Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Verbraucher im Haifischbecken

Verbraucher im Haifischbecken

Vor „Dachhaien“ warnt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Es sei dringend davon abzuraten, Verträge mit „reisenden Dachdeckerfirmen sozusagen auf der Türmatte“ abzuschließen.

Vor Dachhaien warnt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Es sei dringend davon abzuraten, Verträge mit reisenden Dachdeckerfirmen sozusagen auf der Türmatte abzuschließen.

Das dreiste Vorgehen der Handwerker: Vertreter, die direkt an der Haustüre klingeln oder per Postkarte um Kontaktaufnahme bitten, weisen auf angebliche Schäden am Dach hin, die umgehend behoben werden müssten. In Hessen seien Hausbesitzer den Überredungskünsten erlegen und hätten Aufträge für kleinere Reparaturen erteilt.

Die Arbeiter standen meist schon am nächsten Tag im Garten. Beim Begehen des Daches entdeckten sie in der Regel grundlegende Schäden, die komplette Sanierungen unumgänglich machten. Den Kunden wurden dann Verträge über mehrere zehntausend Mark vorgelegt, erklärt Christian Michaelis, Bauexperte der Verbraucherzentrale, im Gespräch mit handwerk.com.

Wer die Verträge unterschreibe, müsse damit rechnen, dass sein Haus umgehend und komplett abgedeckt werde. Hintergrund: Die Firmen beseitigen auf diese Weise die einzigen Hinweise darauf, dass die Arbeiten im konkreten Fall gar nicht erforderlich waren. Mit dem normalen Dachdeckerhandwerk hat das nichts zu tun, das sind Leute, die für zwielichtige Unternehmen absahnen, die im Hintergrund arbeiten, sagt Michaelis.

Die Verträge können nach Angaben der Verbraucherzentrale innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden, wenn man den Vertreter der Dachdeckerfirma überhaupt nicht oder nur zu einer unverbindlichen Beratung ins Haus bestellt hatte. Der Widerruf sollte unbedingt per Einschreiben mit Rückschein erfolgen. Fehlt eine korrekte Widerrufsbelehrung im Vertrag, so besteht das Widerrufsrecht sogar bis sechs Monate nach Vertragsabschluss.

Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Dachhaie schnappen wieder zu

Dachhaie schnappen wieder zu

Die Auftragsbücher sind leer? Es gibt Handwerker, für die ist das kein Problem. Die "Dachhaie" gehen derzeit wieder im Bundesgebiet auf die Jagd. Die Opfer der reisenden Dachdeckerkolonnen: gutgläubige Hausbesitzer.

Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Verbraucherrechte immer noch mangelhaft

Verbraucherrechte immer noch mangelhaft

Im elektronischen Handel fehle es nach wie vor an verlässlichen Standards für Zuverlässigkeit und Rechtssicherheit. Das bemängelt der Bundesverband der Verbraucherzentralen und fordert EU-weite einheitliche Mindeststandards.

Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Nach heimlichen Besuchen

Achtung: Verbraucherschützer mahnen Betriebe ab

Wenn Betriebe ihre Leistungen nicht exakt auszeichnen, droht eine Abmahnung. Nein, das ist kein Scherz: Verbraucherzentralen fordern pauschale Preise für individuelle Arbeiten.

Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Verbraucherschützer fordern mehr Sicherheit

Verbraucherschützer fordern mehr Sicherheit

Mit der digitalen Signatur liegt zurzeit einiges im Argen. Darauf hat jetzt der Verbraucherzentrale Bundesverband hingewiesen. Eigentlich sollte die elektronische Unterschrift der handschriftlichen Signatur rechtlich gleichgestellt sein. Das Gesetz sieht jedoch nur den Einsatz der "qualifizierten elektronischen Signatur" vor. Und die muss nicht vorab von einer kompetenten Stelle geprüft werden.

Wir haben noch mehr für Sie!

Praktische Tipps zur Betriebsführung und Erfahrungsberichte von Kollegen gibt es dienstags und donnerstags auch direkt ins Postfach: nützlich, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an - schnell und kostenlos!
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.