliche Grenzen kennenzulernen und den Abstand zwischen Ruhe- und Belastungsphasen wirklich konsequent einzuhalten.

4. Wie halten Sie sich und Ihren Betrieb leistungsfähig? Mit schnellem Handeln, der Zusammenarbeit mit ortsansässigen Gewerken, indem wir die Fixkosten im Blick behalten und versuchen, bodenständig zu bleiben.

Teil 12: Gründung in der Corona-Pandemie - ohne persönliche Kontakte

Tim Schlattmann ist Inhaber von Geo-Klimatechnik in Georgsmarienhütte. Der Unternehmer steckt noch in einer harten Bewährungsprobe – nämlich im ersten Gründungsjahr seines Betriebs in Zeiten der Corona-Pandemie.  

Tim Schlattmann
Foto: Privat
Tim Schlattmann

1. Was war Ihre wichtigste Entscheidung als Unternehmer? Die Entscheidung zu gründen – und zwar trotz den erschwerten Bedingungen: Corona, Rohstoffknappheit, etc.

2. Was bieten Sie Kunden, das Ihre Mitbewerber nicht haben? Das Thema Nachhaltigkeit steht für mich besonders im Vordergrund. Gerade beim Arbeiten mit neuesten Technologien wie zum Beispiel Wasser als Kältemittel oder beim Einbeziehen aktueller Förderprogramme, achte ich immer darauf, über den Tellerrand zu schauen und ganzheitliche Lösungen für den Bedarf der Kunden zu schaffen.

3. Welches Ziel wollen Sie als Unternehmer noch erreichen? Ich möchte mein Unternehmen als feste Größe in der Region etablieren, mit einer starken Basis wachsen und Arbeitsplätze schaffen. 

4. Was war Ihre härteste Bewährungsprobe? Ich denke, die Gründung inmitten einer Pandemie ist die härteste Bewährungsprobe: die fehlenden Möglichkeiten ein gutes Netzwerk aufzubauen und die eingeschränkten persönlichen Kontakte. Zudem gibt es viele Fehlinformationen, welche Maßnahmen bezüglich der Minimierung von Virenlasten in Innenräumen sinnvoll sind.

Die ersten 11 Teile dieser Serie finden Sie hier. Serie: Gut gemacht! Handwerker verraten ihre Erfolgsrezepte

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