Image
Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Twitter-Urteil

Wer twittert, haftet für die Verlinkung

Twitter-User sollten ab sofort noch genauer hinschauen, auf welche Webseiten sie verlinken. Denn wer auf rechtswidrigen Inhalten hinweist, kann sich strafbar machen.

 -

Das Landgericht Frankfurt am Main hat die bundesweit erste Entscheidung zu diesem Thema getroffen. (Az. 3-08 O 46/10). In mehreren Foren stellte ein anonymer Nutzer eine Vielzahl wahrheits- und wettbewerbswidriger Behauptungen über ein Unternehmen auf, das gegen den Nutzer Anklage erhob. Das berichtet rechtsanwalt.de.

Der Beklagte habe über zwei Twitter-Accounts auf einen Beitrag hingewiesen und auf ihn verlinkt. Die Richter untersagten dem Twitter-User Links „von seinem Account zu Seiten Dritter zu schalten, auf denen sich die beanstandeten Behauptungen befinden“, berichtet das Internetportal.

Durch die bewusste Linksetzung habe sich der Beklagte die Inhalte zueigen gemacht, begründete das Landgericht seine Entscheidung. Es mache keinen Unterschied, ob die Linksetzung über eine Website oder einen Twitter-Account erfolge – ein Seitenbetreiber sei dafür verantwortlich, wenn er Links zu rechtswidrigen Inhalten setzt.

Die Rechtslage in Deutschland in diesem Zusammenhang ist nicht eindeutig, berichtet sueddeutsche.de und bezieht sich auf den Blog von Rechtsanwalt Henning Krieg. Wann sich ein Internetnutzer einen Link „zueigen macht“, sei nicht eindeutig geklärt.

Fazit für Twitter-Nutzer: Lieber genau schauen, auf welche Seiten Sie hinweisen, bevor Sie den Link setzen!

(ja)

Foto: froxx - Fotolia

IT-Recht

Wie rechtssicher sind die Links auf Ihrer Website?

Zwei Urteile zwingen Unternehmen zur Kontrolle aller Links, die sie auf andere Websites setzen. Denn bei Urheberrechtsverletzungen drohen Abmahnungen und Schadenersatz. Wir zeigen, was Sie überprüfen müssen und wie Sie sich absichern.

Image
Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Urteil

Abmahnfalle: Kontaktformular nicht ohne Datenschutz

Ihre Internetseite hat ein Kontaktformular – aber informieren Sie Ihre Nutzer auch über die Verwendung der Daten? Falls nicht, kann das teuer werden.

Image
Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Haftung für Gästebuch-Einträge

Haftung für Gästebuch-Einträge

Wer auf seiner Homepage ein Gästebuch betreibt, ist verpflichtet, dessen Inhalt regelmäßig auf rechtswidrige Eintragungen zu überprüfen und diese zu löschen. Das hat das Landgericht Trier in einem Urteil entschieden.

Image
Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Hyperlinks

Eingeschränkte Haftung für Hyperlinks

Wer eine Website mit redaktionellen Inhalten betreut, muss zukünftig Hyperlinks weniger genau prüfen. Das entschied der Bundesgerichtshof in einem aktuellen Urteil.

Wir haben noch mehr für Sie!

Praktische Tipps zur Betriebsführung und Erfahrungsberichte von Kollegen gibt es dienstags und donnerstags auch direkt ins Postfach: nützlich, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an - schnell und kostenlos!
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.