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IT Sicherheit

Sechs Tipps für Ihre Sicherheit Im Internet

Sie sind allein schon beruflich bedingt viel im Netz unterwegs, checken gern auch mal unterwegs Ihre Mails, um Kunden nicht zu lange warten zu lassen - gut! Aber Vorsicht: Dreiste Datendiebe sind meist nicht zu erkennen.

 - Wer viel im Netz unterwegs ist, Smartphone und Co. nutzt, um auch online für seine Kunden da zu sein, sollte die IT-Sicherheit im Blick haben.
Wer viel im Netz unterwegs ist, Smartphone und Co. nutzt, um auch online für seine Kunden da zu sein, sollte die IT-Sicherheit im Blick haben.
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WLAN abschalten!
Öffentliche WLAN Netze sind super. Schnell mal auf einen Cappuccino ins nächste Restaurant, Laptop, Smartphone oder Tablet gezückt, eingeloggt und schon steht der Arbeit in entspannter Atmosphäre meist nichts mehr im Wege. Doch Vorsicht. Genau solche Konstellationen nutzen Cyberkriminelle auch in Deutschland immer öfter für sogenannte “Man-in-the-middle”-Angriffe, gezielte Attacken also, bei denen ein Krimineller das öffentliche WLAN-Angebot knackt und so bei alledem, was Sie auf Ihrem Rechner tun, mitlesen kann.

Verhindern können Sie so etwas, indem Sie Daten nur verschlüsselt übermitteln. Tauschen Sie also beispielsweise mit Ihrer Sekretärin im Büro ein Angebot über das Internet aus, sollten die Daten erst verschlüsselt werden, ehe die Übermittlung startet. Klingt kompliziert - ist es mit den richtigen Tools aber nicht.

Generell sollten Sie laut IT-Fachmann Detelf Sonntag einen möglichst großen Bogen um öffentliche WLAN-Netze machen. Wenn sich deren Nutzung nicht vermeiden lässt, sollten Sie auf Ihr Bauchgefühl hören. Vertrauen Sie nicht blind jedem öffentlich angebotenen Netz - gerade wenn Sie mit sensibleren Daten arbeiten.

Tipp am Rande: Gerade bei Notebooks sind heute mitunter sehr hochwertige Displays verbaut. Die sind teilweise so aufgebaut, dass man, nicht nur, wenn man direkt davor sitzt, hervorragend ablesen kann, was auf dem Rechner passiert. Wollen Sie Ihre Daten vor dem Einblick Dritter schützen, sollten Sie sich für eine Display-Folie entscheiden. Die gibt es unter dem Namen Blickschutzfolie von verschiedenen Anbietern und für verschiedene Geräteklassen wie Smartphone, Tablet oder Laptop unter anderem bei amazon.de.

Warum Sie NiemalsNieNicht als Admin arbeiten sollten, lesen Sie auf der zweiten Seite.

Arbeiten Sie nicht als Admin!!!
 - Dauerhaft mit einem Administratorenkonto am PC oder Mac zu agieren, erleichtert digitalen Dieben die Arbeit ganz erheblich.
Dauerhaft mit einem Administratorenkonto am PC oder Mac zu agieren, erleichtert digitalen Dieben die Arbeit ganz erheblich.
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Installieren Sie einen Rechner neu oder nehmen Sie eine neue Maschine in Betrieb, ist Ihr Betriebssystem mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so eingestellt, dass Sie den Rechner als Administrator nutzen. Das ist für Sie als Anwender weitgehend egal, kann sogar in einigen Bereichen von Vorteil sein. ABER: Gelingt es einem Cyberkriminellen Ihren Rechner zu kapern, machen Sie es ihm besonders einfach, wenn Sie Ihr Betriebssystem als Admin nutzen. Denn als solcher dürfen Sie schlicht alles am Rechner - und das kann sich der digitale Missetäter natürlich ganz ausgezeichnet zunutze machen.

Daher rät IT-Sicherheits-Experte Detlef Sonntag dazu, den Rechner wenigstens mit zwei Nutzerprofilen auszustatten - einmal tatsächlich als Administrator und einmal als normaler Anwender. Das Administrator-Profil sollten Sie in der Praxis aber nur dann nutzen, wenn Sie neue Software installieren müssen oder andere administrative Aufgaben vornehmen.

Übrigens: Genauso sollten Sie auch verfahren, wenn Sie ein Android-Smartphone oder -Tablet verwenden. Das google-Betriebssystem ist an dieser Stelle ähnlich gestaltet wie Windows.

Obacht bei CD-/DVD-Laufwerken und USB-Sticks
Der sicherste Weg um einen Betrieb zu hacken? Legen Sie einfach einen präparierten USB-Stick auf den Parkplatz und warten Sie ein paar Stunden. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mitarbeiter oder auch der Chef selbst den Stick findet, mit ins Haus nimmt und guckt, was drauf ist, tendiert gegen 100 Prozent – besagt eine alte Hacker-Weisheit.

Da das so ist, rät Sonntag zu einem radikalen Schritt: “Sperren Sie an allen Workstations den Zugriff auf die CD-DVD-Laufwerke und die USB-Anschlüsse. Und seien Sie selbst auf der Hut, wenn Sie Datenträger aus Ihnen unbekannten Quellen in Händen halten.

