...wird der Betrieb mit einem neuen Logo und einer neuen Firmierung durchstarten. Das soll 2021 soweit sein.
Foto: hoelzen GmbH

Strategie

Serie: Gut gemacht! Handwerker verraten ihre Erfolgsrezepte

Viele Wege führen zum Erfolg. Aber welche? In dieser Kurzinterview-Reihe erzählen Selbstständige, was ihren Betrieb ausmacht. Teil 10: Ein neuer Name steht für Spezialisierung.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • In der Interview-Serie "Gut gemacht!" berichten Handwerker, welche Entscheidungen sie zu erfolgreichen Unternehmern gemacht haben.
  • Die Serie setzt auf Kurz-Interviews mit maximal fünf Fragen. Jedes Interview hat eine Lesedauer von maximal 60 Sekunden.
  • Die Selbstständigen erzählen, welche Entscheidungen für sie spielentscheidend waren, worin sie ihre Alleinstellungsmerkmale sehen und was sie künftig noch erreichen wollen.

Teil 10: Ein neuer Name steht für Spezialisierung

In den nächsten Jahren will dieser Betrieb seinen Fokus schärfen. Michael Blechert will die KS Bautenschutz GmbH aus Bramsche dann an seinen Nachfolger übergeben.

Was war Ihre wichtigste Entscheidung als Unternehmer?

Wir haben Anfang 2020 begonnen, die Nachfolge so einzuleiten, dass wir ab 2021 einen neuen Firmennamen und ein neues Logo haben werden. Mit „Zwei K Abdichtungs- & Bodentechnik“ wollen wir den Grundstein für eine spezialisierte Zukunft legen. Dieser Schritt soll die Offenheit für neue Wege zeigen und unseren Willen, uns im regionalen Bereich stärker zu etablieren.

Was bieten Sie Kunden, das Ihre Mitbewerber nicht haben?

Wir legen Wert auf nachweislich bestätigte Qualität: beispielsweise durch Zertifizierungen im Arbeitsschutz oder für Arbeiten nach dem Wasserhaushaltsgesetz. Außerdem liegen uns die Werte eines familiengeführten Handwerksbetriebs am Herzen. Dazu gehören kundenorientierte und flexible Kommunikation und Professionalität. Herausforderungen durchdachte Sonderlösungen nehmen wir gern an.

Welches Ziel wollen Sie als Unternehmer noch erreichen?

Wir haben in den vergangenen Jahren die Vergrößerung und Aufwertung des Betriebs sowie der Büro- und Lagerflächen vorangetrieben. Zur Erleichterung der Abläufe wollen wir unseren Fuhrpark digitalisieren. Das soll auch rechtlichen Rückhalt sichern.

Wie halten Sie sich und Ihren Betrieb leistungsfähig?

Viele Gewerke in einem Betrieb zu haben, hat in unserem Fall einen großen Vorteil: Es ist uns möglich, die Schlecht-Wetter-Zeit mit anderen Gewerken zu bedienen, als wir es im Sommer tun können. Innerbetrieblich haben wir flache Hierarchien und eine gute Leistungsfähigkeit durch Teams aus Jung und alt. Identifikation mit dem Betrieb führt zu großer Mitarbeiterbindung.

Teil 9: Den Betrieb für die Nachfolge rüsten

Damit sein Betrieb für die Übergabe an seine Tochter gerüstet ist, investiert Tischlermeister Herbert Müller aus Duderstadt jetzt schon.

Was war Ihre wichtigste Entscheidung als Unternehmer? Als feststand, dass unsere Tochter den Betrieb übernimmt, haben wir eine große Ausstellung gebaut. Wir wollen den Betrieb zukunftsfähig aufstellen.

Was bieten Sie Kunden, das Ihre Mitbewerber nicht haben? Kunden können bei uns Türen, Fenster, Möbel und mehr erleben. Das ist ein Mehrwert auch in der Beratung, in der wir auch digitale Methoden einsetzen.

Welches Ziel wollen Sie mit Ihrem Unternehmen noch erreichen? Ich möchte den Betrieb erhalten, so dass er von der nächsten Generation erfolgreich weitergeführt werden kann. Dabei ist mir die Qualität unserer Auftragsausführung und unserer Ruf besonders wichtig.

Was war Ihre härteste Bewährungsprobe? Es kommt schon vor, dass Bauträger nicht zahlen können und wegbrechen. Das aufzufangen, ist nicht immer leicht.

Wie halten Sie sich und Ihren Betrieb leistungsfähig? Momentan modernisieren wir die Hard- und Software. Unser Team wird ­regelmäßig geschult und wir selbst versuchen, uns durch Sport fit zu halten.

4 Signale, dass Ihr Nachwuchs für die Betriebsnachfolge in Frage kommt

Sie wünschen sich, dass Ihr Sohn oder Ihre Tochter den Betrieb übernimmt? Diese 4 Signale sprechen dafür, dass dieser Wunsch realistisch ist.
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Teil 8: Gut investiert, in die richtigen Maschinen

Tischlermeister Christian Rasch geht mit seinem Betrieb Möbelkunst Rasch aus in Belm bei Osnabrück auf die unterschiedlichsten Designwünsche seiner Kunden ein.

Was war Ihre wichtigste Entscheidung als Unternehmer? Ich habe Geld in gute Maschinen für ganz verschiedene Bearbeitungsmöglichkeiten investiert, noch bevor ich dafür die passenden Aufträge hatte. Das war eine bewusste Entscheidung und sie hat sich für mich ausgezahlt. So kann ich zum Beispiel Drechselarbeiten anbieten. Auch habe ich viele spezielle Hand- und Elektrowerkzeuge – die sind nicht oft im Einsatz, aber umso wertvoller, wenn sie gebraucht werden.

Was bieten Sie Kunden, das Ihre Mitbewerber nicht haben? Meine Kunden schätzen an mir, dass ich ihren Sinn für Kunst teile und ein Auge für Design und Proportionen habe. Ich nehme mir viel Zeit für die bestmögliche Beratung. Und ich erfülle ausgefallene Wünsche, die mich herausfordern und vom Standard abweichen. Das kann mal eine achteckige Fensterluke in einer Tür sein oder wie aktuell der Bau einer Jugendstiltür mit Schnitzereien.

Welches Ziel wollen Sie als Unternehmer noch erreichen? Dass ich mich vor interessanten Aufträgen nicht retten kann. Außerdem möchte ich überregional noch bekannter werden.

Wie halten Sie sich und Ihren Betrieb leistungsfähig? Gesundheit ist ganz wichtig, daher achte ich auf guten Arbeitsschutz. Ich arbeite außerdem mit guten Werkzeugen, die mich entlasten. Und ich habe Spaß an meiner Arbeit.

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