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Von Wohnanlagen und Wertanlegern

Kapitalanlage mit Fundament

Nach dem durchwachsenen Börsenjahr steht das Eigenheim als Altersvorsorge bei vielen jetzt wieder hoch im Kurs. Denn Immobilien als Kapitalanlage sind frei von großen Wertschwankungen und somit als seriöse Altersvorsorge gut geeignet. Doch beim Kauf gibt es einiges zu berücksichtigen.

Immobilien als Kapitalanlage sind frei von großen Wertschwankungen und somit als seriöse Altersvorsorge gut geeignet. Ihr Renditeanstieg ist allerdings längst nicht mehr so sicher und so hoch wie früher. Zunehmend erhält die Anlageform Konkurrenz durch Aktienfonds, so lautet die Einschätzung der Norddeutschen Landesbank. Die DGHyp-Bank und die Hypo-Vereinsbank indes sind sich darin einig, dass Fonds dem Eigenheim nicht den Rang streitig machen werden. Zumal nach dem Aktienboom der letzten Jahre im vergangenen Börsenjahr manches spekulative Abenteuer kläglich gescheitert ist.

"Man sollte nichts aus dem Bauch heraus entscheiden", warnt Carsten Rieckhoff von der DGHyp in Hannover. Die Lage eines Hauses ist für Rieckhoff von herausragender Bedeutung. Er empfiehlt, vor dem Kauf eine Marktanalyse machen zu lassen, um Fakten statt des "guten Gefühls" zur Grundlage einer Kaufentscheidung zu machen. "Die Standardwohnung mit zwei Zimmern können sie vergessen", betont Rieckhoff. Drei, besser noch vier Zimmer in einer Wohnanlage mit gutem Image sichern den Wiederverkaufswert, so die DGHyp.

Und ein Verkauf kann immer unvermeidlich werden, selbst wenn er zunächst nicht geplant war durch Pflegebedürftigkeit etwa. "Wir haben auch Kunden, die ganz bewusst Immobilien kaufen, um sie später einmal bei Bedarf gegen Anteile an einem Altenheim zu tauschen", berichtet Martin Schütt von der Hypo-Vereinsbank in Hamburg.

"Wohneigentum hat im Bereich der privaten Altersvorsorge an Bedeutung gewonnen, denn immer mehr Menschen wollen im Alter mietfrei wohnen", meint Schütt. Zuverlässiges Zahlenmaterial über diese Entwicklung gibt es bislang aber weder bei ihm noch bei anderen Kreditinstituten: "Das ist einfach ein sicheres Bauchgefühl" oder eine "Erfahrung aus der täglichen Arbeit", sind sich die Fachleute von DGHyp und Hypo-Vereinsbank einig.

Anders sieht es Kirsten Kuhlmann von der Norddeutschen Landesbank in Braunschweig: "Dass die Regierung die Spekulationsfrist für Immobilien auf zehn Jahre verlängert hat und die Gesetzeslage zunehmend zu Ungunsten der Vermieter verändert, spricht nicht für das Haus als Kapitalanlage". Beim Vergleich zwischen Aktien, Anleihe und Immobilie schneide die Immobilie am schlechtesten ab.

Weitere Tipps rund ums Bauen gibt es im Internet auf den Homepages des Rings Deutscher Makler und der großer Banken wie Hypo-Vereinsbank, Dresdner Bank und Deutsche Bank, sowie unter

www.Baunetz.de,

Immoscout24.de (eine Immobilienbörse mit vielen interessanten Links)

www.bauen-mit-durchblick.de.

Weitere Informationen zum Thema Immobilien:

Überblick für angehende Bauherren

Wohnen im verkauften Haus

Nachmessen beim Wohnungskauf

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