Tischlermeister Christian Rasch
Foto: Denny Gille

Strategie

Serie: Gut gemacht! Handwerker verraten ihre Erfolgsrezepte

Viele Wege führen zum Erfolg. Aber welche? In dieser Kurzinterview-Reihe erzählen Selbstständige, was ihren Betrieb ausmacht. Teil 8: Gut investiert, in die richtigen Maschinen.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • In der Interview-Serie "Gut gemacht!" berichten Handwerker, welche Entscheidungen sie zu erfolgreichen Unternehmern gemacht haben.
  • Die Serie setzt auf Kurz-Interviews mit maximal fünf Fragen. Jedes Interview hat eine Lesedauer von maximal 60 Sekunden.
  • Die Selbstständigen erzählen, welche Entscheidungen für sie spielentscheidend waren, worin sie ihre Alleinstellungsmerkmale sehen und was sie künftig noch erreichen wollen.

Teil 8: Gut investiert, in die richtigen Maschinen

Tischlermeister Christian Rasch geht mit seinem Betrieb Möbelkunst Rasch aus in Belm bei Osnabrück auf die unterschiedlichsten Designwünsche seiner Kunden ein.

Was war Ihre wichtigste Entscheidung als Unternehmer? Ich habe Geld in gute Maschinen für ganz verschiedene Bearbeitungsmöglichkeiten investiert, noch bevor ich dafür die passenden Aufträge hatte. Das war eine bewusste Entscheidung und sie hat sich für mich ausgezahlt. So kann ich zum Beispiel Drechselarbeiten anbieten. Auch habe ich viele spezielle Hand- und Elektrowerkzeuge – die sind nicht oft im Einsatz, aber umso wertvoller, wenn sie gebraucht werden.

Was bieten Sie Kunden, das Ihre Mitbewerber nicht haben? Meine Kunden schätzen an mir, dass ich ihren Sinn für Kunst teile und ein Auge für Design und Proportionen habe. Ich nehme mir viel Zeit für die bestmögliche Beratung. Und ich erfülle ausgefallene Wünsche, die mich herausfordern und vom Standard abweichen. Das kann mal eine achteckige Fensterluke in einer Tür sein oder wie aktuell der Bau einer Jugendstiltür mit Schnitzereien.

Welches Ziel wollen Sie als Unternehmer noch erreichen? Dass ich mich vor interessanten Aufträgen nicht retten kann. Außerdem möchte ich überregional noch bekannter werden.

Wie halten Sie sich und Ihren Betrieb leistungsfähig? Gesundheit ist ganz wichtig, daher achte ich auf guten Arbeitsschutz. Ich arbeite außerdem mit guten Werkzeugen, die mich entlasten. Und ich habe Spaß an meiner Arbeit.

Teil 7: Zentrales Kundenversprechen: Jeder Wunsch wird erfüllt!

Der Metallbildner Andreas Henschel aus Schönebeck, Sachsen-Anhalt, hat sich mit seinem Unternehmen Steelware Design auf individuellen Möbelbau spezialisiert.

  • Was war Ihre wichtigste Entscheidung als Unternehmer? Nach jahrelangem Dienstleistungsservice im Bereich Stahlmontage habe ich den Entschluss gefasst, mich auf ein Produkt zu spezialisieren: die Anfertigung einzigartiger Möbel aus Stahl, Holz und anderen Materialien.
  • Was bieten Sie Kunden, das Ihre Mitbewerber nicht haben? Ich erfülle hochindividuelle Möbelwünsche. Ich baue Möbel für jeden Kunden so, dass er das Gefühl hat, es selbst gemacht zu haben.
  • Welches Ziel wollen Sie als Unternehmer noch erreichen? Den weiteren Ausbau der Produktion mit Digitalisierung im Bereich Industrieroboter. Das soll mich und künftige Mitarbeiter bei verschiedenen Arbeitsschritten entlasten.
  • Was war Ihre härteste Bewährungsprobe? Die steht noch aus. Bisher habe ich kein aktives Marketing gemacht. Ich will Kunden meine Produkte begreifbar machen und ihnen zeigen, dass sie bei mir jeden individuellen Wunsch erfüllt bekommen. Getreu meinem Slogan: „Wir schaffen Möglichkeiten“.

Teil 6: Mit digitalen Prozessen gegen den Fachkräftemangel

Martina Radtke teilt sich mit ihrem Bruder und ihren Eltern die Geschäftsführung der Elektro Radtke GmbH in Neulehe.

Die Betriebswirtin hat die Zahlen im Blick und setzt auf digitale Prozesse – gerade in Zeiten des Fachkräftemangels.

  • Was war Ihre wichtigste Entscheidung als Unternehmerin? Die Einführung einer neuen Software vor einigen Monaten – für Angebote, Abrechnungen, Bestellungen und Vielem mehr. Das spart Zeit und schont die Nerven. Wir sind auch dabei, das noch weiter auszubauen.
  • Was bieten Sie Kunden, das Ihre Mitbewerber nicht haben? Die permanente Erreichbarkeit: Wir sind Dienstleister für Industrie und Landwirtschaft. Da stehen die Maschinen nie still und die Kunden danken uns das – und sie nutzen diesen Service auch.
  • Welches Ziel wollen Sie als Unternehmen noch erreichen? Unser nächstes Ziel ist, dass unsere Monteure unterwegs Tablets für die Auftragsbearbeitung nutzen und somit, als Schnittstelle zwischen Büro, Lager und Baustelle fungieren. Das wird unsere Prozesse noch weiter vereinfachen.
  • Was war Ihre härteste Bewährungsprobe? Wir befinden uns mittendrin: der Fachkräftemangel. Wir müssen mit den Ressourcen, die wir haben, der Auftragslage begegnen – das ist eine wahre Herausforderung. Intern haben wir deshalb schon einige Arbeitsabläufe umgestellt.
  • Wie halten Sie sich und Ihren Betrieb leistungsfähig? Wir bemühen uns, das Team durch Schulungen und neue Aufgaben fit zu halten. Schon während der Ausbildung bieten wir einen Termin pro Wiche an, an dem die Azubis bei Bedarf den Stoff aus der Schule nacharbeiten können. Oft hilft das als Aufarbeitung und Festigung des Wissens. Und: Unsere Azubis bestehen die Gesellenprüfung meist überdurchschnittlich gut.

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