Alles in die Wolke? Warum nicht. Wie Sie die richtige Wolke wählen, lesen Sie auf Seite 3.

Cloud ja, aber …
 - Ja! Aber bitte in die richtige. Dann bieten die digitalen Speicherplätze im Netz fast unbegrenzte Möglichkeiten.
Ja! Aber bitte in die richtige. Dann bieten die digitalen Speicherplätze im Netz fast unbegrenzte Möglichkeiten.
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Cloud-Dienste erleichtern das Leben. Ob unterwegs auf Angebote zuzugreifen oder einfach Baustellenfotos von Mitarbeitern sofort zu sehen - Cloudanwendungen machen vieles möglich, was ohne sie einfach nicht funktioniert hat. Doch die virtuellen Speicherplätze im Netz haben auch ihre Tücken, warnt Sonntag. Vor allem Datenschutzbelange seien hier im Spiel.

Daher rät der Fachmann, darauf zu achten, nur solche Cloud-Anbieter zu nutzen, deren Server in Deutschland oder zumindest in Europa stehen.

Und auf noch einen Faktor sollten Sie zwingend achten, wenn Sie intensiver mit Cloud-Dienstleistungen arbeiten wollen: eine leistungsstarke Internet-Verbindung, mit einer fest zugesagten Leistungsfähigkeit für Down- und (!) Up-Load. Denn Letztere hinkt bei den meisten DSL-Anschlüssen deutlich hinterher, was gerade für umfangreichere Datensicherungen ein echtes Problem werden kann.

Auf Nummer sicher …
Sie entwickeln etwas Neues, von dem Sie auf gar keinen Fall wollen, dass Hacker oder gar die Konkurrenz es zu Gesicht bekommen, ehe Sie es erfolgreich am Markt positioniert haben?

“Dann stellen Sie neben Ihren normalen Rechner einen zweiten, den Sie nicht mit dem Internet verbinden. Damit ist der Rechner sicher vor dem Zugriff Dritter von außerhalb Ihres Unternehmens”, sagt Sonntag.

Passwörter
Sie sind im Netz unterwegs und plötzlich fordert Ihr Rechner Sie auf, Ihr Passwort zu verändern? Seien Sie auf der Hut, rät Sonntag. Generell sollten Sie immer genau darauf achten, was Ihr Rechner macht. Installiert er plötzlich eine neue Software? Dann sehen Sie genau hin, ob es sich um ein gewünschtes Update oder eine ganz und gar unerwünschte Schadsoftware handelt.

Oder verlangt Ihr Rechner nach einem neuen Kennwort? Dann sehen Sie genau hin, ob Sie wirklich da sind wo Sie sein wollen und ob die Anforderung eines neuen Passworts plausibel ist.

Wenn alles mit rechten Dingen zugeht, achten Sie beim neuen Passwort auf den richtigen Mix aus Buchstaben und Zahlen. Wie Sie sichere Passwörter generieren, lesen Sie hier.

Was Sie sonst noch über den sicheren Umgang mit Passwörtern wissen müssen? Lesen Sie auch die letzte Seite.

Sie brauchen mehr als ein Passwort!
 - Aber keineswegs auch sicher: Liebling ist neben 1234567 und Passwort eines der beliebesten Kennwörter.
Aber keineswegs auch sicher: Liebling ist neben 1234567 und Passwort eines der beliebesten Kennwörter.
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Online-Banking, Mobiler-Mail-Zugang, Anmeldung ans Firmennetzwerk, Ihr Hobby-Forum, Facebook, der Zugang zum Web-Auftritt Ihrer Erfa-Gruppe, die Benutzerdaten für den von Ihnen am meisten frequentierten Online-Shop für Baumaterial. Das sind nur sieben von durchschnittlich deutlich mehr Webseiten beziehungsweise Anmelde-Feldern an denen wir uns tagtäglich als IT-Nutzer authentifizieren müssen. Natürlich liegt es da in der Natur der Sache, möglichst viel mit nur einem Kennwort abzudecken. Doch das ist grob fahrlässig, warnt IT-Experte Sonntag.

Denn baldowert ein Cyberkrimineller Ihr Passwort beispielsweise in Ihrem weniger gut gesicherten Hobby-Forum aus, hat er auf einmal auch den Schlüssel zu Ihren Bankdaten oder Ihrem Unternehmen in der Hand.

Daher rät Sonntag zu einem eigenen Passwort für jede Anwendung. Das ist zwar aufwändig, doch mit Blick auf die Sicherheit unverzichtbar, stellt der Experte klar.

Und auch generell rät der Fachmann zu größtmöglicher Sensibilität im Umgang mit IT und darauf erzeugten sowie gespeicherten Daten. Selbstverständlich sein sollte zum Beispiel ein leistungsstarker Virenschutz mit allen aktuellen Sicherheitsupdates – und das nicht nur auf dem Rechner im Büro, sondern auch auf Smartphone und Co. Außerdem sollten Passwörter konsequent alle sechs bis acht Wochen getauscht werden. Wer dann noch mit Bedacht im Netz unterwegs ist, nicht achtlos Dokumente und Dateien herunterlädt und Firewalls aktiviert und bewusst einsetzt, ist deutlich sicherer unterwegs.

(ha)

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