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Fahrbericht

Ein Boxer für alle Fälle

Frisch überarbeitete Motoren, ausgeklügelte Assistenzsysteme, viel Platz – so ausgerüstet, tritt der Peugeot Boxer beim Holzbaubetrieb Biermann zum Praxistest an. Und wie schlägt sich der Franzose im dort sonst eher schwäbisch dominierten Fuhrpark? Wacker!

Bereits seit 1994 im Sortiment der Löwenmarke und vor zwei Jahren zuletzt grundlegend überarbeitet: Der Peugeot Boxer.
Foto: Jagels

Die Firma Biermann Holzbau aus Hannover setzt auf Flexibilität. Das Tätigkeitsfeld reicht von Tischler- und Zimmererarbeiten über die schlüsselfertige Modernisierung und Sanierung von Wohnungen und Häusern bis hin zur Denkmalpflege. Dementsprechend vielschichtig sind die Anforderungen des Hannoveraner Handwerkbetriebs an den Fuhrpark. Dieser umfasst nicht weniger als 19 Fahrzeuge, darunter 13 Transporter und ein Lkw. Fast alle Fahrzeuge haben einen Stern auf dem Kühlergrill.

Für die Dauer von einer Woche gesellte sich jetzt ein Peugeot Boxer hinzu. Die Mitarbeiter des Holz- und Bauspezialisten testeten den Franzosen im harten Alltagsbetrieb, der größtenteils aus Fahrten und Transportaufgaben im Hannoveraner Stadtgebiet besteht. Das Fazit: Der Boxer schlug sich wacker. Es gab viel Lob.

Als einer der größten Nutzfahrzeuganbieter Europas bietet die Löwenmarke den Boxer seit 1994 an. Die aktuelle vierte Generation ist seit zwei Jahren auf dem Markt. Bis heute wurde der Dauerläufer über eine Million Mal produziert. Aus der jüngsten Überarbeitung gingen Optimierungen wie eine verstärkte Karosseriestruktur, eine neue Mechanik für die seitlichen Schiebetüren, verstärkte Hecktüren, größere Bremsen sowie neu konzipierte Stoßdämpferlager hervor. Ziel war es, ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit für den intensiven gewerblichen Einsatz zu erreichen, betont der Hersteller.

 - Frank Schmutte und das Team von Holzbau Biermann testete den Boxer von Peugeot.
Frank Schmutte und das Team von Holzbau Biermann testete den Boxer von Peugeot.
Foto: Jagels

Aber lassen wir den Praktiker sprechen: „Der Boxer wirkt nicht nur auf den ersten Blick kraftvoll und zuverlässig. Auch wenn man ihn näher kennenlernt, zeigt er sich als zuverlässiger und solide gebauter Partner, der für den täglichen Einsatz im Betrieb sehr gut geeignet ist“, berichtet Frank Schmutte, Geschäftsführer von  Biermann Holzbau. „Der Motor zieht kräftig durch, die Ladefläche ist üppig und die Belade- und Befestigungsmöglichkeiten sind sehr flexibel“, fasst er zusammen. Besonders gut kam bei ihm und seinen Kollegen die installierte Rückfahrkamera an, die das Rangieren deutlich erleichtert.

Apropos Motor: Peugeot hat die Motorenpalette für den Boxer frisch überarbeitet. Ab sofort sind in der Baureihe alle Kastenwagen, Pritschenwagen und Plattform-Fahrgestelle mit Euro-6-konformen Motoren der neuesten Generation bestellbar. Der neue 2,0-Liter-BlueHDi-Motor ist in drei Leistungsvarianten mit 81 kW (110 PS), 96 kW (130 PS) und 118 kW (160 PS) erhältlich. Je nach Version gibt es zudem eine Stop amp; Start-Funktion.

Weniger Verbrauch, weniger Schadstoffe, viele Karosserievarianten – lesen Sie weiter auf Seite 2.

Moderne Assistenzsysteme
 - ... und viel dahinter: Die neuen Motoren helfen, dank geringerer Verbrauchswerte, Kosten zu sparen.
... und viel dahinter: Die neuen Motoren helfen, dank geringerer Verbrauchswerte, Kosten zu sparen.
Foto: Jagels

Der Hersteller verspricht für die neuen Motoren eine deutliche Reduzierung von Verbrauch, CO2-Emissionen und Stickoxid-Ausstoß. Beispielsweise soll sich der Boxer Kastenwagen 330 Komfort L1H1, mit dem neuen 110 PS-Motor kombiniert, auf 100 Kilometer gerade einmal 6,0 Liter Diesel gönnen – gegenüber dem bisherigen Modell mit Euro-5-Motor ist das eine Einsparung von knapp einem Liter. Innerorts soll der Verbrauch sogar um zwei Liter auf jetzt 6,5 Liter sinken. Im Zuge der Aktualisierung der Motorenpalette hat die Löwenmarke außerdem die Serienausstattung des Boxer überarbeitet. So ist zum Beispiel die bislang verbesserte Traktionskontrolle jetzt serienmäßig mit an Bord.

Der Peugeot Boxer besticht mit einer großen Auswahl an Karosserievarianten und Umbaumöglichkeiten: Auf der Basis von drei Radständen (3, 3,45 und 4,04 Meter) ist er in vier Längen sowie drei Höhen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 2,8 bis 4 Tonnen erhältlich. Selbst zu einem robusten Dreiseitenkipper kann das größte Nutzfahrzeug der Peugeot-Modellpalette umgerüstet werden. Diese Aufgabe übernimmt neuerdings der Aufbauspezialist Henschel Engineering Automotive.

 - Das Design des Franzosen weiß aus allen Blickwinkeln zu gefallen.
Das Design des Franzosen weiß aus allen Blickwinkeln zu gefallen.
Foto: Jagels

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