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Personalauswahl

Personalauswahl ist Chefsache

Ein gutes Team ist ein wichtiger Baustein des Unternehmenserfolgs. Leider ist die Suche nach geeigneten Bewerbern häufig schwierig. Doch Betriebsinhaber, die systematisch vorgehen, können sich neue Möglichkeiten erschließen.

Qualifizierte Mitarbeiter zu finden ist gerade für Handwerker oft schwer. Ein systematisches Vorgehen hilft. Ein gutes Team ist ein wichtiger Baustein des Unternehmenserfolgs. Doch gerade das Handwerk gilt als Arbeitgeber, der eine eher niedrige Bezahlung, schlechtere Weiterbildungsangebote und geringere Aufstiegschancen zu bieten hat.

Auch der Fachkräftemangel macht Handwerksunternehmern die Bewerbersuche schwer. Doch wenn sie systematisch vorgehen, können Betriebsinhaber sich neue Möglichkeiten erschließen.

Beginnen Sie die Personalsuche mit dem Formulieren eines detaillierten Anforderungsprofils. Beschreiben Sie Tätigkeiten und Position im Betrieb genauso wie Charaktereigenschaften und Fähigkeiten des künftigen Mitarbeiters.

Nutzen Sie bei der Suche alle Möglichkeiten. Melden Sie Ihren Bedarf bei Handwerkskammer, Innung, Kreishandwerkerschaft und Arbeitsamt. Analysieren Sie Stellengesuche in Tages- und Fachzeitungen sowie in Internet-Jobbörsen (www.arbeitsamt.de, www.jobs.de, www.jobboerse.de, www.jobpilot.de).

Schalten Sie Stellenanzeigen in Tages- und Fachzeitungen. Auch private Arbeitsvermittler oder Zeitarbeitsunternehmen helfen bei der Suche.

Analysieren Sie die eingehenden Bewerbungsunterlagen nach Vollständigkeit, Ordentlichkeit und Eignung des Bewerbers. Erstellen Sie einen Bewertungsbogen, den Sie später im Bewerbergespräch nutzen können. Das Anschreiben gibt Aufschluss über Ausdrucksfähigkeit, Sorgfalt und Originalität, der Lebenslauf über Qualifikationen (Fremdsprachenkenntnisse, Absolvierung bestimmter Prüfungen). Prüfen Sie, ob Lücken im Lebenslauf auftauchen und wenn ja, wie diese begründet werden. Aufschlussreicher als Schulzeugnisse sind - sofern vorhanden - Arbeitszeugnisse aus früheren Beschäftigungsverhältnissen. Aber Vorsicht: Die Zeugnissprache ist oft verschlüsselt, denn dem Arbeitsrecht gemäß darf der ehemalige Arbeitgeber keine nachteiligen Aussagen über scheidende Mitarbeiter treffen.

Um die Auswahl für das Vorstellungsgespräch zu treffen, unterteilen Sie die Zuschriften in

eindeutig positive Bewerber: Die Unterlagen sind komplett, fehlerfrei, übersichtlich und entsprechen vollständig Ihren Anforderungen. Diese Bewerber sollten Sie zu einem persönlichen Gespräch einladen.

eingeschränkt positive Bewerber: die Unterlagen sind in Ordnung, der Bewerber entspricht aber nicht allen Anforderungen und umgekehrt. Schicken Sie einen Zwischenbescheid und warten Sie die Ergebnisse der ersten Gespräche ab.

eindeutig negative Bewerber: die Unterlagen sind unvollständig und fehlerhaft, die Qualifikation entspricht nicht den Anforderungen. Schicken Sie eine freundliche Absage mit den kompletten Unterlagen.

Teilen Sie den geeigneten Kandidaten schriftlich mit, wie lange das Gespräch dauern wird und mit wem sie reden werden. Schicken Sie die Firmenbroschüre mit oder verweisen Sie auf Ihre Internetseite.

Führen Sie ein gut vorbereitetes und strukturiertes Bewerbergespräch:

Schaffen Sie eine gute Gesprächsatmosphäre, wählen Sie einen freundlichen, informellen Einstieg. Informieren Sie den Bewerber über den ungefähren Ablauf des Gesprächs. Geben Sie ihm genügend Gelegenheit zur Darstellung seiner persönlichen und beruflichen Hintergründe. Klären Sie Fragen, die die Bewerbungsunterlagen offen gelassen haben. Prüfen Sie die Charaktereigenschaften und das Verhalten der Bewerber mit Beispiel-Situationen.

Damit auch Ihr Gesprächspartner sich ein realistisches Bild vom Unternehmen und der ausgeschriebenen Stelle machen kann, geben Sie ihm detaillierte Informationen über Ihr Unternehmen: Betriebsdaten (Rechtsform, Ergebnisse der letzten Geschäftsjahre, Prognosen), Organisation (Einordnung der Stelle in den Betrieb), Rahmenbedingungen (Arbeitszeit, Dienstreisen, Abrechnungen, Einkommen, Sozialleistungen) und Grundsätzliches zu Mitarbeiterführung und Zusammenarbeit.

Sagen Sie, wie das Auswahlverfahren weitergeht und bis wann Sie sich entscheiden werden. Sorgen Sie für einen positiven Gesprächsabschluss, auch wenn der Bewerber bereits im Verlauf des Interviews ungeeignet erscheint. Gewähren Sie dem geeigneten Bewerber Zeit zum Überlegen.

Entscheiden Sie sich anhand Ihrer Aufzeichnungen für einen Kandidaten, bieten Sie ihm einen Arbeitsvertrag an.

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