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Frühjahrsputz am PC

7 Tipps: So bringen Sie Ihren lahmen Rechner in Schwung

Festplatte defragmentieren, alte Daten löschen, überflüssige Programme deinstallieren. Zugegeben, diese Tipps klingen banal. Aber sie bringen Ihren Rechner wieder auf Trab.

Hakt der Rechner?
Computer
Hakt der Rechner? - Ein digitaler Frühjahrsputz kann helfen.
Ein digitaler Frühjahrsputz kann helfen.
Foto: BilderBox.com

Auch wenn sich der Frühling in diesem Jahr besonders lange bitten lässt: der Frühjahrsputz duldet eigentlich keinen Aufschub – zumindest was Ihren Rechner im Büro angeht. Denn geben Sie es zu: Die Kiste wird langsamer und langsamer – und das schon seit Monaten.

Der Grund: Immer größere Datenmengen auf der oder den Festplatten bremsen die Arbeitsgeschwindigkeit der leistungsstärksten Hardware. Einen neuen Rechner braucht es da nicht, sagt IT-Sicherheitsspezialist Norman und empfiehlt: ran an den Rechner und aufräumen!

Der Putzplan der Norweger:

1. Vor dem Aufräumen sollten Sie Ihr System sichern
Denn wenn Sie beim Großreinemachen zu beherzt ans Werk gehen, können Sie dadurch zum Ausgangspunkt der Aufräumaktion zurückkehren. Bei Windowssystemen nennt sich das „einen Wiederherstellungspunkt setzen“. Dafür klicken Sie unter Start / Systemsteuerung / Sichern und Wiederherstellen. Die Funktion Wiederherstellungspunkt speichert Ihre aktuelle Rechnerkonfiguration.

2. Dateien aufräumen
Angebote, Kundenkorrespondenz und Gedankenskizzen, die Sie „einfach mal schnell irgendwo abgelegt“ haben, sollten Sie in passende Ordner verschieben. Das spart Zeit beim Suchen – sowohl für Sie als Anwender als auch für Ihren Rechner. Im selben Arbeitsgang sollten Sie Dateien, die Sie nicht mehr brauchen, gegebenenfalls auf einem externen Speichermedium archivieren und anschließend konsequent (!) löschen.

3. Programme deinstallieren
Über die Zeit hinweg sammeln sich auf Ihrem Rechner immer neue Programme. Ein neues Word ersetzt das alte, nachdem IrfanView Ihren Anforderungen an die Bildbearbeitung nicht mehr genügt, kommt Photoshop oder Lightroom (LINK) hinzu und so weiter. Genutzt werden die alten Tools nicht mehr. Sie geraten in Vergessenheit … Seien Sie auch hier konsequent und schmeißen Sie sie weg. Sie blockieren nur unnötig Speicherplatz.

Empfehlung der IT-Experten: Löschen Sie aber nicht einfach nur den Programmordner. Dann bleibt zu viel in den „Eingeweiden“ Ihrer Windowsinstallation zurück. Klicken Sie unter Start die Systemsteuerung an und wählen dort die Funktion Programme deinstallieren. In dem entsprechenden Dialogfenster können Sie die Tools, die Sie loswerden wollen, auswählen und komplett deinstallieren. Achtung: Achten Sie darauf, dass Sie steuerrelevante Daten und Dokumente, die Sie archivieren müssen, mit den verbleibenden Programmen auf Ihrem Rechner weiterhin lesen können.

Wie Sie Datenmüll loswerden und wie Sie Ihre Festplatte wieder flott bekommen, lesen Sie auf der nächsten Seite.

Festplatte frischmachen

Aufräumen im Herzen des Rechners
Festplatte (Large)
Aufräumen im Herzen des Rechners - Gut geordnet, werden Ihre Daten schneller. gefunden.
Gut geordnet, werden Ihre Daten schneller. gefunden.
Foto: BilderBox.com

4. Datenmüll entfernen
Datenschnipsel, wie Programm-Reste in der Registrierungsdatei, temporäre Dateien oder Cookies, braucht kein Mensch. Sie lassen sich mit einem Aufräum- bzw. Tuning-Tool oder der Datenträgerbereinigung unter den Leistungsinformationen und -tools in der Systemsteuerung wegputzen. Sinn macht es auch, von Zeit zu Zeit den Cache in Ihrem Browser zu löschen. Denn auch hier sammeln sich zum Teil beträchtliche Datenmengen an. Achtung auch hier: Mit dem Löschen des Caches Ihres Browsers (die Funktion findet sich meisten unter dem Reiter „Extras“), werden auch alle gespeicherten Kennworte zurückgesetzt.

5. Festplatte aufräumen
Ein unscheinbares Tool, das Windows schon in seiner Anfangszeit in den 80er Jahren an Bord hatte, kann wahre Wunder bewirken. Denn durch das regelmäßige Defragmentieren Ihrer Festplatte(n) erleichtern Sie Ihrem Rechner die Arbeit. Wie das? Das Tool sortiert die auf der Festplatte gesammelten Daten so, wie sie zusammengehören. Damit findet Ihr Rechner praktisch alle Daten, die er zum Beispiel für das Ausführen eines bestimmten Programms benötigt, an einer Stelle. Das erhöht die Zugriffsgeschwindigkeit Ihrer Festplatte und damit die Arbeitsgeschwindigkeit Ihres Rechners.

Perfektionisten nutzen spezielle Defragmentierungs-Software oder entsprechende Funktionen von Tuning-Paketen, um hier wirklich das letzte Quäntchen herauszukitzeln.

Was jetzt noch zum perfekten Frühjahrsputz auf Ihrem Rechner fehlt, lesen Sie auf der letzten Seite.

Viren killen und Backup anstoßen

6. Viren beseitigen
Manchmal schlüpft selbst einer leistungsstarken, aktuellen Virenschutzlösung Schadcode durch und nistet sich unbemerkt ein, berichtet Norman. Dieser lässt sich nach Angaben der Norweger mit einem Bereinigungstool entfernen. Der Scan mit einem Malware-Cleaner empfiehlt sich auch zum regelmäßigen Überprüfen zwischendurch.

Empfehlenswert ist der Einsatz von Cleanern eines anderen Anti-Viren-Softwarelieferanten, da die unterschiedlichen Produkte unterschiedliche Stärken bei der Erkennung und Bereinigung haben. Alle gängigen Virenschutz-Hersteller bieten Cleaning-Tools kostenlos auf ihren Webseiten an.

7. Backup erstellen
Krönender Abschluss der Aufräumaktion ist die Datensicherung. Neben dem Einsatz externer Speichermedien - wie speziellen Servern oder Festplatten - kommen dafür laut Norman auch immer mehr Online-Backup-Anbieter in Betracht. Achten Sie aber bei der Auswahl mit Blick auf den Datenschutz zwingend darauf, dass die Server des Anbieters innerhalb Europas stehen. Außerdem setzt dieser Ansatz eine wirklich schnelle Internetleitung voraus.

Computer gut.
Computerfreude (Large)
Computer gut. - Alles gut.
Alles gut.
Foto: BilderBox.com

Natürlich machen Sie mit der Putzaktion aus einem in die Jahre gekommenen PC keinen Quantencomputer. Dennoch sollte Ihre Hardware nach der Aufräumaktion wieder deutlich flüssiger arbeiten.

(ha)

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